Bürgersonnenkraftwerke in Frankfurt: besser planen, schneller bauen
Wenn die Stadt Frankfurt heute ein Gebäude neu baut oder ein Dach saniert, ist die Sonneninitiative oft schon in der Planungsphase dabei. Das ist das Ergebnis einer langen Zusammenarbeit, die sich Schritt für Schritt verbessert hat. Heute ist sie für beide Seiten ein Gewinn.
Ein Anfang mit Hürden
In den ersten Jahren lief nicht alles rund. In der Kommunikation und bei der Ausführung gab es immer wieder Probleme. Abstimmungen dauerten lange, Objektunterlagen waren unvollständig, und nicht immer war klar, wer wofür zuständig ist. Mit jedem gemeinsamen Projekt haben beide Seiten dazugelernt.
Ein fester Ansprechpartner und kurze Wege
Heute hat die Sonneninitiative einen festen Ansprechpartner im Amt für Bau und Immobilien der Stadt Frankfurt. Über diesen Kontakt kommen wir direkt mit den Firmen zusammen, die städtische Neubauten und Dachsanierungen ausführen. So sind wir schon bei Entwicklung und Planung eingebunden und auch während der Bauarbeiten. Die Photovoltaik-Anlage planen wir von Anfang an mit, statt erst nach Abschluss der Arbeiten damit zu beginnen. Fragen klären wir direkt mit den ausführenden Unternehmen, und Dach und Solaranlage werden aufeinander abgestimmt. Dadurch läuft vieles reibungsloser und zielgerichteter.
Höhere Anforderungen, straffere Abläufe
Die Anforderungen sind gestiegen. Die Stadt hat dazu einen Katalog mit technischen Bedingungen erstellt. Bei Neubauten und Dachsanierungen verlangt sie zum Beispiel inzwischen fast immer ein Gründach. Dachbegrünung und Photovoltaik müssen deshalb gemeinsam geplant und gebaut werden. Trotzdem laufen die Projekte heute deutlich straffer als früher: Wir planen besser und bauen schneller.
Zweiter, dritter und vierter Bauabschnitt
Wie gut das funktioniert, sieht man an Standorten, an denen wir schon Bürgersonnenkraftwerke betreiben. An der Franz-Böhm-Schule ist bereits ein Bürgersonnenkraftwerk mit 90 kWp am Netz. Zurzeit bauen wir dort den zweiten Bauabschnitt mit weiteren 122 kWp. An der Georg-August-Zinn-Schule kommt zum ersten Bürgersonnenkraftwerk mit 100 kWp ein zweiter Bauabschnitt hinzu. Auch das Bürgersonnenkraftwerk am Lessing-Gymnasium mit 70 kWp wird um einen zweiten Teil erweitert [kWp der Erweiterung bitte ergänzen]. Für die Europäische Schule bereiten wir schon den vierten Bauabschnitt mit rund 189 kWp vor.
Aktuell auf Frankfurter Dächern
Weitere Anlagen sind gerade im Bau oder starten in Kürze:
Franz-Böhm-Schule, 2. Bauabschnitt: 122 kWp
Leibnizschule: 173 kWp
Amt für Informations- und Kommunikationstechnik: 165 kWp
Friedrich-Fröbel-Schule: 29 kWp
Zentgrafenschule: 55 kWp
Zusammen ist das rund ein halbes Megawatt neue Solarleistung auf städtischen Dächern.
Für Bürgerinnen und Bürger heißt das: In Frankfurt entstehen immer wieder neue Möglichkeiten, bei einem Bürgersonnenkraftwerk mitzumachen und die Energiewende in der Region aktiv voranzubringen.
Ein Modell für andere Kommunen
Die Erfahrungen aus Frankfurt lassen sich gut übertragen. Dazu gehören ein fester Ansprechpartner, eine frühe Einbindung in Bauvorhaben und klare Abläufe mit den ausführenden Firmen. Die Kommune bringt ihre Dächer in den Klimaschutz ein, Bürgerinnen und Bürger finanzieren die Anlagen, und der Solarstrom wird vor Ort erzeugt und verbraucht. Das entlastet das Stromnetz, dient dem Klimaschutz und spart der Stadt viel Geld für teuren Strom aus dem Netz.
Wir danken der Stadt Frankfurt für die gute und verlässliche Zusammenarbeit und freuen uns auf die nächsten Projekte. Kommunen, die ihre Dächer ähnlich nutzen möchten, können sich gern bei uns melden.
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