transform-R informiert Kommunen in Rhein-Main über Energiegemeinschaften
transform R hatte dazu die Energieverantwortlichen der Mitgliedsunternehmen im Regionalverband FrankfurtRheinMain eingeladen. Die Veranstaltung fand am 1. Juli statt.
Charlotte Wohfarth vom Netzwerk Energiewende Jetzt e.V. arbeitete die Vorteile der Zusammenarbeit von Kommunen mit Bürgerenergiegemeinschaften heraus: „Akzeptanz durch Beteiligung“, „Wertschöpfung vor Ort“, „(fast) unbegrenzte finanzielle Mittel“ waren dabei nur einige Schlagworte. Bürgerenergiegemeinschaften verfügen oft über ein großes Know-How, dass Kommunen eine unproblematische Umsetzung von Projekten ermöglicht.
Dies bestätigte auch Achim Parbel, Energiewender der ersten Stunde. Sieben als Genossenschaften firmierenden Energiegemeinschaften haben mit der Hessischen Zentralenergie eine Dachgenossenschaft gegründet, um die Kraft der Mitgliedsgenossenschaften zu Bündeln. Auch Parbel möchte die Bürgerenergie gegen Konzerninteressen einsetzten, denn nur so lasse sich die Ziele des Gemeinwohls durchsetzen.
Christian Quast stellte die Arbeit der Sonneninitiative vor. Seit über 20 Jahren ist der Verein eine feste Größe in der Region und arbeitet mit mehreren Dutzend Kommunen und Städten wir Frankfurt, Würzburg oder Darmstadt sowie Landkreisen zusammen. Sogar auf Kliniken der Rentenversicherungsanstalt und Bundeimmobilien hat er Bürgersonnenkraftwerke errichtet. Die Sonneninitiative bietet allen Kommunen des Regionalverbands Kosteneinsparungen und schnelle Fortschritte bei der Energiewende – mit Kapital der Bürgerinnen und Bürgern.
Besonders gefragt sind die Erfahrungen der Sonneninitiative bei Solar-Carports. Die ersten hat sie schon 2010 errichtet, u.a. die weltweit erste Carportanlage auf einem Gebäude zusammen mit der Messe Frankfurt. 15 Jahre weiter haben sich Geschäftsmodelle und Technik stark verändert, der Verein ist auf dem Laufenden.
Organisiert wurden die Veranstaltung von Miriam Dingeldey und Laura Lütkes vom ifeu. transform-R ist ein Projekt des Regionalverbandes FrankfurtRheinMain, der Goethe-Universität, des ifeu - Institut für Energie- und Umweltforschung, Heidelberg und dem ISOE - Institut für sozial-ökologische Forschung. Es wird vom Bund ge. Der Verein unterstützt das Projekt transform-R nach Kräften und wünscht ihm viel Erfolg (nach SI-Tradition gemessen in Tonnen eingespartem CO2).