Nicht nur Bürgersonnenkraftwerke: Verein baut schlüsselfertig für die Lebenshilfe Marburg
Zwei Wege zur eigenen Solaranlage
Bekannt ist die Sonneninitiative vor allem für ihre Bürgersonnenkraftwerke: Dort stellen Dachgeber ihre Fläche zur Verfügung, Bürgerinnen und Bürger finanzieren die Anlage, der Verein entwickelt und betreut sie. Daneben gibt es einen zweiten Weg, der seltener öffentlich sichtbar wird, aber seit Jahren zum Alltag des Vereins gehört: Die Sonneninitiative übernimmt die Anlage als Generalunternehmer – von der Auslegung über die Komponentenauswahl und die Montage bis zum Netzanschluss, zur Inbetriebnahme und zur Anmeldung im Marktstammdatenregister. Am Ende steht eine schlüsselfertige Anlage; Eigentum, Stromnutzung und Betrieb bleiben vollständig beim Dacheigentümer.
Für die Lebenshilfe Marburg war genau das der passende Weg: Der Verein wollte den erzeugten Strom direkt in den eigenen Einrichtungen einsetzen und die Anlage selbst betreiben – und für Planung und Bau einen erfahrenen Partner an der Seite haben.
Fast 25 Jahre Erfahrung mit Solardächern
Die Sonneninitiative begleitet seit fast 25 Jahren Photovoltaikprojekte auf Dächern in der Region. Diese Erfahrung entscheidet in der Praxis über die Qualität einer Anlage: Wie belastbar ist die Dachkonstruktion, und welche Befestigung passt zur Eindeckung? Wo verschatten Aufbauten, Gauben oder Bäume im Jahresverlauf? Und – häufig unterschätzt – wie groß sollte die Anlage überhaupt sein? Eine Auslegung, die sich am tatsächlichen Stromverbrauchsprofil orientiert statt allein an der verfügbaren Dachfläche, bringt in der Regel den besseren wirtschaftlichen Ertrag. Auch der Netzanschluss will früh geklärt sein, damit der Zeitplan hält.
Nutzen für die Einrichtung und für die Region
Je mehr Solarstrom direkt vor Ort verbraucht wird, desto stärker wirkt die Anlage: Strom vom eigenen Dach ersetzt eingekauften Netzstrom und macht einen Teil der Energiekosten für die kommenden Jahrzehnte planbar. Bei der Lebenshilfe bedeutet das, dass Mittel dort bleiben, wo sie gebraucht werden – in der sozialen Arbeit.
Zugleich entlastet jede Kilowattstunde, die gar nicht erst ins Netz eingespeist wird, die Verteilnetze – ein Vorteil, den Dachanlagen gegenüber Freiflächenanlagen haben. Und das Dach, das ohnehin vorhanden ist, erzeugt sauberen Strom, ohne dass dafür zusätzliche Fläche in Anspruch genommen wird.
Sie haben ein geeignetes Dach?
Vereine, soziale Einrichtungen, Unternehmen und Kommunen, die eine eigene Photovoltaikanlage planen und selbst betreiben möchten, können sich an die Sonneninitiative wenden. Wir prüfen die Eignung des Daches, entwickeln einen passenden Vorschlag und setzen die Anlage schlüsselfertig um – oder zeigen auf, ob ein Bürgersonnenkraftwerk der bessere Weg ist.