Sonneninitiative
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Forschende des Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben eine neuartige Form des Betons vorgestellt, die das Potenzial hat, als Energiespeicher zu dienen. Dieses Material, bestehend aus herkömmlichem Zement, Wasser und Ruß, wird als Superkondensator bezeichnet und könnte eine kostengünstige Alternative zu herkömmlichen Energiespeichersystemen darstellen.

Neue Entwicklung des MIT: Beton als Energiespeicher

Der Superkondensator aus Beton nutzt die elektrische Leitfähigkeit von Ruß, der in die Betonmischung integriert wird. Durch diesen Zusatz entsteht innerhalb des ausgehärteten Betons ein Netzwerk leitfähiger Strukturen, die elektrische Energie speichern können.

Die Neuerung präsentiert sich als multifunktionaler Baustoff, der über das bloße Fundament hinausgeht. Er vermag es, elektrische Energie nicht nur effizient zu speichern, sondern sie auch bedarfsgerecht wieder freizusetzen. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Flexibilität dieses Materials, denn seine Speicherkapazität lässt sich durch Anpassung der Größe und Form der Betonelemente gezielt skalieren. Dies eröffnet eine Vielzahl von Anwendungen, von der dezentralen Energieversorgung bis hin zur Integration in infrastrukturelle Elemente für die Elektromobilität. Darüber hinaus bietet der leitfähige Beton das Potenzial, neben der Energieaufbewahrung auch als Heizkomponente zu fungieren, was den Anwendungsbereich erweitert und gleichzeitig die Effizienz des Energieeinsatzes in Gebäuden steigern könnte.

Allerdings sind die Forschungsarbeiten des MIT sind noch nicht abgeschlossen, und es wird weiterhin an der Optimierung des Verhältnisses von Speicherkapazität und mechanischer Festigkeit gearbeitet. Aktuelle Studien deuten darauf hin, dass eine Beimischung von etwa 10 Prozent Ruß optimal sein könnte. Weitere Untersuchungen und praktische Tests stehen bevor, um die Anwendbarkeit und Wirtschaftlichkeit des Materials zu bewerten.

Für aktuelle Informationen und Fortschritte zu dieser Technologie empfehlen wir die Webseite des MIT.
 

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