Marburg Fassadenanlage

Im September 2020 wurden die Beteiligungsunterlagen für das Leuchtturmprojekt am Marburger Bahnhofsplatz an die Interessenten versendet. Im Gegensatz zu den klassischen Bürgersonnenkraftwerken als Dachanlagen konnte das Eigentum an einzelnen vorher festgelegten Modulen an der Fassade erworben werden.

120 einzeln für dieses Projekt gefertigte Module in den unterschiedlichsten Größen, zwischen zwei und dreieinhalb Quadratmeter, werden die neue Fassade des Ärztezentrums in der Bahnhofstraße 30 bilden. Einige davon sind sogar gebogen, wie man auf dem Entwurf von Solararchitekt Hagen Plaehn sieht. Investoren konnten eines oder mehrere dieser Module, die eine Leistung zwischen 271 und 577 Watt peak besitzen, erwerben. Natürlich gehören dazu auch die übrigen technischen Einrichtungen, wie Verkabelung, Unterkostruktion, Wechselrichter, Monitoring und andere fassadentypische Vorrichtungen.

Zwischen 12.300 und 26.200 Euro liegen die Anlagengrößen. Den Eigentümern winkt eine Effektivverzinsung von fünf Prozent für ihr zwanzigjähriges Investment. Diese wird durch einen langfristigen Stromliefervertrag (PPA) an die Stadtwerke Marburg erwirtschaftet.

Die Bauarbeiten wurden nach der ersten Finanzierungsrunde gestartet. Zunächst muss die bestehende Fassade entfernt werden und die Unterkonstruktion für die neue Fassade befestigt werden. Dann werden die speziellen Module von der Firma Sunovation gefertigt. Diese sollen dann im Sommer 2021, ganz am Ende der Bauarbeiten, montiert werden.

 

Im September 2020 war Vertriebsstart für das innovative Photovoltaikprojekt am Bahnhof in Marburg (Entwurf und Visualisierung © a.p.l. - architekten, Hagen Plaehn)

Das Radiologische Zentrum in Marburg bekommt eine schicke und energieerzeugende Fassade. Entwurf und Visualisierung: a.p.l. - architekten, Hagen Plaehn

Die Module auf den geraden Fassaden sind montiert. Die Anlage ist am 24. November ans Netz gegangen.

Mit den genauen Maßen des Gebäudes ist die Ausführungsplanung erstellt worden. Daraus sind dann jede einzelne Schraube, jeder Winkel und jede Befestigungsschiene für die ausführenden Firmen zu bestellt worden. Besonders wichtig: Die endgültigen Modulmaße wurden festgelegt. Da spielen wenige Millimeter schon eine große Rolle. Ähnlich wie bei den Fassadenelementen der Elbphilharmonie wird nämlich jedes einzelne Modul maßangefertigt – Photovoltaikmodule kann man nicht auf der Baustelle zurechtschneiden.

Die Planung hat Solararchitekt Hagen Plaehn von a.p.l. - architekten plaehn und lüdemann aus Hannover erstellt. Er zeichnet nicht nur für den wirklich gelungenen Entwurf, sondern auch für die Ausführung verantwortlich und hat die Baukosten perfekt im Griff.

Im Mai 2021 wuden die Module bestellt. Sie werden in Deutschland von Sunovation aus Elsenfeld bei Aschaffenburg einzeln aus hochwertigen monokristallinen Zellen und in Doppelglastechnik hergestellt. Die Produktion benötigt einige Wochen Vorlauf.

Während die Module gefertigt werden, wird die Unterkonstruktion der neuen Fassade samt Dämmung, Verkabelung und Halterungen errichtet. Dies wird Hanebutt Solar aus Neustadt am Rübenberge übernehmen, einem Unternehmen der Hanebutt-Gruppe, die deutschlandweit auf Dächer und Fassadenbau spezialisiert ist. Die Module werden dann ganz am Ende nur noch in die Unterkonstruktion eingehängt.

Die Fertigstellung war für April 2021 geplant, wird sich jedoch aufgrund der Corona-Pandemie und Lieferengpässen im Baubereich wohl auf Ende 2021 verschieben. Ab dann können Investoren des Projekts ihre 20-jährige Stromernte einfahren und die Diagnosen im radiologischen Zentrum werden mit Sonnenenergie erfolgen.

Architekt und Verein würden sich über zahlreiche Nachahmer freuen, denn Fassaden gibt es in unseren Städten noch mehr als Dächer. Schnell hatten sich alle Investoren gefunden. Ihnen winkt eine 5%ige Rendite über 20 Jahre. Wer eine Idee für ein ähnliches Projekt hat, kann sich per Mail beim Verein melden.

Über den Bauverlauf halten wir Sie an dieser Stelle auf dem Laufenden.

Update 17. Dezember 2020

Die Arbeiten zum Abriss der alten Fassade sind in vollem Gange und werden in wenigen Tagen abgeschlossen sein. Nach Weihnachten wird das Gerüst wieder entfernt, damit die Vermesser freie Sicht haben. Sie werden jede Menge Fotos und Laserscanns machen um dann mittels Fotogrammetrie ein millimetergenaues 3D-Modell der Fassade zu erzeugen. Darauf basiert dann die Detailplanung, die Grundlage für die nächsten Bauphasen ist.

Update 19. Januar 2021

Das Gerüst wird gerade abgebaut und ist bis Mittwoch, 20.1.21, weg. Architekt Hagen Plaehn zeigt sich sehr erfreut über die Bausubstanz. „Man weiß nie, was man unter einer alten Fassade so alles findet. Wir haben glücklicherweise einen soliden Untergrund aus Beton vorgefunden, der sich optimal zur Befestigung der Unterkonstruktion für die Fassade eignet.“

Ist das Baugerüst weg, können die Vermesser das photogrammetrische Aufmaß erstellen. Dann laufen die Rechner bei den Planern an: Das Aufmaß liefert die Basis für Ausführungs- und Werkplanung sowie die Statik. Dabei wird die Gesamtplanung soweit verfeinert, dass Unterkonstruktion und Module bestellt werden können. Mit der Bestellung läuft dann die dritte Phase an, bei der u.a. die Module und die Unterkonstruktion maßangefertigt werden.

Update 29. März 2021

Die Planung läuf auf Hochtouren, leider kann man davon nur recht wenig sehen. Was man sehen kann ist die Prüfung der Stabilität der Kalksandsteinziegel. Die ausführende Firma Hanebutt Solar hat am Freitag, 26. März, zusammen mit einem Mitarbeiter der Firma Hilti eine sogenannte "Zugfestigkeitsprüfung" durchgeführt. Das Ergebnis ist, dass die Wände die neue Fassade problemlos tragen kann.

Bedingt durch den um rund vier Wochen verspäteten Abbau des Gerüsts und durch die nach wie vor angespannte Corona-Lage wird der avisierte Termin zur Fertigstellung leider nicht zu halten sein.

Update 1. April 2021

Heute ist der neue Zeitplan durchgegeben worden: Die Planung wird mit dem 16. April abgeschlossen sein. Dann können die Module geordert werden. Da die Lieferzeit der Module von 16 auf 7 Wochen verkürzt werden konnte, rechnet Architekt Hagen Plaehn mit der Fertigstellung noch im Juni 2021.

Update 15. April 2021

Die Planungsunterlagen der verschiedenen Gewerke sind fertig und an Herrn Plaehn übersandt worden. Er prüft jetzt die Zeichnungen und Stücklisten auf Stimmigkeit und Vollständigkeit. In der kommenden Woche werden dann die Module geordert.

Update 29. April 2021

Der Hausanschluss muss zum Anschluss der PV-Anlage verlegt werden. Die Erdarbeiten dazu laufen gerade.

Update 12. Mai 2021

Die Detailplanungen sind zwischen den verschiedenen Gewerken abgestimmt worden. Die Bauaufträge für die nächsten Bauphasen konnten daraufhin erteilt werden, die Projektphase 2 ist eingeleitet worden. Leider gabe es Verzögerungen bei der Planung bei einem der ausführenden Unternehmen, sodass sich die Inbetriebnahme vorausichtlich in den Juli verschiebt.

Keine Verschiebung gibt es bei den Baukosten. Bisher hat Architekt Hagen Plän die Kosten so gut geplant, dass die Abweichung im Promille-Bereich liegt. Für die Investoren wird nach jetzigem Stand der Dinge keine Kostenanpassung nötig sein.

Update 10. Juni 2021

Die Produktion der Module beim Spezialhersteller SUNOVATION läuft. Hierbei werden monokristalline Zellen der höchsten Leistungsklasse eingesetzt, die anders als bei herkömmlichen Modulen in ein Mehrkomponentengel auf Silikonbasis eingebettet werden. Die Gläser für Vor- und Rückseiten werden zuvor entsprechend den baurechtlichen und projektspezifischen Anforderungen hergestellt. Während der Produktion finden permanente Qualitätskontrollen, wie eine 100 %-ige In-Line-Prüfung elektrischer Bauteile mittels Elektrolumineszenzaufnahme und Leistungsmessungen statt.

Wussten Sie? Die Module von SUNOVATION aus der eingesetzten Produktserie SUNOVATION eFORM wurden vom Rat für Formgebung beim internationalen ICONIC AWARDS 2019 in der Kategorie „Innovatives Material“ mit dem Label „Best of Best“ ausgezeichnet.

Aber auch direkt auf der Baustelle geht es weiter. Anfang bis Mitte Juni wird die Rundung in der südlichen Gebäudeecke gegründet und dann die Bodenplatte gegossen. Eine kleine Überraschung gab es dabei: Bei den Baggerarbeiten wurden noch Spundwände entdeckt, die bei der Errichtung des Gebäudes in den 60ern stehen geblieben waren. Diese mussten aufwändig gekürzt werden. Sobald die Bodenplatte ausgehärtet ist, wird die Stahlkonstruktion für die Gebäuderundung montiert.

Direkt nach Fertigstellung der Bodenplatte, voraussichtlich in den letzten Juniwochen, wird das Gerüst wieder gestellt. Dann wird die Firma Hilti mit der Montage der Schwerter beginnen. Diese nehmen dann die Unterkostruktion für die Photovoltaikfassade auf und die Dämmung.

Update 19. August 2021

So langsam wird es richtig voll auf der Baustelle. Mit 6 - 8 Leuten wird an der offenen Fassade gearbeitet. Die Befestigungen für die Passepartouts (Fensterverkleidungen) sind geliefert und montiert worden. Dort werden die Passepartous jetzt eingehängt und verschraubt. Die Passeparouts bestehen aus weißen, pulverbeschichteten und maßangefertigten Blechteilen und sorgen später für die einmalige Optik der PV-Fassade. Ende KW 33 oder Anfang KW 34 werden diese Arbeiten abgeschlossen sein.

In der KW 34 wird dann die Dämmung montiert. Glücklicherweise konnte Architekt Hagen Plaehn dafür sorgen, dass diese schon geliefert wurde. Überhaupt investieren der Solararchitekt und seine Bauunternehmer momentan sehr viel Zeit damit, die Materialien zu „organisieren“. Denn Vieles, was in unserer Just-in-Time-Wirtschaft selbstverständlich war, ist es zur Zeit einfach nicht mehr. Auch unsere Baustelle war streckenweise von Engpässen in den Lieferketten betroffen.

Solararchitekt Hagen Plaehn ist optimistich, die Anlage im September fertigzustellen und auch ans Netz zu bringen.

Update 16. September 2021

Alle Passepartouts für die Fensterzeilen hängen. Noch sind sie mit einer hellblauen Schutzfolie überzogen. Auch die Dämmung ist auf der Südost- und der Südwestseite fertig verlegt und die Unterkonstruktion für die PV-Module montiert worden. Zurzeit wird die Rundung mittels Stahlbau gefertigt und werden die Glasfenster für den Eingangsbereich eingebaut.

Es wäre also in Kürze alles bereit für das Einhängen der Module. Leider kommt es jetzt dort zu einer Verzögerung: Hanebutt Solar hat über den Architekt Hagen Plaehn mitteilen lassen, dass die Module vom Hersteller SUNOVATION nicht wie geplant geliefert werden können. SUNOVATION wiederum warte nämlich auf die maßangefertigten Gläser, die vom Lieferanten nicht wie geplant hergestellt werden konnten. Auf welche Vorprodukte der Glashersteller wartet wurde nicht mitgeteilt.

Da bekommt das Wort „Lieferkette“ einen echten Praxisbezug. Die Module sind jetzt ab der 40. Kalenderwoche (4.-10.10.) avisiert. Es wird also doch Oktober. Schade, denn die Stadtwerke Marburg haben einen großen Artikel in ihrem Kundenmagazin angekündigt. Der kommt auch, aber leider ohne das Foto von der Einweihung.

Update 29. September 2021

Momentan wird die Photovoltaik-Fassade von den Spezialisten von Hanebutt Solar verkabelt. Jedes Modul bekommt einen Leistungsoptimierer von SolarEdge. Dies ist ein Gleichstrom-Spannungswandler (DC/DC-Wandler), der den Punkt maximaler Leistung (MPP) für jedes Modul einzeln ansteuert. Die Stringkabel können die Wechselrichter so mit einer gleichbleibenden Systemspannung von rd. 1000 Volt beschicken. Gleichzeitig stellen die Leistungsoptimierer modulgenaue Messdaten für das Monitoring zur Verfügung.

Der Liefertermin für die Module steht, sie kommen in der nächsten Woche. Die Baustelle wird jetzt für die Montage der Module vorbereitet. Wie die Mitarbeiter von Hanebutt Solar berichten, werden die Module nicht mit dem Kran, sondern mittels zweier großer Steiger montiert. Grund dafür ist, dass mit dem Kran die Module bereits bei ein wenig Wind anfangen würden zu schwingen. Das wäre bei den bis zu 50 kg schweren, rahmenlosen Vollglasmodulen zu riskant.

Wir werden den Montagebeginn der Module hier kurzfristig bekannt geben. Denn dann kann man endlich etwas sehen, auf der Baustelle. Innerhalb weniger Stunden wird sich die hässliche Baustelle in eine moderne Energiefassade verwandeln.

Update 14. Oktober 2021

Seit Anfang der Woche werden die Module montiert. Dabei kam es wieder zu kleineren Verzögerungen, denn bei der „Anprobe“ hingen einige Module um zwei Zentimeter falsch. Die Unterkonstruktion musste angepasst werden. Inzwischen geht die Modulmontage zügig voran, doch ganz so schnell, so dass es nur wenige Stunden dauert, geht es dann wohl doch nicht. Wer mag, kann einmal vorbei schauen und den Arbeitern zuschauen. Die Montage der Module dauern noch bis Ende nächster Woche (29. Oktober).

Bei der Baubesprechnung wurde gestern festgestellt, dass die gebogenen Module für den Viertelkreis zwischen beiden Stirnseiten noch einige Wochen brauchen. Da der Viertelkreis vom Stahlbauer noch nicht fertig gestellt wurde, konnten die Modulmaße noch nicht an den Hersteller gegeben werden. So werden die gebogenen Module wohl erst Anfang Dezember kommen.

Unabhängig davon soll die Anlage auch ohne die gebogenen Module ans Netz gehen, sobald die beiden geraden Fassadenseiten fertig sind. Wir drücken die Daumen, dass das noch im Oktober klappt.

Update 19. Oktober 2021

Kurzer Baustellenbesuch, morgens um 8 Uhr: Die Süd-Westfassade ist großteils fertig, auch ganz unten auf Straßenhöhe. Sieht wirklich toll aus. Eine Modulreihe oben fehlt noch, diese Module sind noch nicht geliefert worden. Heute gehen die Arbeiter an die Süd-Ostfassade.

Update 21. Oktober 2021

Auch die Süd-Ostfassade ist großteils fertig. Bei den noch fehlenden Modulen werden noch Anpassungen vorgenommen. Auch hier fehlt noch die oberste Modulreihe, die Module kommen noch.

Update 15. November 2021

Nach einigen Tagen „warten auf Bauteile“ geht es in dieser Woche weiter. Ab Mittwoch, 17.11., wird der Stahl für die Gebäuderundung geliefert und aufgebaut. Dann sollen auch die obersten Modulreihen an den beiden geraden Fassaden geliefert und montiert werden.

Zum Ende der Woche/Anfang der nachfolgenden Woche kommt dann wohl auch der lange überfällige Schaltschrank. Wie alle Schaltschränke musste er speziell konfektioniert werden und einige dafür nötige Bauteile waren in der Lieferkette stecken geblieben. Ist der Schaltschrank aufgebaut, kann die Anlage mit allen flachen Modulen ans Netz gehen. Termin für Zählersetzung und Netzanschluss ist Mitte der KW 47 (22. - 28.11.). Ab dann wird endlich Sonnenstrom von der Fassade geerntet!

Am Freitag, 26.11.2021, ist eine Baubesichtigung für Teilnehmer*innen, Presse und Politik angesetzt. Noch sind Teile der Fassade geöffnet und es bietet sich die einmalige Gelegenheit „hinter die Fassade“ zu schauen. Natürlich geht es auch in den Technikraum, wo sich der Zähler dann schon drehen sollte. Solararchitekt Hagen Plaehn und Christian Quast führen über die Baustelle. Die Einladungen werden am 16.11. versandt.

An dieser Stelle möchten wir eine der vielen am Bau beteiligten Firmen besonders hervorheben: Die Firma Metallbau Burckhardt GmbH aus Isernhagen bei Hannover war für die gesamte Fassade im Erdgeschoss mit den gerundeten Scheiben und dem neuen Eingang rechts von der Rundung, die Passepartouts und viele der so wichtigen „Kleinigkeiten“ zuständig. Die Leute von Metallbau Burkhard haben ihre Gewerke immer genau im Zeitplan montiert, waren immer erreichbar und haben die so wichtige Flexibilität mitgebracht, die anderen in Zeiten von Corona und Lieferkettenproblemen verlorengegangen ist. Vielen Dank für die tolle Zusammenarbeit!

Update 25. November 2021

Gestern, am 24.11.2021, wurde die Anlage ans Netz angeschlossen. Ab jetzt wird Sonnenstrom produziert, auch wenn noch nicht alles fertig ist. Während dessen wird die Rundung gebaut. Die Stahlelemente haben eine Verankerung bekommen und werden zur Zeit montiert.

Am Freitag, 26.11., findet eine Baubesichtigung mit den Teilnehmern statt. Solararchitekt Hagen Plaehn berichtet über den Bau und die eingesetzten innovativen Lösungen. Professor Dr. Siegfried Bien, Gebäudeeigentümer und Betreiber des MVZ, schildert seine Vision, möglichst viel des enormen Stromverbrauchs der radiologischen Geräte vor Ort zu erzeugen. Christian Quast vom Verein wird das Zustandekommen des urbanen Leuchtturmprojekts erläutern.

Update 3. Dezember 2021

Einige beim Bau beschädigte Module wurden ersetzt und die oberste Zeile zur Bahnhofseite montiert. Inzwischen ist der Stahlbau für die Rundung in die Höhe gewachsen. Jetzt kann man die künftige Gebäudeform erahnen. Seine endgültige Ästhetik wird aber erst ersichtlich, wenn auch hier die Module montiert sind.

Wir halten Sie an dieser Stelle weiter auf dem Laufenden.

Sobald die Rundung mit Modulen geschlossen ist, wird der Gesamteindruck des Gebäudes wirken.

Neuroradiologe Prof. Siegfried Bien lässt es sich nicht nehmen, das erste Stück der alte Fassade selbst zu demontieren.

Auf der Südwestseite wird die alte Fassade erntfernt.

Mitarbeiter von RS Bau- u. Demontageservice entfernen die alte Fassade.

Arbeiter bauen das Gerüst ab.

Die Bausubstanz ist erfreulich solide.

Sobald das Gerüst vollständig weg ist, wird das Gebäude mittels Fotos millimetergenau vermessen.

mm-genaue Vermessung der Gebäudehülle

Blick in die Laseroptik des 3D-Vermessungssystems

Zugfestigkeitsprüfung: Mit dem Steiger werden verschiedene Punkte der Wand angefahren.

Jetzt wird richtig Kraft aufgebracht. 800 Kilonewton [kN] müssen es mindestens sein, bevor der Dübel nachgibt.

Ausführungsplanung, Ansicht von Süd-Ost.

Ausführungsplanung nach Aufmaß und diversen statischen Berechnungen, Ansicht von Süd-West.

Detailplanung

Intergration der bestehenden Fenster in das Modulfeld.

Hier wird der Hausanschluss durch die Wand geführt.

Erdarbeiten im April 2021 zur Verlegung des Hausanschlusses.

Auszug aus der Detailplanung: Bei der Detailplanung wird jede Schraube, jeder Winkel, jedes Modul und jedes Element der Unterkonstruktion millimetergenau festgelegt.

Anfang Juni wird die Rundung in der südlichen Gebäudeecke gegründet.

Sobald die Bodenplatte gegossen und ausgehärtet ist, kann die Stahlkonstruktion für die Rundung montiert werden.

Im August läuft die Baustelle auf Hochtouren. Zur Zeit (KW33) werden die weißen Passepartouts für die Fensterzeilen montiert.

Hier werden die einzelnen Bleche vor Ort gebracht ...

... und zu einem weißen „Fensterrahmen“ zusammen gesetzt.

Bis zur KW 34 werden noch die Passepartouts montiert, dann folgt die Dämmung.

Hier kann man den Wandaufbau gut erkennen: (v.r.n.l.): Wand aus Kalksandsten/Beton, Dämmung, Unterkonstruktion für die PV-Module.

Die Passepartouts für die Fensterzeilen sind hier in Hellblau zu erkennen. Später werden sie die Fenster weiß umrahmen.

Ein Mitarbeiter von Hanebutt Solar verkabelt die Photovoltaik-Fassadenanlage

Je ein Modul-Optimierer von SolarEdge pro Modul wird an der Unterkonstruktion befestigt.

Die Stringkabel werden in Leerrohren verlegt.

Hier werden die Stringkabel in den Technikraum im Untergeschoss eingeführt. Die gesamte Verkabelung verschwindet später hinter der Fassade.

Das Montageteam von Hanebutt Solar bereitet alles für die Ankunft der Module vor.

Die Module kommen in großen Holzkisten.

Die Baustellenlogistik auf dem engen Seitenstreifen ist eine echte Herausforderung.

Die Halterungen werden an die verdeckt liegenden Modulrahmen angebracht.

In luftiger Höhe werden die Module eingepasst.

Hier sieht man die ausgeklügelte Unterkonstruktion. In den Halteschienen können die Module exakt positioniert werden.

Hier wurden drei Module eingehängt, um die Abstandsmaße zu prüfen.

Die erste Modulreihe hängt.

Einer der Steiger kann abtransportiert werden.

Professor Bien freut sich: „Das sieht ja noch besser aus als auf der Visualisierung."

Hier sieht man schon sehr gut, wie alles werden wird. Heute (15. Oktober 21) möchten die Arbeiter die angefangene Reihe und das Erdgeschoss fertig montieren.

Auch die Module auf Straßenhöhe sind montiert.

Die Süd-Westfassade ist großteils fertig. Nur die oberste Modulreihe fehlt noch.

Aus dieser Perspektive sieht man schon gut, wie alles werden wird.

Auch die Seite zum Bahnhofsplatz ist großteils fertig.

Die Stahlemente für die Rundung wurden geliefert.

Die Rundung wird errichtet.

Ein Mitarbeiter der Stadtwerke Marburg setzt den Zähler.

Der Wechselrichter produziert seinen ersten Strom.

Wo Stahl ins Spiel kommt, wird auch geschweißt.

Die Baustellen„logistik“ ist auf dem begrenzten Platz anstrengend.

Die Rundung wird in die Höhe gebaut.

Jetzt erkennt man die künftige Form des Gebäudes.