Für wen ist der Industriestrompreis gedacht?
Der neue Preis gilt nicht generell für „Industrie“, sondern nur für einen eng definierten Kreis von Unternehmen. Zu den Voraussetzungen gehören:
- Branchenzugehörigkeit: Nur Unternehmen aus einem Katalog von rund 90 wirtschaftlichen Teilsektoren gelten als förderfähig – vor allem Grundstoff-, Metall-, Papier-, Chemie-, Glas- oder Keramikindustrie.
- Hohe Energieintensität: Gefördert werden Unternehmen, deren Geschäftsmodell grundsätzlich auf sehr hohem Stromverbrauch basiert.
- Dekarbonisierungsauflagen: Eine Förderung gibt es nur, wenn sich die Betriebe verpflichten, einen erheblichen Teil der Entlastung in Klimaschutz und Effizienz zu investieren.
- Begrenzung: Maximal 50 % des jährlichen Stromverbrauchs profitieren vom 5-Cent-Preis – der Rest wird zum Marktpreis abgerechnet.
Gibt es eine klare Grenze für „energieintensiv“?
Es gibt keine einfache kWh- oder MWh-Grenze. Der Industriestrompreis orientiert sich nicht am reinen Verbrauch, sondern an Branche + Energieintensität. Selbst Unternehmen mit 300.000 kWh, 500.000 kWh oder sogar 1 GWh Jahresverbrauch fallen häufig aus dem Raster, wenn sie nicht zu den definierten Sektoren gehören.
Was heißt das konkret für mittelständische Unternehmen?
- Für die meisten Mittelständler bringt der Industriestrompreis keine Entlastung.
- Selbst diejenigen, die theoretisch förderfähig wären, erhalten ihn nur für die Hälfte ihres Stromverbrauchs – und nur für wenige Jahre.
- Planungssicherheit entsteht dadurch nicht.
Damit entsteht eine paradoxe Situation: Während die Strompreise hoch bleiben, wird nur ein sehr kleiner Kreis entlastet – der Mittelstand bleibt außen vor.
Die Alternative: Eigenversorgung mit Photovoltaik
Gerade deshalb gewinnt ein Thema massiv an Bedeutung: die PV-Eigenversorgung.
Anders als der Industriestrompreis ist eine PV-Anlage
- für jedes Unternehmen geeignet, unabhängig von Branche oder Energieintensität,
- dauerhaft preisstabil, da der Strom aus eigener Erzeugung im Bereich von 10–14 Ct/kWh liegt,
- unabhängig von Förderlogiken und staatlichen Programmen,
- eine echte Absicherung gegen steigende Netzentgelte, Abgaben und Marktpreise sowie
- dekarbonisierend – ohne Auflagen, sondern per se, und anrechenbar bei der Klimabilanz.
Der mittelständische Maschinenbauer, die Bäckerei, die Spedition, das Wellnesscenter mit moderatem Verbrauch: Sie alle profitieren vom eigenen Dach sofort – und nachhaltig.
Fazit
Der neue Industriestrompreis ist ein wichtiges Signal, hilft aber fast ausschließlich der energieintensiven Großindustrie. Für den Mittelstand bleibt er eine Randnotiz.
Was bleibt, ist die verlässlichste Strategie der letzten Jahre – und der nächsten Jahrzehnte: Strom selbst erzeugen, Kosten senken, Risiken minimieren.
Wer heute auf PV-Eigenversorgung setzt, unterstützt durch Batteriespeicher und Energiemanagementsystem, macht sich unabhängiger – nicht nur von Marktpreisen, sondern auch von politischen Sonderprogrammen, die fast immer nur die Großen erreichen. Der Verein bietet verschiedene Finanzierungs- oder Kooperationsinstrumente an, sodass keine Liquidität verloren geht.
Wir freuen uns auf Anfragen!













