Erfolgreiches Sonnenjahr für Verein und Klima

Das Jahr 2025 war für den Verein und das Klima ein durchweg erfolgreiches Jahr. Über 30 große Anlagen hat der Verein bis Anfang Dezember ans Netz gebracht, deutschlandweit wurden bis Oktober rund 13 Gigawatt gemeldet.

Über 30 große Photovoltaikanlagen hat der Verein in diesem Jahr ans Netz gebracht. Keine leichte Aufgabe, da oft Trafos benötigt wurden oder komplizierte Entscheidungswege bei Netzbetreibern und Stadtverwaltungen im Wege standen.

Und das im schwierigsten Segment der Photovoltaik: Große, kommunale oder gewerbliche Aufdachanlagen.
 

Die Königsdisziplin: Netzanschluss großer Dachanlagen

Verglichen mit Anlagen auf Einfamilienhäusern, die über sehr einfache Verteilungen verfügen und ohne Netzbetreiber angeschlossen werden können, oder mit großen Freiflächen, bei denen ein komplett neuer Netzanschluss hergestellt wird, sind große Aufdachanlagen recht kompliziert ans Netz zu bringen.

Kabelwege müssen quer durch bestehende Gebäudekomplexe gefunden werden, Verteilungen, die oft mehrere Jahrzehnte alt sind, ist müssen umgebaut werden. Zwischenzeitlich muss manchmal die gesamte Liegenschaft vom Netz genommen werden (geplanter Stromausfall), bei Industriebetrieben oder Freizeitbädern wird allein die Terminfindung hierfür zur Herausforderung. Dazu die „gewachsene“ Struktur bei Netzbetreibern, die oft drei Termine für einen Netzanschluss benötigen, und das kommunikative Chaos unterschiedlicher Protokolle, Meldungen, Portalen und Zuständigkeiten.

Nicht zuletzt die immer strenger werdenden technischen Vorgaben, benötigten Zertifikate, Steuerungs- und Meldepflichten mit entsprechenden Pönalen (Strafen). Und dazu Gesetze, die einfach nicht umgesetzt werden (u.a. das Smart-Meter-Rollout) und aufwändige Zwischenlösungen erfordern.

Die Bürokratie hat die Photovoltaik fest im Griff – der Verein inzwischen aber auch die Bürokratie!

PV-Zubau in Deutschland

Deutschlandweit wird in diesem Jahr etwa wieder so viel Photovoltaik installiert werden, wie im vergangenen Jahr. Da waren es 16,2 Gigawatt peak - Rekord. Allerdings hat sich der Markt stark verschoben: Einfamilienhausanlagen habe 2025 einen starken Rückgang erleben müssen. Mit Freiflächenanlagen kann man heute kein Geld mehr verdienen: bei der letzten Ausschreibung im Juli 2025 lag der Durchschnitt bei einer Vergütung von 4,84 ct/kWh. Mit einem Markteinbruch bei Freiflächen ist deshalb für 2026 zu rechnen.

Große Dachanlagen, auf die der Verein spezialisiert ist, sind hingegen wirtschaftlicher denn je. Durch die Versorgung der Liegenschaft mit Sonnenstrom kann ein Ertrag von 12-16 ct/kWh für jede vor Ort verbrauchte Kilowattstunde generiert werden. Da nimmt der Verein den Zusatzaufwand beim Netzanschluss gerne in Kauf.

Bis heute, 11. Dezember, war 2025 ein sehr gutes Jahr für die Entwicklung der Erneuerbaren in Deutschland. Ob das auch 2026 so bleibt, wenn die großen Freiflächenprojekte wegbleiben, muss sich zeigen. Das Zeitalter der großen Aufdachanlagen hat gerade erst begonnen!

 

Mit knapp 800 kWp war die Anlage bei Reitz Natursteintechnik in Aßlar die größte für 2025: 7 Dächer, 2 Trafos, 2 Netzanschlüsse, 2x Eigenversorgung.

Auch die Turnhalle der Georg-Büchner-Schule in Darmstadt ist 2025 ans Netz gegangen.

Ebenso wie der Netto-Markt in Rödersheim-Gronau bei Mannheim.