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18.04.2013

Zur Energiewende gibt es keine Alternative

Fruchtbarer Boden fällt dem Braunkohle-Bagger zum Opfer

Nach und nach entsteht ein tiefes, zig Quadratkilometer großes tiefes Loch

Die Abgase der Kohlekraftwerke schädigen das Klima und die Umwelt und verursachen schwere Krankheiten

Die Atom-Ruine von Fukushima sollte uns eine Mahnung sein

Wohin mit dem gefährlichen Atommüll?

In wenigen Jahrzehnten sind die Erdöllagerstätten vollständig ausgebeutet

Nur sie haben eine Zukunft bei der Energieversorgung: Sonne und Wind, ...

... Wasserkraft ...

... und nachwachsende Rohstoffe (alle Bilder: © Fotolia.com)

Die erneuerbaren Energieträger vermeiden Treibhausgase ...

... und ersetzen die gefährlichen alten Energieträger

Warum lässt sich Deutschland auf das Experiment Energiewende ein? Kann denn nicht einfach alles so bleiben, wie es seit Jahrzehnten funktioniert? Nein – denn es funktioniert nicht, wir sägen am Ast auf dem wir sitzen.

Stellen Sie sich vor, mitten in Deutschland: Wälder mit 200 Jahre alten Eichen, wunderschöne Alleen, gotische und romanische Kirchen, ein 800 Jahre altes Rittergut und viele hübsche kleine Dörfer, die zehntausenden freundlicher Menschen eine Heimat bieten – eine schöne, fruchtbare und seit Jahrtausenden besiedelte Landschaft.

Diese schöne Landschaft, zwischen Köln, Aachen und Düsseldorf, gibt es nicht mehr. Auf zig Quadratkilometern wurde alles abgeholzt und die Gebäude dem Erdboden gleichgemacht. Eine Mondlandschaft blieb übrig, wie nach einem Bombenangriff. Und diese Mondlandschaft wird nun von riesigen Baggern gefressen, die mit ihren rotierenden Schaufelrädern 200 Meter tiefe Löcher graben.

Die Menschen wurden für diesen Krieg gegen die Natur umgesiedelt, ihre Heimat ist unwiderruflich verloren. Denn der Boden ihrer ehemaligen Heimat enthält Braunkohle. Die wird nun in großen Kraftwerken verfeuert. Die umweltschädlichen Abgase werden in die Luft geblasen, wo sie die Atmosphäre schädigen und bei Menschen, Tieren und Pflanzen Krankheiten verursachen.

Das ist unsere Energieversorgung, wie sie seit Jahrzehnten „funktioniert“: Wir verbrennen unsere Welt! Auch für den Uran-Abbau werden große Gebiete vernichtet, zwar nicht hier, aber in Afrika, Australien und Asien. Und was mit einer Region passiert wenn ein Atomkraftwerk in die Luft fliegt, kann man in Japan sehen. 

Fakt ist, dass die Energieversorgung mit fossilen Brennstoffen und Uran nur scheinbar funktioniert hat. Jahrzehntelang wurden die Umweltschäden ignoriert oder kleingeredet. Das kommt uns und den nächsten Generationen teuer zu stehen. Wieweit entstandene Umweltschäden rückgängig gemacht werden können und was uns das kosten wird, vermag niemand wirklich zu sagen.

Wir vergiften unsere Welt und wir wissen das genau. Wir wissen, dass die Treibhausgase uns mehr und mehr die Kehle zuschnüren und wir nicht überleben werden, wenn wir so weitermachen. Doch dieser Aspekt scheint in der aktuellen Diskussion um die Energiewende keinen Platz mehr zu finden. Eine verantwortungsvolle Umweltpolitik würde diesen Aspekt mit aller Vehemenz in den Vordergrund stellen, anstatt mit den Schultern zu zucken, wenn wieder mal eine Klimakonferenz ohne Ergebnis geblieben ist.

Unser Energiehunger kennt keine Grenzen, wie Drogensüchtige kämpfen wir um jeden Tropfen Öl. Große internationale Konflikte und Kriege der letzten Jahrzehnte drehten sich letztlich um die Ölversorgung. Das ist internationale Beschaffungskriminalität. Mit Waffengewalt mischen wir uns in innere Angelegenheiten von Ölförderstaaten ein, Staaten ohne Öl bekommen weniger Beachtung geschenkt.

Wir streiten uns darüber, wer die letzten Ölvorräte ausbeuten darf, sei es im Polarmeer, der Antarktis oder im Pazifik. Und in Kanada werden mit großem finanziellem Aufwand riesige Gebiete vernichtet, um an das bisschen Öl zu kommen, das dort im Boden steckt.

Wollen wir so weitermachen?

Es ist klar, dass sich etwas ändern muss. Riskante neue Verfahren wie das „Fracking“ führen aber in die falsche Richtung. Die letzten Tropfen Öl und Gas aus der Erde zu pressen ist nicht die Lösung, es entstehen sogar noch zusätzliche Gefahren, z.B. für das Grundwasser. Warum wird darüber überhaupt noch diskutiert?

Auch die Atomkraft ist keine Lösung, selbst wenn man hundertprozentig sichere Reaktoren bauen könnte, was man nicht kann. Die Atomwirtschaft hat uns schon in den 70er Jahren versprochen, die Endlagerfrage zu lösen. Dieses Versprechen ist gebrochen worden, wir wissen immer noch nicht, was wir mit dem gefährlichen Atommüll machen sollen. Wollen wir weiter Vertrauen in diese Energiewirtschaft haben?

Der Umstieg auf erneuerbare Energien ist die einzige Lösung. Und wir sind in Deutschland auch schon weit gekommen mit der Energiewende. Ein Viertel des Stroms ist inzwischen Ökostrom, allein die Nutzung der Sonnenenergie vermied letztes Jahr über 20 Millionen Tonnen Treibhausgase (CO2-Äquivalent) – so viel wie 10 Millionen Autos ausstoßen. Diesen Weg müssen wir weiter gehen.

Die negativen Voraussagen der Gegner der Erneuerbaren haben sich als falsch erwiesen. Weder sind die Netze zusammengebrochen noch gab es durch die Abschaltung von acht Atomkraftwerken Stromknappheit. Im Gegenteil: Im vergangenen Jahr wurde, wie schon in den drei Jahren zuvor, mehr Strom exportiert als importiert: 22,8 Milliarden Kilowattstunden, mit einem Gewinn von 1,4 Milliarden Euro (Quelle: Statistisches Bundesamt). Der Grund für den Überschuss ist vor allem die Zunahme von Solar- und Windstrom.

Es gibt keine Alternative zur Energiewende, nur sie ist ökologisch und ökonomisch zukunftsfähig. Wir verspielen unsere Versorgungssicherheit, wenn wir weiter auf Brennstoffe setzen, die unwiederbringlich zur Neige gehen und dabei immer teurer werden. Nur erneuerbare Energien schaffen Preisstabilität, Versorgungssicherheit und Umweltschutz.

Wenn in Deutschland die Energiewende klappt, was manche Politiker und ihre Klientel zu verhindern versuchen, dann hat das Vorbildcharakter für die ganze Welt. Dann werden alle Länder diesen Schritt in das Zeitalter der umweltverträglichen und günstigen Energieversorgung machen wollen. Wir haben keine Zeit zu verlieren. Wenn wir uns beeilen ist die Welt noch zu retten – um nichts Geringeres geht es bei der Energiewende.

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