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Bau auf der Unimoghalle und der Salzlagerhalle des Bauhofs Kirchhain 

Kirchhain. Der Bau auf der Unimoghalle des Bauhofs hat diese Woche begonnen. Das Gebäude ist bereits komplett eingerüstet und die Montage der Unterkonstruktion hat begonnen.

Bau auf dem Emsdorfer Dorfgemeinschaftshaus 

Kirchhain-Emsdorf. Auch der Ortsteil Emsdorf bekommt ein Bürgersonnenkraftwerk. Mit dem Bau wurde vor kurzem begonnen.

Bau auf der Markthalle Kirchhain 

Kirchhain. Nachdem in den Ortsteilen Kleinseelheim, Niederwald, Schönbach, Emsdorf und Anzefahr bereits Bürgersonnenkraftwerke entstanden sind, geht es jetzt auch direkt in der Kernstadt Kirchhains los.

Neues vom Solarbau im Frankfurter Westend 

In Frankfurt-Unterlindau entstehen mehrere Bürgersonnenkraftwerke auf Wohngebäuden. Mehr als die Hälfte der Anlage war vor Weihnachten montiert.

Bau auf der Feuerwehr in Anzefahr  

Kirchhain-Anzefahr, Kreis Marburg-Biedenkopf. Das Dach der Feuerwehr wird zukünftig echten klimaneutralen Sonnenstrom produzieren

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Was kostet Solarstrom?

06.05.2011

Was kostet Solarstrom?

Die Investition in Erneuerbare ist volkswirtschaftlich von hohem Nutzen, ...

... auch die Solarenergie hat daran einen großen Anteil

Die EEG-Umlage ist nicht für die Strompreissteigerung verantwortlich

Mit Photovoltaik zu billigem, klimafreundlichem Strom

Die Diskussion um die Solarförderung reißt nicht ab. Kritiker erneuerbarer Energien und der Photovoltaik führen an, dass die Photovoltaik ein Kostentreiber sei. Stimmt das?

Hier ein paar Fakten dazu:

EEG-Umlage
Im Preis für jede Kilowattstunde Strom sind rund 3,5 Cent EEG-Umlage enthalten. Diese wird voraussichtlich nicht mehr viel weiter steigen, ab Mitte des Jahrzehnts sogar wieder sinken. Die Fördersätze konnten soweit reduziert werden, dass von 2012 bis 2016 nur mit einer Strompreissteigerung durch Solarstrom von 1,9% zu rechnen ist, bei einer gleichzeitigen Steigerung der Solarstromleistung von 70%.

Photovoltaikstrom ist Mittagsstrom
Der Photovoltaikstrom drückt die Preise an der Leipziger Strombörse (Merit-Order-Effekt1). Dadurch konnte beim Stromeinkauf nach einer Studie des Frauenhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung2 durch die erneuerbaren Energien 3,1 Milliarden € gespart werden – ein großer Teil davon entfällt auf Sonnenstrom zur Mittagszeit.

Kosten sozialisieren, Erträge kassieren
Nur die Hälfte der Steigerung der EEG-Umlage von 2009 auf 2010 geht auf das Konto der erneuerbaren Energien, zeigt ein Hintergrundpapier des Bundesumweltministeriums (BMU)3. Da das EEG nämlich die Differenz zwischen EEG-Strom und Strompreis an der Leipziger Börse umlegt und die Preise an der Börse stark gesunken sind, wird ein großer Teil der Steigerung durch die (vom EEG verursachten) Preissenkung für Börsenstrom hervorgerufen. Doch auf die Erfüllung der Folgerung des BMU „mittel bis langfristig müsste sich dies auch in sinkenden Strompreisen niederschlagen“ warten wir noch.

Sonnenenergie liefert Vorwand für Preissteigerung
Das BMU hat die Preissteigerung beim Strom analysiert und behauptet, dass die Energieversorgungsunternehmen die EEG-Umlage als Vorwand nutzen. „Rund 85% der Strompreissteigerung zwischen 2000 und 2010 sind auf andere Faktoren als die EEG-Umlage zurückzuführen.“4

... die Großen lässt man laufen
Rund 560 stromintensive Unternehmen wurden großteils von der EEG-Umlage befreit. Würden sie mitzahlen, würde die Umlage rund 18% niedriger ausfallen. Durch den Merit-Order-Effekt der Erneuerbaren an der Strombörse profitieren die großen Klimaverschmutzer vom EEG nach Schätzungen des BMU mit 0,58 Cent pro Kilowattstunde5  – ohne selbst die Umlage zu entrichten.

Photovoltaik ist bald die günstigste aller erneuerbaren Energien
Seit sechs Jahren haben sich die Anlagenpreise etwa gedrittelt. In zwei Jahren ist Solarstrom günstiger als Offshore-Windstrom, ab nächstem Jahr kostet Strom vom eigenen Dach weniger als vom Energieversorger.

Volkswirtschaftliche Infrastrukturmaßnahme zahlt sich aus
Nach einer Studie des ZSW werden für den Umstieg auf erneuerbare Energien in Deutschland über 150 Milliarden Euro benötigt (s.Grafik). Dies ist eine Infrastrukturmaßnahme, wie Straßen-, Kindergarten- oder Klinikbau eine volkswirtschaftliche Investition, die wir vielfach zurückbekommen werden: Bis zur Jahrhundertmitte sparen wir über 750 Milliarden Euro. Schon in 2010 betrug allein die kommunale Wertschöpfung nur beim Solarstrom 5,8 Milliarden Euro.

In was wollen wir investieren?
Thomas Alva Edison, der große Vordenker, Techniker und Erfinder der Glühlampe, sagte schon früh: „Ich würde mein Geld auf die Sonne und die Solartechnik setzen. Was für eine Energiequelle! Ich hoffe, wir müssen nicht erst die Erschöpfung von Erdöl und Kohle abwarten, bevor wir das angehen.“
Durch die EEG-Umlage wurde der Ausbau des deutschen Sonnenstroms bisher mit insgesamt rund sechs Milliarden Euro gefördert. Zum Vergleich: Wir zahlen jährlich 39 Milliarden Euro Steuern für Kraftstoffe, geben jährlich fast 32 Milliarden für die Verteidigung aus und 13,3 Milliarden für die Finanzverwaltung. Im aktuellen Bundeshaushalt (2012) von 306,2 Milliarden Euro entfallen allein für die Rückzahlung von Schulden 38,3 Milliarden Euro.

Bürgerinvestition
Nicht der Staat oder die Energieversorger bezahlen die Energiewende. Das bisher Erreichte geht fast ausschließlich auf das Engagement und die Weitsicht von privaten Bürgern zurück, die die notwendigen Milliardeninvestitionen stemmen. Und sie werden auch weiter in die Zukunft investieren.

Quellen:

1 http://de.wikipedia.org/wiki/Merit-Order

2 http://www.erneuerbare-energien.de/files/pdfs/allgemein/application/pdf/meritorder_bf.pdf

3 http://www.umweltbundesamt.de/uba-info-presse/2011/pd11-008_uba_haelt_aktuelle_strompreiserhoehungen_fuer_ueberzogen.htm

4 http://www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/4067.pdf, S. 8

5 http://www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/4067.pdf, S. 8

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