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Umbau der PV-Anlagen auf der Jahrtausendhalle in Schmitten-Oberreifenberg 

Bereits im letzten Jahr hat die Eigentümergemeinschaft des Bürgersonnenkraftwerks den Umbau beschlossen. Nun soll am 01. Februar 2018 mit den Bauarbeiten begonnen werden.

Umbau auf der Kopernikusschule in Freigericht 

Auch in Freigericht wurde nach Zustimmung der Teilnehmer mit dem Umbau der Anlage auf der Kopernikusschule begonnen.

Bau auf der Adolf-Reichwein-Schule Marburg  

Die Dachsanierungsarbeiten auf der Adolf-Reichwein-Schule sind leider noch nicht abgeschlossen. Deshalb können die Solateure noch nicht mit der Montage der neuen Photovoltaikanlage beginnen

Bau auf der Unimoghalle und der Salzlagerhalle des Bauhofs Kirchhain 

Kirchhain. Der Bau auf der Unimoghalle des Bauhofs hat diese Woche begonnen. Das Gebäude ist bereits komplett eingerüstet und die Montage der Unterkonstruktion hat begonnen.

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Verzicht auf Energiewende wäre zu teuer

Ökostrom-Gegner sind eine gesellschaftliche Randgruppe

Erneuerbare Energien haben bereits einen Anteil von 26% an der Stromerzeugung, schon 6,1% sind Sonnenstrom

Viele Milliarden wurden in Energieformen gesteckt, die keine Zukunft haben

Energie aus regenerativen Quellen spart Milliarden an Importausgaben

Die Energiewende sei zu teuer, zu unsozial und überhaupt nicht machbar – das erzählen die Ökostrom-Gegner und fordern die Abschaffung des EEG. Doch der Verzicht auf die Energiewende wäre viel teurer.

Richtig ist: Das deutsche Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist weltweit das effektivste und erfolgreichste Instrument zum raschen Umstieg auf regenerative Energien und wurde deshalb von 59 Ländern in seiner Intention übernommen. Seltsam ist, dass einige Politiker, aber auch Journalisten, noch immer das Märchen vom teuren Ökostrom erzählen und die Abschaffung des EEG fordern.

Richtig ist auch, dass es eine soziale Schieflage in der Energie-Politik gibt: Private Verbraucher müssen die Ökostromabgabe für die Großindustrie mitfinanzieren, es gibt zu viele Befreiungen von der EEG-Umlage. Das ist ungerecht und muss geändert werden.

Die 2,7 Cent, die wir ab 2013 zusätzlich für jede Kilowattstunde Strom an EEG-Umlage bezahlen müssen, stehen auf jeder Stromrechnung. Insgesamt kostet uns die Energiewende ab Januar 5,3 Cent pro Kilowattstunde. Die Milliarden-Subventionen für fossil-atomaren Strom zahlen wir aber über unsere Steuern – sie tauchen in keiner Stromrechnung auf.

Seit 1970 wurde Atomstrom in Deutschland mit 187 Milliarden Euro aus dem Steuertopf gefördert, Strom aus Stein- und Braunkohle sogar mit 242 Milliarden Euro. Dagegen wurden die Erneuerbaren mit nur 54 Milliarden gefördert, aber nicht über Steuern, sondern über den allgemeinen Strompreis.

Doch selbst diese Rechnung ist noch einseitig zu Lasten der erneuerbaren Energien. Denn sie ersparen uns Folgekosten, während beim Atommüll immense Entsorgungskosten anfallen und Kohle, Gas und Öl das Klima aufheizen. Und was die Klimaerwärmung bewirkt, haben wir kürzlich beim Sturm „Sandy“ in der Karibik und New York gesehen: Über 100 Tote und weit über 50 Milliarden Dollar Schäden.

Eine neue Studie des Forums für Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) kommt zum Schluss: „Konventionelle Energien verursachen deutlich mehr Kosten als den Stromkunden direkt in Rechnung gestellt werden.“ Und vom Bundesumweltamt heißt es: „Für Atomkraft und Kohle mussten die Verbraucher deutlich mehr Subventionen aufbringen als für die jetzige Energiewende und für die erneuerbaren Energien.“

Der frühere Chefvolkswirt der Weltbank, Sir Niclas Stern, hat schon 2007 vorgerechnet, dass die Energiewende zwar viel Geld kostet, aber keine Energiewende für die Weltwirtschaft durch die Klimaschäden der alten Energien und durch deren steigende Preise fünfmal so teuer wird. Und auch Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat richtig gerechnet: „Die Strompreise sind vor der Energiewende stärker gestiegen als danach. Langfristig wird Energie durch die Energiewende billiger.“

Wenn die Folgekosten mit bedacht werden, dann ist Solar- und Windstrom sogar schon heute billiger als der fossil-atomare Strom. Jeder Verbraucher kann beim Vergleich seiner heutigen Energierechnung mit den Energiepreisen von vor zehn Jahren feststellen: Strom wurde in dieser Zeit etwa 70 Prozent teurer, Heizöl aber um etwa 200 Prozent.

Im Jahr 2000 kostete die Kilowattstunde Solarstrom noch 70 Cent, heute 16 Cent und in etwa 10 bis 15 Jahren werden wir bei fünf Cent sein. Die FÖS-Studie hat die Kosten der konventionellen Energieträger für das Jahr 2012 so errechnet: Steinkohle 14,8 Cent, Atomstrom zwischen 16,4 und 42,2 Cent.

Die Ökoenergien sind auch eine Chance für die deutsche Volkswirtschaft. Von den sechs erneuerbaren Energien – Sonne, Wind, Bioenergie, Wasserkraft, Geothermie und Wellenenergie – ist Deutschland technologisch bereits bei dreien Weltmarktführer: Bei Sonne, bei Wind und bei Biogas. Zukünftig kommt noch die Speichertechnik dazu, bei der Deutschland ebenfalls vorne liegt.

2012 wird in Deutschland bereits rund 26% Ökostrom gewonnen, im Jahr 2000 waren es noch fünf Prozent. Das 100-Prozent-Ziel kann bis spätestens 2030 erreicht werden. Dies ist engagierten Bürgern, Bauern, Hausbesitzern, Mittelständlern, Stadtwerken und Lokalpolitikern aller Parteien zu verdanken. Die Bundespolitik kann dafür günstige Rahmenbedingungen schaffen, wie dies mit dem erfolgreichen EEG geschehen ist.

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