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Bau auf der Seniorenwohnanlage II und der Kita St.Vinzenz 

Großkrotzenburg. Die Bürgersonnenkraftwerke auf der Seniorenwohnanlage und der Kindertagesstätte sind dachseitig fertiggestellt. Auch mit den Elektroarbeiten in den Gebäuden wurde schon begonnen.

Bau auf der Unimoghalle und der Salzlagerhalle des Bauhofs Kirchhain 

Kirchhain. Der Bau auf der Unimoghalle des Bauhofs hat diese Woche begonnen. Das Gebäude ist bereits komplett eingerüstet und die Montage der Unterkonstruktion hat begonnen.

Bau auf dem Emsdorfer Dorfgemeinschaftshaus 

Kirchhain-Emsdorf. Auch der Ortsteil Emsdorf bekommt ein Bürgersonnenkraftwerk. Mit dem Bau wurde vor kurzem begonnen.

Bau auf der Markthalle Kirchhain 

Kirchhain. Nachdem in den Ortsteilen Kleinseelheim, Niederwald, Schönbach, Emsdorf und Anzefahr bereits Bürgersonnenkraftwerke entstanden sind, geht es jetzt auch direkt in der Kernstadt Kirchhains los.

Neues vom Solarbau im Frankfurter Westend 

In Frankfurt-Unterlindau entstehen mehrere Bürgersonnenkraftwerke auf Wohngebäuden. Mehr als die Hälfte der Anlage war vor Weihnachten montiert.

Bau auf der Feuerwehr in Anzefahr  

Kirchhain-Anzefahr, Kreis Marburg-Biedenkopf. Das Dach der Feuerwehr wird zukünftig echten klimaneutralen Sonnenstrom produzieren

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13.09.2013

Trickserei bei der Energiewende

Energiewende? Trotz Stromüberschuss laufen die Braunkohlekraftwerke auf Hochtouren! (© Fotolia)

Beim Abbau von Braunkohle wird fruchtbares Land für die Gewinne weniger Konzerne geopfert (© Fotolia)

Der Kampf um die Zukunft des deutschen Energiemarktes läuft auf vollen Touren. Etablierte Energiekonzerne verlieren Umsätze durch die vermehrte Gewinnung erneuerbarer Energien durch private Bürger.

Die von einer großen Mehrheit der Bürger gewollte dezentrale Energiewende steht auf dem Spiel. Immer deutlicher wird, wie die Klientelpolitik der CDU und FDP dem Wandel entgegensteht. Es ist nicht mehr zu übersehen, dass die bestehende Regierungskoalition die Interessen einiger weniger Energie- und Industriekonzerne vertritt – auf Kosten der Verbraucher und zu Lasten einer klimafreundlichen Energieversorgung. Dabei wird immer der Eindruck erweckt, dass erneuerbare Energien teuer sind und wir uns eine schnelle und dezentrale Energiewende nicht leisten können.

Doch das Gegenteil ist der Fall: Wir brauchen eine schnelle und effiziente Energiewende, um Kosten zu reduzieren und teure Umwelt- und Gesundheitsschäden zu vermeiden. Doch dem stehen die Tricksereien der Regierung entgegen:

  • Anfang 2010, gleich nach dem Amtsantritt, wurde ein besonderer „Ausgleichsmechanismus“ eingeführt. Dadurch wird die vom Verbraucher zu zahlende EEG-Umlage künstlich in die Höhe getrieben. Das geht so: Je mehr erneuerbare Energie produziert wird, desto niedriger wird der Strompreis an der Strombörse, weil Sonne und Wind quasi kostenlos liefern. Der „Ausgleichsmechanismus“ sorgt aber dafür, dass der Strom für den Verbraucher nicht billiger, sondern teurer wird, weil er die EEG-Umlage paradoxerweise anhebt und die Differenz auch noch von den Unternehmen kassiert wird.

  • Damit der Strom noch teurer wird, werden immer mehr Industriebetriebe von der Zahlung der EEG-Umlage befreit – die Zeche zahlt der Bürger. Kleine und mittelständische Betriebe, die so sparsam wie möglich Strom verbrauchen, kommen nicht in den Genuss dieser Befreiung. Befreit werden nur Betriebe, die einen hohen Stromverbrauch im Verhältnis zu ihren sonstigen Betriebskosten haben. Wenn ein Betrieb befreit werden will, kann er Folgendes tun: Mehr Strom verbrauchen (das Gegenteil von Energieeffizienz) und Arbeitnehmer entlassen, die dann durch Leiharbeiter ersetzt werden, denn die Ausgaben für Leiharbeiter zählen im Gegensatz zu Arbeitnehmergehältern nicht zu den Betriebskosten.

  • Nach Fukushima 2011 beugte sich die Regierung dem Willen der Bürger und beschloss den Atomausstieg – ein vermeintlich harter Schlag für die vier großen Kraftwerksbetreiber Eon, RWE, EnBW und Vattenfall. Da jetzt immer weniger Atomstrom ins Netz kommt, dürfen die Energieriesen als Ausgleich mehr klimaschädlichen Braunkohlestrom produzieren. Damit sich das auch lohnt, hat die „Klimakanzlerin“ höchstpersönlich dafür gesorgt, dass die Zertifikate für den Emissionshandel, die die Kraftwerksbetreiber auf EU-Beschluss einkaufen müssen, schön billig bleiben. Auf EU-Ebene wollte man die Preise für die Zertifikate eigentlich anheben, weil alle wissen, dass sie zu billig sind. Die Kanzlerin hat das durch ihr Veto gestoppt.

  • Aber wohin mit dem zusätzlichen Braunkohlestrom? In Deutschland wird er nicht gebraucht, wir haben durch Wind- und Sonnenstrom mehr als genug. Vom Stromengpässen und Blackouts, die von den vier Energieriesen prophezeit wurden um die Bürger einzuschüchtern, kann keine Rede sein. Die Lösung: Netzausbau! Also werden Netze ausgebaut (mit Steuergeldern), aber nicht nur in Nord-Süd-Richtung, sondern auch nach Westen und Osten. Dadurch kann der Braunkohlestrom, der bei uns große Umweltschäden anrichtet, an unsere europäischen Nachbarn (hauptsächlich Frankreich und Polen) geliefert werden, wo er gut verkauft werden kann.

  • Weil aber der Braunkohlestrom dank der „Klimakanzlerin“ so billig produziert werden kann, werden keine Gaskraftwerke gebaut, weil sich ihr Betrieb nicht rechnet. Doch für die Energiewende brauchen wir für einige Zeit diese flexiblen und einigermaßen sauberen Gaskraftwerke, um rund um die Uhr Versorgungssicherheit zu haben – das weiß auch Frau Merkel.

Wie soll es in Deutschland mit der Energiewende, dem wichtigsten Projekt seit Bestehen der Bundesrepublik, weitergehen? Auch darauf muss ab dem 22. September eine Antwort gefunden werden.


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