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Umbau der PV-Anlagen auf der Jahrtausendhalle in Schmitten-Oberreifenberg 

Bereits im letzten Jahr hat die Eigentümergemeinschaft des Bürgersonnenkraftwerks den Umbau beschlossen. Nun soll am 01. Februar 2018 mit den Bauarbeiten begonnen werden.

Umbau auf der Kopernikusschule in Freigericht 

Auch in Freigericht wurde nach Zustimmung der Teilnehmer mit dem Umbau der Anlage auf der Kopernikusschule begonnen.

Bau auf der Adolf-Reichwein-Schule Marburg  

Die Dachsanierungsarbeiten auf der Adolf-Reichwein-Schule sind leider noch nicht abgeschlossen. Deshalb können die Solateure noch nicht mit der Montage der neuen Photovoltaikanlage beginnen

Bau auf der Unimoghalle und der Salzlagerhalle des Bauhofs Kirchhain 

Kirchhain. Der Bau auf der Unimoghalle des Bauhofs hat diese Woche begonnen. Das Gebäude ist bereits komplett eingerüstet und die Montage der Unterkonstruktion hat begonnen.

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Strompreiserhöhung trotz mehr billigem Solarstrom

06.05.2011

Strompreiserhöhung trotz mehr billigem Solarstrom

Der Solarstromanteil lag 2011 bei 3 Prozent

Keine andere erneuerbare Energie wächst beim Stromanteil so schnell wie die Sonne

Privatpersonen, wie hier bei einem Bürgersonnenkraftwerk in Hanau, ...

... engagieren sich am stärksten beim Ausbau der Erneuerbaren

Besonders mittags, wenn am meisten Strom gebraucht wird, senkt Solarstrom den Börsenstrompreis

Der Anteil des Solarstroms wächst stark, die Kosten dafür werden immer geringer

Der Ausbau der Photovoltaik führt zu immer billigerem, klimafreundlichem Strom

2011 gab es in Deutschland so viel Sonnenstrom wie noch nie, was sich kostensenkend auf den Strompreis auswirkt. Trotzdem steigen derzeit wieder die Stromendpreise für private Verbraucher. Warum?

Zum 01. März 2012 haben 91 Stromversorger ihre Preise für Haushaltsstrom erhöht, einen Monat später wollen weitere 62 nachziehen. Bereits in den Vormonaten hatten über 200 Versorger Preissteigerungen verkündet. Im Durchschnitt nehmen die Preise um rund 3,4 Prozent zu.

Einige Versorger nennen der Ausbau der erneuerbaren Energien als Begründung für die Erhöhung, obwohl die EEG-Umlage im Vergleich zu 2011 nur um 0,06 Cent je Kilowattstunde gestiegen ist, berichtet die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE). „Wenn Energieversorger die Preise aktuell anheben, lässt sich das nicht auf die erneuerbaren Energien schieben“, sagt Philipp Vohrer, Geschäftsführer der AEE. „Neben betriebswirtschaftlichen Gründen liegt es an steigenden Beschaffungskosten für fossile Energieträger und vor allem an steigenden Netznutzungsentgelten.“ Davon betroffen seien besonders Privathaushalte und der Mittelstand, die – im Gegensatz zur energieintensiven Industrie – nicht bei den Netzentgelten begünstigt sind.

Mit dem Netzentgelt wird die Nutzung des Stromnetzes abgegolten. Das Prinzip: Die Stromverbraucher, die das Netz in Anspruch nehmen, kommen für die Infrastruktur auf. Demnach müssten Verbraucher mit einem hohen Stromverbrauch mehr Netzentgelte zahlen. Dieser Grundsatz ist jedoch seit August 2011 aufgehoben. Die Stromnetzentgeltverordnung (StromNEV) regelt, dass Großstromverbraucher von der Zahlung der Netzentgelte zu einem großen Teil befreit sind. Dieses Privileg hatte die Regierung der energieintensiven Industrie im Zuge des Atomausstiegs zugebilligt, um die im internationalen Wettbewerb stehenden Unternehmen zu entlasten.

Die erneuerbaren Energien wirken auf den Strompreis an der Strombörse kostensenkend. Der Bundesverband Erneuerbare Energie hat die Entwicklung der vergangenen Monate an der Strombörse ausgewertet und kommt zu dem Schluss: Der Preis am Spotmarkt (Grundlast) lag im windreichen Dezember höchstens bei 50 Euro pro Megawattstunde und war damit rund 15 Euro günstiger als in den Vormonaten. Gesunken sind auch die Kosten für Terminkontrakte für die nächsten drei Jahre (Futures). Sie haben sich unter dem Vor-Fukushima-Niveau eingependelt.

Davon haben private Bürger allerdings kaum etwas, da die Stromversorger die gesunkenen Beschaffungskosten nur selten oder nur teilweise und zeitverzögert an ihre Kunden weitergeben. Lediglich Industrieunternehmen, die ihren Strom an der Börse kaufen und gleichzeitig über die „Besondere Ausgleichsregelung“ weitgehend von der EEG-Umlage befreit sind, würden vom günstigen Börsenstrompreis durch Erneuerbare profitieren, so die AEE.

„Die energieintensive Industrie erlebt also schon heute die Vorteile der Erneuerbaren“, sagt Vohrer. „Sie hat also einen dreifachen Nutzen: Niedrige Börsenstrompreise, kaum EEG-Umlage, kaum Netzentgelte – so langsam fehlt der Drohung von der Deindustrialisierung Deutschlands jedwede Grundlage.“

Das Jahr 2011 geht mit einem Rekord bei der Sonnenstromproduktion zu Ende. Die Photovoltaik-Anlagen in Deutschland produzierten 2011 mehr als 18 Milliarden Kilowattstunden Strom, teilte der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) zum Jahreswechsel mit. Das sind 60 Prozent mehr als im Vorjahr und entspricht in etwa dem Stromverbrauch von Thüringen, beziehungsweise einer Strommenge, mit der 5,1 Millionen Haushalte ein Jahr lang versorgt werden können. Auch die Solarwärme-Nutzung legte 2011 deutlich zu.

Seit 2007 haben sich die Preise für Photovoltaik-Anlagen mehr als halbiert, die Zuschüsse für die Solarstrom-Anlagen konnten in der gleichen Größenordnung reduziert werden. Photovoltaik wird 2013/2014 in ersten Marktsegmenten mit dem Förderniveau großer Windkraftanlagen auf dem Meer gleichziehen.

Die Fortschritte der vergangenen Jahre bei der Kostensenkung führen auch dazu, dass der weitere Ausbau der Solarenergie in Deutschland kostenseitig kaum mehr ins Gewicht fällt. Derzeit trägt Solarenergie zu rund drei Prozent zur deutschen Stromerzeugung bei. Bis 2020 kann dieser Anteil auf über zehn Prozent ausgebaut werden, politisch verlässliche Rahmenbedingungen vorausgesetzt.

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