Schnellkontakt

  Ich möchte Teilnehmer werden beim:
 
 Frau      Herr
Nachname *
Telefon
E-Mail *

  Weitere Kontaktmöglichkeiten:

   

 

Wo wünschen Sie sich eine E-Tankstelle? 

Der Verein setzt sich weiter für den Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektromobiltät ein. Um zu wissen wo eine Ladesäule Sinn macht, benötigen wir Ihre Hilfe.

Umbau der PV-Anlagen auf der Jahrtausendhalle in Schmitten-Oberreifenberg 

Bereits im letzten Jahr hat die Eigentümergemeinschaft des Bürgersonnenkraftwerks den Umbau beschlossen. Nun soll am 01. Februar 2018 mit den Bauarbeiten begonnen werden.

Umbau auf der Kopernikusschule in Freigericht 

Auch in Freigericht wurde nach Zustimmung der Teilnehmer mit dem Umbau der Anlage auf der Kopernikusschule begonnen.

Bau auf der Adolf-Reichwein-Schule Marburg  

Die Dachsanierungsarbeiten auf der Adolf-Reichwein-Schule sind leider noch nicht abgeschlossen. Deshalb können die Solateure noch nicht mit der Montage der neuen Photovoltaikanlage beginnen

Bau auf der Unimoghalle und der Salzlagerhalle des Bauhofs Kirchhain 

Kirchhain. Der Bau auf der Unimoghalle des Bauhofs hat diese Woche begonnen. Das Gebäude ist bereits komplett eingerüstet und die Montage der Unterkonstruktion hat begonnen.

Sie sind hier: Home │ Sonnenmagazin │ Artikel des Vereins │ Strompreisbremse: Die Verunsicherung hat System

20.02.2013

Strompreisbremse: Die Verunsicherung hat System

Nur nicht verunsichern lassen! Die Sonne schickt keine Rechnung.

Weniger als die Hälfte der EEG-Umlage entfällt auf die Förderung erneuerbarer Energien

Öl und Gas werden so schnell teurer wie Strom - ohne EEG-Umlage

Erneuerbare senken die Einkaufspreise. Wann werden die Verkaufspreise gesenkt?

Nichts wird schneller billiger als die Erneuerbaren

Nach wie vor möchten die Bundesbürger die Energiewende beschleunigen

Berlin. „Die Absicht ist löblich“ schreibt das Bundeswirtschaftsministerium zu Altmaiers „Strompreisbremse“ 1. Durchsetzen lässt sie sich wohl nicht, das weiß auch der Umweltminister. Fragt sich: Warum macht er all dies? Hat die Verunsicherung System?

Immer wieder konnte man es in den vergangenen Jahren sehen. Wenn im Frühjahr die Gesetzesdiskussion losgeht, wird kaum mehr gebaut. Hat man sich dann endlich geeinigt, geht der „Run“ los, egal wie hoch die Vergütungssenkung ausfällt. Der Zubaustopp resultiert aus der gesetzlichen Unsicherheit, nicht aus den neuen, angepassten Förderbedingungen.

Altmaiers Planungen im Einzelnen2:

  • Ziel: Einfrieren der EEG-Umlage bis 2014, dann max. 2,5% p.a. Steigerung.
  • Bei neuen Ökostromanlagen soll Vergütung gekappt werden, indem die Vergütungspflicht erst ein halbes Jahr später startet (außer bei PV).
  • Bestandsanlagen sollen auf gesetzlich zugesicherte Vergütungsansprüche verzichten.
  • Weniger Großbetriebe sollen von der EEG-Umlage befreit werden.
  • Wer seinen Strom selbst erzeugt soll eine Umlage zahlen.

Nach Irritationen über den unabgesprochenen Vorstoß Altmaiers innerhalb des Bundeswirtschaftsministeriums1 wurde ein gemeinsames Papier3 erstellt. Obwohl das BMWi die meisten Punkte als „nicht ausgereift“ sieht, wird fast alles in das gemeinsame Papier übernommen. Sogar der Verzicht der Bestandsanlagen auf einen Teil der vom Gesetz garantierten Vergütung („Energie-Soli“), den das BMWi als „politischen Wunsch mit wenigen Realisierungschancen“ bezeichnet, lebt im gemeinsamen Papier fort.

Da fragt man sich unwillkürlich, ob nicht die meisten Vorschläge, die sich auf rechtlich fragwürdigem Untergrund bewegen, gar nicht dazu gedacht sind, tatsächlich umgesetzt zu werden? Schließlich sieht sich die Bundesregierung bei der Durchsetzung ihrer Gesetzesvorhaben einer Bundesratsmehrheit außerhalb der Koalition gegenüber.

Altmaier und Rösler wissen also, dass ihrer „Strompreisbremse“ die Bremsbeläge fehlen. Der Trick: Die Unsicherheit um das Kommen und die Wirkung der Bremse verringert sofort die Geschwindigkeit der Energiewende. Denn: Wer fährt schon Vollgas mit defekter Bremse? Es ist also das Reden über die „Strompreisbremse“, das die Erneuerbaren ausbremst. Und gerade das haben die Erneuerbaren nicht verdient

Denn die wahren Strompreistreiber sind die fossilen Energien, deren Kosten sich in den letzten zehn Jahren verdoppelt haben. Wegen ihrer Endlichkeit kosten sie Jahr für Jahr mehr. Erneuerbare Energien kosten nur ein einziges Mal: Am Anfang, da nicht die Energie selbst bezahlt werden muss, sondern nur deren Ernte. Die Energie wird von Sonne und Wind bereitgestellt – die Sonne schickt keine Rechnung. Nach der Abschreibung der Photovoltaik- oder Windkraftanlage ist die Energie auch für den Eigentümer der Anlage kostenlos, oft noch mehrere Jahrzehnte.

Ein anderer Strompreistreiber ist die merkwürdige „Mathematik“ der Energieversorger. Sie haben immer noch nicht erklärt, warum bei einer Halbierung ihrer Einkaufspreise an der Börse die Verkaufspreise verdoppelt werden müssen?

Bürgerinnen und Bürger sollten sich nicht ins Bockshorn jagen lassen. Die Vorhaben von Altmaier sind so nicht durchsetzbar und sollen nur verunsichern. Wer seine Photovoltaikanlage betreiben will, sollte das gerade jetzt angehen. Denn hier und heute sind die gesetzlichen Regelungen klar und deutlich und können nicht im Nachhinein geändert werden (Vertrauensschutz im Grundgesetz).

Auch Arbeitgeber und Gewerkschaften kritisieren in seltener Einmütigkeit laut Reuters die Strompreisbremse. Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, Ulrich Grillo, bewertete die Vorschläge am Sonntag, 17.2., im Deutschlandfunk als Stückwerk. Die Vorschläge der Bundesregierung zur Strompreisbremse seien ein politischer Schnellschuss, der auf den Bundestagswahlkampf abziele, kritisierte IG-BCE-Chef Michael Vassiliadis in Haltern.

http://de.reuters.com/article/dome


1)  BMWi, internes Papier, 28.1.2013: Erste Bewertung der Vorschläge BM Altmaier zur kurzfristigen EEG-„Strompreis-Sicherung“, Hervorhebung durch Autor
2)  Altmaier, 28.1.2013
3)  Papier von BMU und BMWi

zum Seitenanfang