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Umbau der PV-Anlagen auf der Jahrtausendhalle in Schmitten-Oberreifenberg 

Bereits im letzten Jahr hat die Eigentümergemeinschaft des Bürgersonnenkraftwerks den Umbau beschlossen. Nun soll am 01. Februar 2018 mit den Bauarbeiten begonnen werden.

Umbau auf der Kopernikusschule in Freigericht 

Auch in Freigericht wurde nach Zustimmung der Teilnehmer mit dem Umbau der Anlage auf der Kopernikusschule begonnen.

Bau auf der Adolf-Reichwein-Schule Marburg  

Die Dachsanierungsarbeiten auf der Adolf-Reichwein-Schule sind leider noch nicht abgeschlossen. Deshalb können die Solateure noch nicht mit der Montage der neuen Photovoltaikanlage beginnen

Bau auf der Unimoghalle und der Salzlagerhalle des Bauhofs Kirchhain 

Kirchhain. Der Bau auf der Unimoghalle des Bauhofs hat diese Woche begonnen. Das Gebäude ist bereits komplett eingerüstet und die Montage der Unterkonstruktion hat begonnen.

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Sonnennutzung in der Modellregion ist vorbildlich

Prognose des Vereins aus dem Jahr 2006 zur Entwicklung der Photovoltaik bis 2010

Prognose des Vereins aus dem Jahr 2006 zur Entwicklung der Solarthermie bis 2010

Zubau von PV-Anlagen in den Gemeinden des Kreises im Jahr 2010. Erfreulich ist, dass das Solarfiber jetzt auch den Ostkreis (Stadtallendorf, Kirchhain) angesteckt hat.

Zubau von PV-Anlagen in den Gemeinden des Kreises im Jahr 2010 in Watt pro Einwohner

Eine 200 Meter durchmessende Sonne in einem Rapsfeld war der Beitrag des Vereins zur Woche der Sonne 2010

Eine der Aktionen des Vereins in 2010 war die Vorbereitung einer Exkursion ins österreichische Güssing für Entscheider aus dem Landkreis

Marburg-Biedenkopf. Immer mehr Menschen nehmen die Energieerzeugung mit der Kraft der Sonne in die eigenen Hände. Der Verein Sonneninitiative zieht Bilanz des abgelaufenen Sonnenjahres 2010 im Landkreis Marburg-Biedenkopf und nutzt die Gelegenheit, diese der Prognose des Vereins von 2006 gegenüberzustellen.

Mit der „Cölber Erklärung“ schmiedete der Verein im Kreis schon 2005 das erste Klimabündnis aus Politik, Bürgern und Wirtschaft (>>mehr). Kurze Zeit später legte er eine Prognose vor, wie sich der Aufbau der Solarenergie im Kreisgebiet entwickeln würde. Ergebnis: Die Photovoltaik hat die damals kühnen Erwartungen sogar noch übertroffen, bei der Wärmenutzung mittels Solarthermie ist noch etwas Luft zur Prognose. Beim Ziel des Landkreises, bis 2040 alle Energie aus erneuerbaren Quellen zu erzeugen, ist die Sonne genau auf Kurs.

 

Photovoltaik: Riesige Potenziale werden genutzt

Im Landkreis Marburg-Biedenkopf bauten die Menschen im abgelaufenen Jahr 850 neue Photovoltaikanlagen*. Dies sind etwa doppelt so viele Anlagen wie im Vorjahr (420). Die neu hinzugekommene Leistung steigerte sich um fast das 2,5-fache, nämlich von 6,5 auf 16 Megawatt. Damit werden jetzt insgesamt bis zu 39 Megawatt Photovoltaikstrom in das Stromnetz im Kreis eingespeist, was 30.000 Tonnen CO2 einspart. Den Menschen, die auf den Strom von der Sonne setzten, war die Investition in eine klimafreundliche Energiewende im Kreisgebiet im letzten Jahr 50 Millionen Euro wert, von denen ein guter Teil der heimischen Wirtschaft zu Gute kam.

Interessant ist für den Verein besonders der Vergleich mit der eigenen im Sommer 2006 entwickelten Prognose bis 2010 (s. Grafik). Hier ging es nämlich darum, einen möglichen Weg zur 100-Prozent-Versorgung mit erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2040 aufzuzeigen. Die Frage: Sind wir auf Zielkurs?

In der Prognose hielt der Verein, naturgemäß in Sachen Sonne optimistisch eingestellt, eine installierte Gesamtleistung von 30 Megawatt für realistisch. Die Bürger wollten jedoch noch mehr und installierten mit 39 Megawatt leistenden Sonnenkraftwerken 30 Prozent mehr als geschätzt. So reicht der Strom von der Sonne in Marburg-Biedenkopf schon jetzt für den privaten Bedarf von 10.000 Haushalten mit insgesamt 30.000 Menschen. Mit einer Anlagendichte von 156 Watt/Einwohner liegt der Kreis damit in Hessen ganz weit vorne.

 

Solarthermie: Stop-and-Go-Förderung hat Wachstum ausgebremst

Mit rund 140 Anlagen* zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung bleibt die Entwicklung der Solarthermie in 2010 im Kreis Marburg-Biedenkopf deutlich hinter ihren Möglichkeiten zurück. Im Jahr 2009 waren es nach endgültigen Zahlen noch 313 Anlagen.

Schuld daran ist neben dem moderaten Heizölpreis die Stop-and-Go-Förderpolitik. So war die Förderung zunächst Anfang des Jahres gekürzt worden, dann hatte der Bundesfinanzminister das Marktanreizprogram (MAP) gestoppt, um Geld zu sparen. Erst Mitte des Jahres ging es wieder los. Am Ende sind erhebliche Mittel im MAP verblieben, d.h. die Förderungen wurden von den Bürgern nicht in Anspruch genommen. Wer kann denn auch seriös planen, wenn er nicht weiß, ob er überhaupt eine Förderung bekommt?

Im Landkreis gab es Ende 2010 knapp 4.000 thermische Solaranlagen. Rund 1,65 Millionen Liter Heizöl im Wert von ca. 1,1 Millionen Euro konnten die Solarheizer in diesem Jahr einsparen und unser Klima dabei von 8.300 Tonnen Kohlendioxid entlasten.

Seit 2006 hat sich die Nutzung der Solarwärme im Kreis mehr als verdoppelt. Mit 32.000 Quadratmetern installierter Kollektorfläche liegt sie etwa 25 Prozent unter der Prognose des Vereins von 42.000 Quadratmetern.

 

Fazit: 1.000-fach Sonne

Rund 1.000 Solaranlagen zur Wärme und Stromproduktion haben die Bürger des Landkreises Marburg-Biedenkopf im vergangenen Jahr gebaut, 23 Prozent mehr als 2009. Durch die kostenlose und klimafreundliche Energie der Sonne konnten sie in diesem Jahr 38.000 Tonnen Kohlendioxid einsparen. Der CO2-Fußabdruck für jeden der 250.000 Bewohner des Kreises verringert sich dadurch um über 150 Kilogramm.

 

Wir sind auf dem Weg zu 100 Prozent

Abschließend lässt sich sagen: Dadurch, dass der Verein die Photovoltaik etwas unterschätzte, die Solarthermie überschätzt hat, liegt die Solarenergienutzung im Mittel sehr gut auf Zielkurs. Sie wird ihren Anteil an 100 Prozent erneuerbaren Energien im Kreisgebiet bis 2040 locker bringen können.

Es zeigt sich, dass das ständige Werben des Vereins für die Sonnenenergie - auf Messen, Infotagen und bei Aktionen zur „Woche der Sonne“, durch die Dachbörse Marburg-Biedenkopf sowie die tatkräftige Mitarbeit in Arbeits- und Agendagruppen und Klimaschutzprozessen auf Kreis-, Städte- und Gemeindeebene - Früchte trägt. Die Aktiven, die sich in der Cölber Erklärung erstmals zusammengeschlossen hatten, haben inzwischen vielfältige Aktivitäten entwickelt, die den Landkreis Marburg-Biedenkopf auf den Weg zu einer echten „Sonnenregion“ gebracht haben.

 

*) Vorläufige Zahlen. Die Zahlen der BAFA und der Bundesnetzagentur reichen nur bis Oktober/November 2010. Die Gesamtwerte für 2010 hat der Verein durch auf Erfahrung basierenden Schätzungen der fehlenden Zeiträume ergänzt.

 

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