Der Sommer war regnerisch und sonnenarm, aber die üppige Frühlingssonne bescheerte den Besitzern von PV-Anlagen ein schönes Ertragsergebnis für das Jahr 2011.
Natürlich liefern Photovoltaikanlagen auch bei bewölktem Himmel noch Strom, wie so oft in diesem Sommer. Doch ist der Himmel wolkenlos, laufen die Solarmodule zur Höchstform auf. Das war in diesem Frühjahr der Fall.
Seit Beginn der Wetteraufzeichnungen des Deutschen Wetterdienstes war der Frühling 2011 der sonnenreichste in Deutschland. Allein in Hessen betrug die Sonnenscheindauer 734 Stunden, das sind 64 Prozent mehr als der Durchschnitt von 452 Stunden.
Die Bürgersonnenkraftwerke des Vereins brachten vom Januar bis Mai 2011 im Durchschnitt 405 kWh pro kWp, im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es nur 312 kWh pro kWp. Das ist ein Mehrertrag in diesem Frühjahr von 30 Prozent.
Die Sonnenstunden, die nötig sind um eine Photovoltaikanlage rentabel zu betreiben, sind für dieses Jahr also schon geschafft, dem Frühling sei Dank. Jeder weitere sonnige Tag ist also ein Geschenk für die Besitzer einer PV-Anlage, jede Minute Sonnenschein können sie jetzt doppelt genießen.
Und selbst im Winter, wenn die Intensität des Sonnenscheins nachlässt, wird Sonnenstrom produziert. Der Wirkungsgrad von Solarmodulen nimmt nämlich zu, wenn die Temperatur sinkt. An einem kalten, sonnigen Wintertag laufen die Module also wieder zur Höchstform auf und bringen ihren Eigentümern große Freude und gute Erträge. Nur wenn Schnee auf den Solarmodulen liegt, wie im ungewöhnlich schneereichen Dezember 2010, wird kein Sonnenstrom geerntet.