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Bau auf der Markthalle Kirchhain 

Kirchhain. Nachdem in den Ortsteilen Kleinseelheim, Niederwald, Schönbach, Emsdorf und Anzefahr bereits Bürgersonnenkraftwerke entstanden sind, geht es jetzt auch direkt in der Kernstadt Kirchhains los.

Bau auf dem Niederwälder Kindergarten Bärenhöhle 

Kirchhain-Niederwald. Unter den staunenden Augen der Kindergartenkinder wurden alle Module sicher auf dem Dach verschraubt. Ebenso wie auf dem Dorfgemeinschaftshaus wird in den nächsten Tagen mit den Elektroarbeiten im Haus begonnen.

Bau auf dem Dorfgemeinschaftshaus in Kleinseelheim 

Kirchhain-Kleinseelheim. Die Bauarbeiten auf dem Kleinseelheimer Dorfgemeinschaftshaus haben diese Woche begonnen. In den letzten Tagen konnte die Unterkonstruktion für die Solarmodule bereits fertig montiert werden.

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Selbstversorgung aus Sonnenlicht

10.03.2015

Solarer Eigenverbrauch rechnet sich

Die Fraport Arena (ehemals Ballsporthalle) ist Austragungsort zahlreicher auch internationaler Großveranstaltungen.

Das Bürgersonnenkraftwerk bedeckt etwa die Hälfte der Dachfläche, mehr war aus statischen Gründen nicht möglich.

Der Anteil des Sonnenstroms, der direkt im Gebäude verbraucht wird, liegt bei der Fraport Arena über das Jahr bei fast 50%. Nur im Hochsommer bleibt einige Energie für das Stromnetz übrig.

Große Teile der Energie für Klima und Beleuchtung liefert die Photovoltaikanlage.

Vergleich einer Anlage, die in Ost-West-Richtung aufgebaut wurde, mit einer reinen Südanlage. Die Südanlage erziehlt zwar mehr Gesamtertrag, allerdings am Mittag, wenn alle Sonnenstrom einspeisen. In den sonnenkritischen Zeiten, morgens von 6 bis 10 Uhr und nachmittags zwischen 17 und 22 Uhr, liefert die Ost-West-Ausrichtung deutlich bessere Ergebnisse.

Last- und Erzeugungsgang bei einer Schule. Nur Mittags bleibt bei Sonnenschein Energie für das Netz übrig. In allen anderen Zeiten nimmt die Schule direkt den Sonnenstrom entgegen.

Frankfurt. Die Erzeugung von Sonnenstrom auf Dachflächen rechnet sich nicht nur für das Klima. Besonders bei Gebäuden, in denen viel Strom gebraucht wird, ist sie auch eine prima Geschäftsidee. Das Bürgersonnenkraftwerk Fraport Arena des Vereins Sonneninitiative beweist es.

Das Dach der Fraport-Arena (ehemals Ballsporthalle) in Höchst ist im Sommer 2013 mit einem Bürgersonnenkraftwerk ausgestattet worden. Seit 27. August 2013 produziert die Photovoltaikanlage Sonnenstrom, der vorrangig im Gebäude selbst verbraucht wird. Nur die im Augenblick der Erzeugung nicht benötigte Energie wird in das Netz eingespeist. Das lohnt sich für den Betreiber des Gebäudes, das Sportamt der Stadt, und für die zwanzig Eigentümer der Anlage.

Größere Photovoltaikanlagen können heute Strom für etwa 10 bis 12 Cent pro Kilowattstunde (kWh) erzeugen. Die meisten kleinen und mittelständischen Firmen und auch Verwaltungen zahlen deutlich mehr, nämlich über 20 bis 22 Cent netto pro kWh für Strom aus dem Netz. Jede zeitgleich erzeugte und verbrauchte Kilowattstunde Strom erspart also rund 10 Cent.

Gerade bei Firmen und Verwaltungen wird, wie auch bei der Fraport Arena, tagsüber viel Energie benötigt. Ideal für einen hohen Anteil direkt im Gebäude verbrauchten Sonnenstroms. Im Jahresdurchschnitt werden von den maximal 194 Kilowatt, die die Anlage bei Sonnenschein produziert, 46 Prozent direkt im Gebäude verbraucht. Im Winter, wenn die Sonne nicht so viel leistet, werden fast hundert Prozent des Sonnenstroms direkt von den Eigentümern der Anlage an die Fraport Arena verkauft.

Für Betreiber solcher Anlagen auf Geschäfts-, Handels- oder Produktionsgebäuden summiert sich die Kosteneinsparung schnell auf über 10.000 Euro pro Jahr. Sie wird um so höher, je besser die Verbrauchs- und Erzeugungszeiten zueinander passen. Speziell bei großen Gebäuden, die im Sommer viel Energie zum Klimatisieren benötigen, oder bei Firmen, die tagsüber arbeiten, ist dies der Fall.

Noch besser schneiden Photovoltaikanlagen mit Ost-West-Ausrichtung ab. Dadurch, dass solche Anlagen morgens früher starten und abends länger arbeiten, verteilt sich die Tagesenergie gleichmäßiger. Dies führt regelmäßig zu noch höheren Eigenverbrauchsanteilen.

Für Firmen und Verwaltungen, die nicht selbst in ein solches Dach-Kraftwerk investieren möchten, bietet der Verein Sonneninitiative interessante Betreiberkonzepte, sog. Mitarbeiter- oder Bürgersonnenkraftwerke, bei denen die Ersparnis zwischen Gebäudenutzer und Eigentümern der Photovoltaikanlage aufgeteilt wird. Ein echter Gewinn für alle drei: den Unternehmer, den Bürger und das Klima.

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