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Bau auf der Markthalle Kirchhain 

Kirchhain. Nachdem in den Ortsteilen Kleinseelheim, Niederwald, Schönbach, Emsdorf und Anzefahr bereits Bürgersonnenkraftwerke entstanden sind, geht es jetzt auch direkt in der Kernstadt Kirchhains los.

Bau auf dem Niederwälder Kindergarten Bärenhöhle 

Kirchhain-Niederwald. Unter den staunenden Augen der Kindergartenkinder wurden alle Module sicher auf dem Dach verschraubt. Ebenso wie auf dem Dorfgemeinschaftshaus wird in den nächsten Tagen mit den Elektroarbeiten im Haus begonnen.

Bau auf dem Dorfgemeinschaftshaus in Kleinseelheim 

Kirchhain-Kleinseelheim. Die Bauarbeiten auf dem Kleinseelheimer Dorfgemeinschaftshaus haben diese Woche begonnen. In den letzten Tagen konnte die Unterkonstruktion für die Solarmodule bereits fertig montiert werden.

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Jahresrückblick des Vereins

14.01.2015

So war 2014 für die Sonneninitiative

An dieser Stelle wollen wir wie jedes Jahr kurz Resümee ziehen. Wie war das vergangene Jahr? Welche „Highlights“ brachten die vergangenen 365 Tage? Welche Ziele wurden 2014 erreicht, welche Projekte angegangen?

Einer der Highlights 2014: Der Deutsche Solarpreis für die Sonneninitiative

Das neue EEG 2014

Paragraphen werden leider immer mehr zur Beschäftigung des Vereins

Vorweggenommen: 2014 war ein überaus ereignisreiches Jahr. Einiges konnte vorhergesehen werden, Einiges hat uns überrascht. Vorhersehbar war zum Beispiel die Erneuerung des EEG. Sie brachte neben viel Arbeit zum Nachvollziehen und zur Interpretation des Gemeinten – unter anderem waren wir zweimal in Berlin – die überraschende Erkenntnis:

Alles bleibt zunächst wie es ist, vieles was im EEG 2012/II geändert wurde, wurde wieder rückgängig gemacht. Z.B. die Regelung zur zwangsweisen Direktvermarkung von 10% des Jahresertrags. Eine Herausforderung wird 2016, dann können nur noch Anlagen kleiner als 100 kWp über das EEG abgerechnet werden.

Doch in der Direktvermarktung und beim Verkauf vor Ort liegt die Zukunft. Nicht nur für die Anlagen größer 100 kWp ab 2016. Nein, auch bei Anlagen, die schon bald aus der EEG-Vergütung herausfallen, oder wenn man per Direktverkauf höhere Erlöse erzielt. Ziel des Vereins ist ein eigenes Sonnenstrom-Angebot, über das jeder Teilnehmer den Sonnenstrom seines Bürgersonnenkraftwerks auch selbst nutzen kann. Mal sehen, was 2015 bringt ...

Branche schwächelt, Verein behält Schlagzahl bei

Einweihung beim Schützenhaus in Sulzbach

2014 war kein gutes Jahr für die Photovoltaik in Deutschland. Das war vorauszusehen. Die Installationszahlen für neue PV-Anlagen sind noch einmal von 3.310 Megawatt peak [MWp] in 2013 um 59% Prozent auf 1.952 MWp in 2014 zurückgegangen, und das, obwohl schon im Vorjahr nur 44% der 2012 installieren 7.609 MWp erreicht wurden.

Entgegen dem Trend, dem zahlreiche bekannte Solarunternehmen zum Opfer gefallen waren, konnte der Verein seine Schlagzahl beibehalten. Es konnten so viele Bürgersonnenkraftwerke umgesetzt werden wie in den letzten Jahren.

Im Gegenteil: Zahlreiche Anfragen aus neuen Kommunen und Städten zeigen ein gesteigertes Interesse der Politik, viele neue Teilnehmer aus der gesamten Bundesrepublik zeigen, dass sich die erfolgreiche Arbeit des Vereins offenbar herumspricht. Neue Konzepte, wie der Verein auch überregional tätig werden kann, werden zur Zeit erarbeitet. Erstes Zielgebiet dabei ist das Frankenland im sonnigen Nordbayern.

Damit bestätigt sich das Konzept, durch Bürgersonnenkraftwerke jeder Bürgerin und jedem Bürger die Produktion von Sonnenstrom zu ermöglichen, und gleichzeitig die Energiewende vor Ort mit einem solchen Projekt auf die Sprünge zu helfen.

Umrüstung abgeschlossen

Thomas Koch kann sich jetzt wieder ganz seiner Leidenschaft widmen: Datenlogger und Ertragsoptimierung

Eine besondere Erfolgsmeldung gibt es bezüglich der staatlich verordneten Nachrüstung der Altanlagen wegen des 50,2-Hertz-Problems und der Teilnahme am Einspeisemanagement. Bei allen Anlagen des Vereins konnten die gesetzlichen Vorgaben fristgerecht umgesetzt werden. Eine Menge Arbeit für Solartechniker Thomas Koch, der froh darüber ist, dieses Mammutprojekt abgeschlossen zu haben. Jetzt kann er sich wieder ganz seiner Leidenschaft hingeben: der Optimierung der Anlagenerträge.

Brand in Frankfurt

Feuer auf dem Dach der Stadtwerke Holding (© Mitarbeiteter der Stadtwerke Frankfurt am Main Holding GmbH)

Ein unvorhergesehenes und überraschendes Ereignis hat uns im Juni beschäftigt: Ein Feuer beim Bürgersonnenkraftwerk Stadtwerke Holding mitten in der Frankfurter City. Die Erfahrung dabei: Von wegen die Feuerwehr löscht nicht! Von der erstmaligen Sichtung durch Nachbarn am 23. Juli 2014 um 11:12 Uhr bis zur Information der Wehr, Ausrücken, Eintreffen und dem vollständigen Löschen um 11:35 Uhr war alles in 20 Minuten über die Bühne.

Die Profis von der Feuerwehr wissen also längst, was bei den äußerst seltenen Bränden von Photovoltaikanlagen zu tun ist. Mitentscheidend dafür ist auch eine gute Dokumentation der Anlage und aller technischer Komponenten, damit die passenden Schalter schnell gefunden werden können. Die Arbeiten zur Reparatur, der Abwicklung mit der Versicherung und der Wiederinbetriebsetzung waren im Nachhinein weitaus zeitaufwändiger.

Deutscher Solarpreis

Gerne nimmt Christian Quast den Deutschen Solarpreis stellvertretend für alle Aktiven des Vereins entgegen.

Irgendwie erwartet aber dennoch überraschend war der Anruf von Eurosolar im Juli 2014: Der Verein soll den Deutschen Solarpreis für die Errichtung zahlreicher Bürgersolaranlagen erhalten. Die Auszeichnung wurde dann auch dankend im Oktober in Witten an der Ruhr von Irm Scheer-Pontenagel, der Witwe Hermann Scheers, in Empfang genommen.

Neue Verwaltungssoftware

Startseite des sonnen.systems. Läuft natürlich im Browser, von jedem Ort der Welt aus. Die Daten liegen gesichert im Büro des Vereins.

Nach zweieinhalb Jahren Entwicklung ist unsere neue Verwaltungs- und Abrechnungssoftware „sonnen.system“ seit Anfang 2014 in Betrieb. Lange hatte der Verein nach einer passenden Softwarelösung gesucht, leider ohne Erfolg. Eine Software zur Verwaltung von Bürgersonnenkraftwerken gab es nicht.

Seit 2011 wird deshalb durch ein kleines freiberufliches Team im Auftrag des Vereins an einer eigenen Lösung gearbeitet. Erstes Teilziel war die Abrechnung und Überweisung bei allen Bürgersonnenkraftwerken. Dies funktioniert seit Anfang 2014 gut, auch wenn hier ständig neue Ideen einfließen und das System immer weiterentwickelt wird. In diesem Frühjahr wird dann auch die Abrechnung der Betriebskosten funktionieren.

Mehr zur neuen Verwaltungssoftware

Erfahrungen mit dem Direktverkauf

Unter anderem die Fraport Arena in Frankfurt wird großteils mit Strom vom eigenen Dach versorgt. Der Verein und die Stromkäufer machen ihre ersten Erfahrungen mit der tatsächlichen Abwicklung.

Das Jahr 2014 brachte dem Verein die ersten Erfahrungen mit dem Direktverkauf des Sonnenstroms. Durch das inzwischen geänderte EEG 2012 war es nötig und wirtschaftlich günstig einen Teil des Stroms direkt vor Ort zu verkauften. Nach vielen Monaten Arbeit am Vertragsentwurf konnten die ersten Verträge geschlossen werden.

Doch der Alltag brachte weitere, teils recht profane Hürden. Beispielsweise fehlt in der Software zum Verwalten von Kommunen ein zweites Adressfeld für einen zweiten Stromversorger. Das stellt die auszahlende Verwaltung vor Probleme. Oder: Bei den teils 6-stelligen Kosten für den Strom bei Gewerbebetrieben muss erstmal die Jahresabrechnung des alten Stromversorgers eingehen, um aus den Rückzahlungen den schon verbrauchten Sonnenstrom zu bezahlen.

Solche Dinge werden sich einschleifen, obwohl der Verein einen recht hohen administrativen Aufwand damit hat. Um so ärgerlicher, dass der Direktverkauf vor Ort mit dem neuen EEG 2014 nicht gerade attraktiver geworden ist. Im vergangenen August ist nämlich das Grünstromprivileg auch für Altanlagen abgeschafft worden, im Ergebnis wird der vor Ort verkaufte Strom um 2 ct/kWh teurer.

Doch eines ist sicher: Künftig wird die Direktvermarktung eine immer größere Rolle spielen, wenn der Strom vor Ort verkauft wird oder per Direktvermarktung an interessierte Sonnenstromverbraucher geht. Hier wünscht sich der Verein etwas für das neue Jahr: Ein eigenes Sonnenstromangebot, damit die Eigentümerinnen und Eigentümer bei den Bürgersonnenkraftwerken ihren selbst erzeugten Ökostrom auch Zuhause nutzen können. Mal sehen, was 2015 so alles bringt ...

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