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Eppstein-Ehlhalten Feuerwehr 

Auf das Dach der Freiwilligen Feuerwehr in Eppstein-Ehlhalten wurde ein Bürgersonnenkraftwerk gebaut. Noch vor April 2012 war die Betriebsbereitschaft hergestellt.

Weilburg Hessentagshalle 

Die Hessentagshalle in Weilburg wird von Schulen und Vereinen für Sportveranstaltungen genutzt. Seit Frühjahr 2012 wird auch das Dach genutzt - zur Sonnenstromernte mit einem Bürgersonnenkraftwerk.

Solms-Oberbiel Feuerwehr 

Die Mehrzweckhalle in Solms-Oberbiel hat ein zweites Bürgersonnenkraftwerk bekommen, auf dem Gebäudeteil der Feuerwehr. Noch im März 2012 wurde es betriebsbereit.

Dreieich Deponie Buchschlag 

Südlich von Frankfurt, bei Dreieich im Landkreis Offenbach, liegt das Gelände der ehemaligen Hausmülldeponie Buchschlag. Ein ideales Gelände für den Bau von Photovoltaikanlagen - Hessens größter Solarpark ist hier entstanden. Nur noch wenige Tage besteht die Möglichkeit der Teilnahme an diesem Projekt.

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Rechenbeispiel für PV-Einsteiger

Familie Mustermann verdient mit Photovoltaik

Immer mehr Bürger wollen Sonnenstrom produzieren

PV-Anlagen werden immer günstiger

Der Strompreis wird wohl auch in Zukunft weiter steigen

Vom steigenden Strompreis können PV-Stromproduzenten profitieren

Das Bürgersonnenkraftwerk: Ökostrom produzieren ohne eigenes Dach

Photovoltaikanlagen schützen Klima und Umwelt und machen uns unabhängiger von teuren Rohstoffimporten. So weit, so gut. Aber lohnt sich die Investition in Photovoltaik auch finanziell für die Eigentümer von PV-Anlagen? Dazu ein fiktives Beispiel auf Grundlage der Daten des Jahres 2011.

Familie Mustermann wohnt zur Miete, hat 7.000 Euro gespart und will dieses Geld sinnvoll investieren. Es soll sich finanziell lohnen und auch für Söhnchen Max Sinn machen – es soll also nachhaltig sein.

Familie Mustermann misstraut seit der Finanzkrise irgendwelchen Geldanlagen. Die Mustermanns wollen in Photovoltaik investieren, was, ohne eigenes Dach, bei einem Bürgersonnenkraftwerk auf einem fremden Dach möglich ist. Damit werden sie selbst Stromproduzent und die Nachhaltigkeit für Max ist gesichert.

Herr Mustermann rechnet durch: Drei PV-Anlagen von je 1 Kilowatt Spitzenleistung (kWp) erfordern eine Investition von rund 6.600 Euro. Hinzu kommt die Dachmiete für 20 Jahre von etwa 100 Euro pro kWp – insgesamt 6.900 Euro. Von einem Freund, der selbst Teilnehmer bei einem Bürgersonnenkraftwerk ist, weiß Herr Mustermann, dass dort in den letzten Jahren 900 bis 980 Kilowattstunden (kWh) Sonnenstrom pro Jahr und kWp geerntet wurden, im Durchschnitt also 940 kWh.

Die Mustermanns rechnen weiter: Sie bekommen pro kWh vom Energieversorger eine Einspeisevergütung von 28,74 Cent. Bei den etwa 2820 kWh der drei Anlagen rechnen sie also jedes Jahr mit einem Erlös von rund 810 Euro. Abzüglich der Betriebskosten von 40 Euro pro kWp macht das 690 Euro pro Jahr. Damit hätten sich die drei PV-Anlagen der Mustermanns nach zehn Jahren amortisiert, in den zehn Jahren danach könnten sie 6.900 Euro Gewinn machen, wenn die Sonne weiterhin scheint.

Natürlich gehen die Mustermanns davon aus, dass ihre PV-Anlagen keine größeren technischen Schäden haben werden. Sie wissen, dass bei Bürgersonnenkraftwerken nur qualitativ hochwertige Anlagen zum Einsatz kommen und in den Betriebskosten die Kosten für Wartung, Versicherung und eine Rücklage für kleinere technische Schäden schon enthalten sind.

Herr Mustermann ahnt, dass es nach zwanzig Jahren erst richtig interessant wird. Er rechnet damit, dass die Sonne weiter scheint, die PV-Anlagen eine Lebensdauer von vierzig Jahren erreichen und sich der Strompreis weiter so entwickelt, wie er es in den vergangenen Jahren getan hat. Bei einer jährlichen Steigerung von 6 Prozent würde eine Kilowattstunde Strom in zwanzig Jahren rund 80 Cent kosten, mit steigender Tendenz.

Niemand weiß, wie sich die Inflation in den nächsten Jahrzehnten entwickeln wird. Doch sie kann für die Mustermanns höchstens Auswirkungen auf die sowieso schon geringen Betriebskosten haben. Denn Photovoltaikanlagen selbst haben sozusagen einen Inflationsschutz: Strom ist so wichtig, dass er immer wertvoll sein wird, steigt also die Inflation, steigt auch der Strompreis.

Nach den ersten zwanzig Jahren der garantierten Einspeisevergütung will vielleicht der Dachvermieter die PV-Anlagen der Mustermanns kaufen. Er würde natürlich lieber den kostenlos gelieferten Sonnenstrom von seinem Dach verbrauchen, als teuren Netzstrom zu bezahlen. Den Ertragswert seiner PV-Anlagen nach den ersten zwanzig Jahren schätzt Herr Mustermann auf etwa 42.000 Euro. Das ist der Betrag, den seine Anlagen bei einem Strompreis von 80 Cent/kWh und abzüglich der Betriebskosten wahrscheinlich noch erwirtschaften werden. Er freut sich jetzt schon auf das Angebot des Dachvermieters.

Es kann aber auch der Dachmietvertrag verlängert werden, dann können die Mustermanns nochmal etwa zwanzig Jahre Sonnenstrom ernten – so lange ihre Anlagen Strom produzieren können. Den Strom können sie zu den dann gültigen marktüblichen Preisen verkaufen. Vorsichtig geschätzt kommen Mustermanns dabei auf 2.100 Euro jährlich.

Die Rechnung der Mustermanns läuft auf einen Gesamtgewinn von 48.900 Euro hinaus. Und was in dieser Rechnung nicht steht, sind die 90 Tonnen des Klimakillers Kohlendioxid, die sie mit ihren drei Photovoltaikanlagen der Atmosphäre ersparen. Söhnchen Max jedenfalls wird sich in vierzig Jahren über die saubere Luft freuen, zu der die Photovoltaikanlagen seiner Eltern einen Teil beigetragen haben.

 

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