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Eppstein-Ehlhalten Feuerwehr 

Auf das Dach der Freiwilligen Feuerwehr in Eppstein-Ehlhalten wurde ein Bürgersonnenkraftwerk gebaut. Noch vor April 2012 war die Betriebsbereitschaft hergestellt.

Weilburg Hessentagshalle 

Die Hessentagshalle in Weilburg wird von Schulen und Vereinen für Sportveranstaltungen genutzt. Seit Frühjahr 2012 wird auch das Dach genutzt - zur Sonnenstromernte mit einem Bürgersonnenkraftwerk.

Solms-Oberbiel Feuerwehr 

Die Mehrzweckhalle in Solms-Oberbiel hat ein zweites Bürgersonnenkraftwerk bekommen, auf dem Gebäudeteil der Feuerwehr. Noch im März 2012 wurde es betriebsbereit.

Dreieich Deponie Buchschlag 

Südlich von Frankfurt, bei Dreieich im Landkreis Offenbach, liegt das Gelände der ehemaligen Hausmülldeponie Buchschlag. Ein ideales Gelände für den Bau von Photovoltaikanlagen - Hessens größter Solarpark ist hier entstanden. Nur noch wenige Tage besteht die Möglichkeit der Teilnahme an diesem Projekt.

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Nachhaltigkeit heißt Bürgersonnenkraftwerk

In Bürgersonnenkraftwerken sind nur deutsche Module zu finden

Manche Hersteller verwenden schon Anschlussdosen aus Metall statt aus Plastik - soll schließlich 40 Jahre halten

Der Kreuzverbund aus zwei Lagen ist bei der Unterkonstruktion beim Verein Standard

Qualität bei der Ausführung der Elektrik hat man vor sich, wenn man keine Kabel sieht

Das Einzige was herunterhängt sind die Bändchen der Sicherungsplomben

Manchmal benötigen die Wechselrichter ein eigenes „Häuschen“

Professionelle Wechselrichtermontage während ...

... und nach dem Bau

„Made in Germany“ ist für den Verein ein Grundsatz

Was heißt Nachhaltigkeit auf Hessisch?“ ist der Verein am 1. Hessischen Tag der Nachhaltigkeit vom Umweltministerium gefragt worden. „Bürgersonnenkraftwerk“ war die spontane Antwort. Warum diese Antwort so richtig ist, lesen Sie hier.

Wer kennt das nicht? Als vermeintliches Schnäppchen hat man eine Sporttasche, einen Akkuschrauber oder ein Küchengerät gekauft. Richtig günstig, Made in China, Singapore oder sonst wo. Doch schon nach kurzer Zeit geht der Reißverschluss, der Akku oder ein Plastikteil kapput. Macht nix, war ja so günstig. Da kauft man rasch ein neues. Doch wie sieht die Bilanz nach ein paar Jahren aus? Da hätte man doch lieber gleich was Vernünftiges gekauft. Hätte viel Ärger und Material gespart. Nachhaltigkeit [1] geht eben nicht ohne Qualität.

Nachhaltig bedeutet Qualität

Bei Photovoltaikanlagen ist das nicht anders, nur etwas langfristiger. In der Praxis macht es eben doch einen Unterschied, ob die Anlage zwanzig oder vierzig Jahre Strom produziert, ob es 850 oder 950 kWh/kWp pro Jahr sind. Qualität hat auch bei der Photovoltaik ihren Preis. Ob das die dickeren Kabel, die aufwändige aber stabile Unterkonstruktion, eine Wechselrichterauslegung mit einhundert statt achtzig Prozent der Modulleistung oder einfach deutsche Qualitätsmodule sind.

Nachhaltigkeit fängt bei der Produktion an

Nachhaltigkeit fängt schon bei der Produktion an. Obwohl moderne Dünnschicht- oder kristalline Module selbst umweltverträglich und giftfrei sind und sich in spätestens 2-3 Jahren energetisch amortisieren, werden für die Produktion erhebliche Mengen giftiger Chemikalien benötigt. Wie streng damit umgegangen wird ist natürlich eine Kostenfrage und wird durch die Umwelt- und Arbeitsschutzvorschriften des Herstellerlandes bestimmt. Und da sieht es nicht jedes Land so eng wie wir in Deutschland.

Ebenso verhält es sich mit den Sozialstandards: Rentenversicherungen, Krankenkassen oder sogar Menschenrechte gibt es in vielen Ländern, die heute billige Photovoltaikmodule anbieten, nicht in der uns gewohnten Form. Auch das spart lästige Kosten und macht das Modul billig.

Nachhaltige Garantien gibt es nur in unserem Rechtssystem

Ein anderer Aspekt, die Garantien der Module, spielt ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Wahl des Modulanbieters. Der Versuch, solche Garantien direkt in Korea, Indien oder China einzuklagen, dürfte wohl zum Scheitern verurteilt sein. Auch eine eigens gegründete deutsche Import-GmbH dürfte im Falle größerer Ausfälle schnell in Konkurs gehen.

Bürgersonnenkraftwerke sind Qualität aus Deutschland

Deshalb setzt der Verein bei den Bürgersonnenkraftwerken immer auf deutsche Hersteller. Und er lässt die Anlagen mit außerordentlicher Qualität bauen. Das heißt:

  • Es werden, soweit nachvollziehbar, nur Module und Zellen aus deutscher Herstellung eingesetzt.

  • Es werden die Wechselrichter aus deutscher oder zumindest westeuropäischer Produktion ausreichend dimensioniert.

  • Es werden langfristig stabile und aufwändige Montagesysteme verbaut.

  • Es werden die Kabelquerschnitte auf langfristigen Ertrag optimiert, nicht auf kurzfristige Materialeinsparung.

  • Es werden die Wechselrichter am besten, nicht dem einfachsten Ort aufgestellt.

  • Es wird immer eine Ertragsüberwachung eingebaut.

  • Es wird immer die Statik geprüft.

  • Es wird besonderer Wert auf den Blitzschutz gelegt, was oft den kompletten Umbau des bestehenden Blitzschutzes bedeutet.

Der Verein möchte bestmögliche Erträge für die Teilnehmer sicherstellen. Und das möglichst über die „Standardlaufzeit“ einer Photovoltaikanlage von zwanzig Jahren hinaus – bis zu vierzig Jahre. Das geht nun einmal nicht billig, sondern nur mit Qualität.

Bürgersonnenkraftwerke für die deutsche Wirtschaft

Nichts mit Qualität, aber mit Nachhaltigkeit zu tun, hat die Solarstromförderung. Soll das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG), das ja die Zusatzkosten der ökologischen Stromproduktion auf alle deutschen Verbraucher umlegt, wirklich die Modulproduktion in China fördern? Credo des Vereins ist es, dass das EEG gerade deutsche Arbeitsplätze schaffen und deutsche Technologien fördern soll. Über 300.000 Jobs in den erneuerbaren Energien beweisen, dass das klappt. So entsteht ein nachhaltiger neuer Wirtschaftszweig, in dem Deutschland weltweit führend sein kann. Auch deshalb kommt dem Verein „kein Chinamodul aufs Dach“.

Und so stimmt es dann doch:
„Nachhaltigkeit“ heißt für uns „Bürgersonnenkraftwerk“
.



[1] Das Konzept der Nachhaltigkeit beschreibt die Nutzung eines regenerierbaren Systems in einer Weise, dass dieses System in seinen wesentlichen Eigenschaften erhalten bleibt und sein Bestand auf natürliche Weise regeneriert werden kann. [Deutscher Bundestag, 14. Wahlperiode: Schlussbericht der Enquete-Kommission Globalisierung der Weltwirtschaft – Herausforderungen und Antworten Drucksache 14/9200, 12. Juni 2002]

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