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Auch in Freigericht wurde nach Zustimmung der Teilnehmer mit dem Umbau der Anlage auf der Kopernikusschule begonnen.

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Die Dachsanierungsarbeiten auf der Adolf-Reichwein-Schule sind leider noch nicht abgeschlossen. Deshalb können die Solateure noch nicht mit der Montage der neuen Photovoltaikanlage beginnen

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Kleine Stromkunden subventionieren Großindustrie

06.05.2011

Kleine Stromkunden subventionieren Großindustrie

Schon 25% des Stroms kommen von den Erneuerbaren

Der Solarstromanteil ist auf rund 4% gestiegen und wächst von allen Erneuerbaren am schnellsten

Besonders die Photovoltaik trägt mit ihren Mittagsspitzen zur Verringerung des Börsenstrompreises bei

Haushaltsstrom ist deutlich teurer als Industriestrom

Die Kostenkurve für fossile Energieträger wird so lange steigen, bis es keine mehr gibt

Die Investitionskosten für Erneuerbare sind auf Dauer im Vergleich zum Nutzen verschwindend gering

Die kleinen Stromverbraucher zahlen drauf, die energieintensive Industrie profitiert davon und die Stromkonzerne machen satte Gewinne: So sieht derzeit die Energiewende aus.

Kosten und Nutzen der Energiewende sind ungerecht verteilt. Hier ein paar Fakten dazu:

  • Erneuerbare Energien liefern schon 25% des Stroms in Deutschland und senken die Börsenstrompreise. Allerdings geben die Stromkonzerne diese Kostenvorteile nicht an die Verbraucher weiter, sondern erhöhen damit ihre Gewinne.

  • Für das Gesamtjahr 2012 erwarten die beiden großen Energieunternehmen E.on und RWE einen Gewinn von insgesamt über 19 Milliarden Euro. Der diesjährige Gewinn der beiden Konzerne dürfte damit sämtliche Vergütungszahlungen (2011: 16,4 Milliarden Euro) an die regenerativen Anlagenbetreiber deutlich übertreffen.

  • Auch die Energieversorgungsunternehmen Vattenfall und EnBW melden steigende Gewinne. Die betriebswirtschaftliche Katastrophe der „Großen Vier“, die sich über 80% des deutschen Strommarkts teilen, blieb ebenso aus wie der angekündigte Black-Out in der Stromversorgung.

  • Aktuell liegen die Preise an der Strombörse 10 bis 20 Prozent niedriger als vor vier Jahren. Energieintensive Unternehmen, die ihren Strom an der Börse einkaufen, werden dadurch im Gegensatz zu den Privatkunden massiv entlastet, die ihren Strom von einem der großen Versorger beziehen.

  • Die energieintensive Industrie erhält in diesem Jahr fast 10 Milliarden Euro an Subventionen (Ausnahmen bei der Ökosteuer, Rabatte bei der EEG-Umlage und der Kraft-Wärme-Kopplung, Befreiungen von Netzentgelten und kostenlose Vergabe von Zertifikaten beim Emissionshandel). Im Vergleich zu 2011 steigen die Subventionen damit um über 1,5 Milliarden Euro. Die Vorteile der Industrie gehen zulasten der Strompreise für Haushalte und zulasten der Steuerzahler.

  • Zu Beginn der Förderung der erneuerbaren Energien im Jahr 2000 zahlte der durchschnittliche Haushaltskunde für Strom 14 Cent pro Kilowattstunde. Aktuell kostet Haushaltsstrom rund 26 Cent, worin 3,59 Cent EEG-Umlage enthalten sind.

  • Die Zahl der von der EEG-Umlage zumindest teilweise befreiten Unternehmen steigt immer weiter. Mit der jüngsten EEG-Novelle hat sie sich etwa verdreifacht. Vollprivilegierte energieintensive Unternehmen, die rund 20% des Energieverbrauchs repräsentieren, zahlen nur 0,05 Cent pro Kilowattstunde.

  • Würden die Unternehmen hier nicht bevorzugt, so hätten die privaten Haushalte statt 3,59 Cent nur gut 2 Cent EEG-Umlage pro Kilowattstunde zu bezahlen. Privathaushalte finanzieren die Energiewende für die stromintensive Industrie mit. Diese verdeckte indirekte Subventionierung beträgt fast 100 Euro im Jahr, die ein durchschnittlicher Haushalt für Chemie- oder Zementunternehmen mitbezahlt.

  • Deutschland hat allein 2011 rund 81 Milliarden Euro für den Import von Öl, Gas und Kohle ausgegeben. Ohne die Erneuerbaren wäre dieser Betrag um 11 Milliarden höher ausgefallen. Dieses Kapital steht stattdessen für Wertschöpfung der heimischen Industrie und des lokalen Handwerks zur Verfügung.

  • Die Kosten für die Nabucco-Pipeline, die Europa Zugang zu den kaspischen Erdgasvorkommen erschließen soll, belaufen sich auf rund 14 Milliarden Euro, der bundesweite Netzausbau soll etwa 20 Milliarden kosten. Das umstrittene Wüstenstromproject „Desertec“ soll bis 2050 400 Milliarden Euro verschlingen.

  • In 2011 war die Braunkohle mit rd. 150 Mrd. kWh Stromquelle Nr. 1 in Deutschland, vor den erneuerbaren Energien mit 122 Mrd. kWh, Steinkohle mit 114 Mrd. kWh und Kernenergie mit 108 Mrd. kWh. In diesem Jahr werden die Erneuerbaren mit 140 Mrd. kWh auf Platz 2 landen, schon im nächsten Jahr können Sonne, Wind & Co. die Braunkohle von Platz 1 verdrängen.

  • Die Erneuerbaren sorgen für volle Auftragsbücher in der Hersteller- und Zulieferindustrie. Investitionen in diesem Bereich sind also anders als bei den fossilen Energien gut angelegt. Im Gegensatz zu einer Energieversorgung, die von nachlassenden Rohstoffen und unabsehbaren geopolitischen Entwicklungen abhängig ist, ist die Kostenentwicklung der erneuerbaren Energien langfristig kalkulierbar.

„Die Energiewende ist das größte Innovationsprojekt der Nachkriegszeit“, sagt Bundesumweltminister Peter Altmaier. Es wäre aber zu wünschen, dass die Kosten und Nutzen dieses Projekts gerecht auf alle Schultern verteilt werden. Wenn Deutschland das hinbekommt, wäre das ein starkes Signal an alle Länder, dass man den Klimaschutz tatsächlich gestalten kann.

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