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Bau auf der Seniorenwohnanlage II und der Kita St.Vincent 

Großkrotzenburg. Seit Anfang der Woche wird auf der Seniorenwohnanlage gebaut. Alle Module sind bereits mit dem Dach verschraubt. Demnächst kann mit den Elektroarbeiten im Gebäude begonnen werden.

Bau auf der Unimoghalle und der Salzlagerhalle des Bauhofs Kirchhain 

Kirchhain. Der Bau auf der Unimoghalle des Bauhofs hat diese Woche begonnen. Das Gebäude ist bereits komplett eingerüstet und die Montage der Unterkonstruktion hat begonnen.

Bau auf dem Emsdorfer Dorfgemeinschaftshaus 

Kirchhain-Emsdorf. Auch der Ortsteil Emsdorf bekommt ein Bürgersonnenkraftwerk. Mit dem Bau wurde vor kurzem begonnen.

Bau auf der Markthalle Kirchhain 

Kirchhain. Nachdem in den Ortsteilen Kleinseelheim, Niederwald, Schönbach, Emsdorf und Anzefahr bereits Bürgersonnenkraftwerke entstanden sind, geht es jetzt auch direkt in der Kernstadt Kirchhains los.

Bau auf dem Niederwälder Kindergarten Bärenhöhle 

Kirchhain-Niederwald. Unter den staunenden Augen der Kindergartenkinder wurden alle Module sicher auf dem Dach verschraubt. Ebenso wie auf dem Dorfgemeinschaftshaus wird in den nächsten Tagen mit den Elektroarbeiten im Haus begonnen.

Bau auf dem Dorfgemeinschaftshaus in Kleinseelheim 

Kirchhain-Kleinseelheim. Die Bauarbeiten auf dem Kleinseelheimer Dorfgemeinschaftshaus haben diese Woche begonnen. In den letzten Tagen konnte die Unterkonstruktion für die Solarmodule bereits fertig montiert werden.

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Gabriel gibt Klimaschutzziel auf

19.11.2014

Gabriels neue Attacke gegen den Klimaschutz

Politiker Sigmar Gabriel (2013) (Moritz Kosinsky / Wikipedia) William Ewart Gladstone, viermaliger britischer Premierminister im 19. Jh., sagte: „Der Politiker denkt an die nächsten Wahlen, der Staatsmann an die nächste Generation.“

Weniger Kohle und mehr Erneuerbare – dann ist das Klimaziel erreichbar

Fast alle Bürger wollen das ...

... und engagieren sich regional in Genossenschaften ...

... oder ganz privat

Für die Reduzierung der Treibhausgase werden die Erneuerbaren immer wichtiger

Im Koalitionsvertrag steht es noch drin: Bis 2020 mindestens 40 Prozent der CO2-Emissionen gegenüber 1990 einsparen. Doch Kohlefreund Sigmar Gabriel verabschiedet sich nun von diesem Ziel. Die Energiewende kann er damit nicht aufhalten.

„Ist doch klar, dass das Ziel nicht zu halten ist“, sagte der Vizekanzler nun nach Informationen des Nachrichtenmagazins SPIEGEL und fügt hinzu: „Wir können nicht von jetzt auf gleich aus der Kohle raus.“ Wovon auch nie die Rede war.

Zwischen dem Energiedinosaurier Sigmar Gabriel und seiner Umwelt-Kabinettskollegin Barbara Hendricks (beide SPD) gibt es einen heftigen Konflikt um die Kohlepolitik. Hendricks hält einen Klimaschutzbeitrag durch das Herunterfahren der Uralt-Kraftwerke für nötig. Gabriel lehnt das nun ab. In einem offenen Brief prominenter Öko-Experten der Partei, darunter Erhard Eppler, Volker Hauff und Ernst Ulrich von Weizsäcker, fordern die Unterzeichner von den SPD-Ministern, nicht am Klimaschutz zu rütteln.

Bis 2020 müssten bei der deutschen Stromgewinnung gegenüber 2013 mindestens 100 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden, wenn die Bundesregierung ihr im Koalitionsvertrag vereinbartes Klimaziel erreichen will. Das haben die Umweltverbände WWF und Germanwatch errechnet.

Während im Jahr 2012 in Deutschland 315 Mio. Tonnen CO2 im Vergleich zu 1990 eingespart werden konnten, waren es 2013 nur noch 297 Mio. Tonnen, da wieder mehr Kohle verfeuert wurde. Da aber der Ausbau der erneuerbaren Energien weiterging, hat ihr Anteil an der Emissionsreduktion zugenommen und liegt bei 148 Mio. Tonnen. Dies hat eine neue Analyse der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) ergeben.

Die AEE hat auch errechnet, dass in 2008 die Erneuerbaren 110 Mio. Tonnen CO2 einsparten. In sechs Jahren hat also die Einsparung durch Erneuerbare um 38 Mio. Tonnen zugenommen. Würde man ihren Ausbau weiter forzieren und gleichzeitig immer weniger Kohlenstrom produzieren, wäre das Klimaschutzziel für 2020 zu erreichen.

Doch Gabriel hat ein anderes Ziel im Sinn. Seine Partei ist gerade in jenen Bundesländern besonders stark, in denen noch in erheblichem Maß Braunkohle und Steinkohle verstromt wird. Dort sind seine Wähler und Unterstützer, die Arbeitnehmer in der Kohlebranche und die mächtige Kohle-Lobby.

Dass der Ausbau erneuerbarer Energien viel mehr Arbeitsplätze schaffen kann als beim Kohleausstieg verloren gehen, ist Gabriel sicherlich klar, aber es passt nicht in seine strategische Planung. Er will sich mit den Stimmen der Kohlekumpel bei der nächsten Wahl zum Kanzler machen lassen. Da passt auch sein Ausbremsversuch der Erneuerbaren durch das neue EEG ins Bild: Weniger Erneuerbare = mehr Kohle. Wie sagte er noch gleich: „Ist doch klar, dass das Ziel nicht zu halten ist“!

Der Weltklimarat hat klargestellt, dass der Großteil der Kohle dort bleiben müsse, wo er von der Natur angesammelt wurde: in der Erde! Zurzeit verbrennen wir weltweit an einem Tag so viel Kohle, Gas und Öl wie die Natur in einer Million Tagen erschaffen hat. Unter Klimaschutzaspekten müssten Braunkohlkraftwerke am ehesten schließen, denn sie sind die Klimakiller Nr. 1, für sie müssen außerdem ganze Dörfer weggebaggert werden.

Während Gabriel zurückrudert machen andere Staaten das Gegenteil. Die USA und China wollen in Zukunft im Bereich der regenerativen Energien stärker kooperieren und den Anteil sauberen Stroms ausbauen. In Deutschland sind schon fast 30 Prozent des Stroms sauber, obwohl die großen Energiekonzerne nach wie vor auf Kohle setzen. Nur rund 1 Prozent des Stroms von RWE kommt aus regenerativen Quellen.

1 Prozent hatte noch in den 90er Jahren die damalige Umweltministerin Angela Merkel als maximal erreichbaren Anteil an Energie aus regenerativen Quellen angesehen – eine dramatische Fehleinschätzung. Auf regionaler Ebene wird fortschrittlicher gedacht und gehandelt als in Berlin, viele Landkreise haben sich ambitionierte Klimaschutzziele gesetzt. Millionen Bürger in Deutschland engagieren sich in Energiegenossenschaften, betreiben Windkraftanlagen oder beteiligen sich an Bürgersonnenkraftwerken. Es werden immer mehr, denn eines ist klar: Das ist die Zukunft!

Erneuerbare Energien machen den Strom immer günstiger, davon profitieren die Anlagenbesitzer auch ohne EEG-Vergütung. Beim normalen Verbraucher kommen die günstigeren Börsenstrompreise aber nicht an, die großen Energieversorger verweigern bislang Preissenkungen. Für ihre fossilen Kraftwerke müssen sie jährlich klimaschädliche Brennstoffe für rund 100 Milliarden Euro eingekaufen. Laut AEE könnten die Erneuerbaren in 2020 diese Summe halbieren und zudem Umwelt- und Klimaschäden in Höhe von rund 20 Milliarden Euro verhindern – wenn man konsequent am Ausbau festhält.

Neue Speichertechniken werden in den nächsten Jahren dafür sorgen, dass die dezentrale Energiewende weiter an Fahrt aufnimmt und die Energieversorgung in Deutschland mehr und mehr übernehmen wird. Vor 25 Jahren fiel die Mauer, nun fällt die Atom- und Kohle-Mauer. „Wir sind das Volk“: Die Energiewende wird von den Bürgern gemacht, sie lässt sich nicht aufhalten!

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