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Bau auf der Markthalle Kirchhain 

Kirchhain. Nachdem in den Ortsteilen Kleinseelheim, Niederwald, Schönbach, Emsdorf und Anzefahr bereits Bürgersonnenkraftwerke entstanden sind, geht es jetzt auch direkt in der Kernstadt Kirchhains los.

Bau auf dem Niederwälder Kindergarten Bärenhöhle 

Kirchhain-Niederwald. Unter den staunenden Augen der Kindergartenkinder wurden alle Module sicher auf dem Dach verschraubt. Ebenso wie auf dem Dorfgemeinschaftshaus wird in den nächsten Tagen mit den Elektroarbeiten im Haus begonnen.

Bau auf dem Dorfgemeinschaftshaus in Kleinseelheim 

Kirchhain-Kleinseelheim. Die Bauarbeiten auf dem Kleinseelheimer Dorfgemeinschaftshaus haben diese Woche begonnen. In den letzten Tagen konnte die Unterkonstruktion für die Solarmodule bereits fertig montiert werden.

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Wollen wir eine weitere destruktive Abbaumethode?

16.01.2015

Fracking verursacht Erdbeben

(© Fotolia.com)

Fracking birgt u. a. Risiken wie Erdbeben und Grundwasserverseuchung (© Fotolia.com)

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Das Ausbeuten, Abbauen, Vernichten und Verseuchen muss ein rasches Ende haben (© Fotolia.com)

Destruktivität bei der Energiegewinnung ist ein Auslaufmodell (© Fotolia.com)

Produktiv und umweltfreundlich - so geht's auch

Die daran profitierenden Energiekonzerne bestreiten die Gefahren des Frackings. Doch nun zeigt sich das Gegenteil.

Die Gas- und Ölförderung durch Fracking kann zu relativ starken Erdbeben führen. Im März 2014 wurde Poland, eine Gemeinde im US-Staat Ohio, durch ein Beben der Stärke 3 erschüttert. Als das Fracking eingestellt wurde, beruhigte sich die Lage. Der Grund des ungewöhnlichen Bebens sei Fracking gewesen, berichten die Wissenschaftler im Bulletin der Seismologischen Gesellschaft Amerikas.

Beim Fracking wird Flüssigkeit unter hohem Druck in ein Bohrloch gepresst. Dadurch entstehen kleine Risse im Gestein, durch die darin enthaltenes Erdgas und Erdöl gewonnen wird. Die auf diese Weise ausgelösten Aktivitäten im Gestein waren bisher so schwach, dass sie nur mit empfindlichen Geräten gemessen werden konnten. Das Beben in Ohio war aber deutlich stärker.

Kohle, Erdöl, Ölsand, Atomkraft – wir wissen um die direkten und indirekten Gefahren dieser Energieträger für Mensch und Umwelt. Wollen wir wirklich mit dem Fracking eine weitere Risikotechnologie zulassen? Wollen wir weiter ausbeuten und abbauen oder ernten und erzeugen? Wollen wir destruktiv oder produktiv in die Zukunft gehen?

Wer haftet für den Schaden, wenn ein Mensch oder sein Hab und Gut durch ein Fracking-Beben oder Trinkwasservergiftung beschädigt werden? Die Versicherung? Der Fracking-Konzern? Oder der Staat, dessen Regierung das Fracking genehmigt hat? Ist ein durch Fracking ausgelöstes Beben noch höhere Gewalt?

Höhere Gewalt liegt nach deutscher Rechtsprechung vor, wenn das schadenverursachende Ereignis von außen einwirkt, also seinen Grund nicht in der Natur der gefährdeten Sache hat (objektive Voraussetzung) und das Ereignis auch durch die äußerst zumutbare Sorgfalt weder abgewendet noch unschädlich gemacht werden kann (subjektive Voraussetzung).

Im November 2014 hat die Bundesregierung einen Gesetzentwurf zum Fracking in Deutschland vorgelegt. Fracking soll in sensiblen Gebieten zur Trinkwassergewinnung und des Naturschutzes verboten werden. In Tiefen von weniger als 3.000 Metern soll es ebenfalls untersagt werden.

Allerdings gibt es so zahlreiche Ausnahmen zu dieser Regelung, dass der Gesetzentwurf von vielen Seiten als zu industriefreundlich bewertet wird. Wahrscheinlich Anfang 2015 wird das Kabinett über den Entwurf entscheiden, dann der Bundestag.

Warum tun wir uns das an? Die Natur stellt uns risikolose Energie zur Verfügung, im Überfluss. Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist der richtige Weg in die Zukunft. Der Abbau der letzten fossilen Rohstoffe bringt nur wenigen Konzernen Gewinne, der Mensch ist dabei der Verlierer. Nur mit sauberem Strom, Speichersystemen und Elektromobilität hat der Mensch eine Zukunft.

Hubert Reeves, ein kanadischer Atom- und Astrophysiker, hat einmal gesagt: „Der Mensch ist die dümmste Spezies! Er verehrt einen unsichtbaren Gott und tötet eine sichtbare Natur, ohne zu wissen, dass diese Natur, die er vernichtet, dieser unsichtbare Gott ist, den er verehrt.

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