Bürgersonnenkraftwerk in Hanau offiziell eingeweiht
Das Bürgersonnenkraftwerk auf dem Dach der Lindenauschule in Hanau-Großauheim wurde am Dienstag, dem 24.8.2010, seiner sonnigen Bestimmung übergeben.
Finanzmagazin findet PV „top“
Das Verbrauchermagazin Finanztest hat die Rentabilität von Solarstromanlagen untersucht. Ergebnis: Die Investition in Photovoltaik ist „als Geldanlage weiter top“.
HR-Fernsehen zu Besuch beim Parkhaus am Rebstock
Frankfurt. Die Solar-Carports auf dem Parkhaus am Rebstock bekamen am Donnerstag, 19. August, Besuch. Anlass war die Bewerbung der Stadt Frankfurt für den EU-Wettbewerb „Green City“.
Beim Kreishaus sind die Carports fast fertig
Bei den Carports am Kreishaus in Marburg gehen die Arbeiten zügig ihrem Ende entgegen. Die Module werden montiert, dann folgt nur noch die Verkabelung.
Sonnenstrom vom Parkdeck
Frankfurt. Beim Parkhaus am Rebstock, dem Vorzeigeprojekt mit der Messe Frankfurt, sind die Bauarbeiten weitgehend abgeschlossen. Momentan werden die Wechselrichter montiert.
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Exkursion von RegioEnergie nach Österreich
Fahrt nach Güssing und Graz
Marburg-Biedenkopf. Vom 18. bis 20. März 2010 führte es eine engagierte Gruppe aus dem Landkreis nach Österreich. Dort gab es viel von der Modellregion Güssing und der Stadt Graz zu lernen. Der Landkreis hatte die Fahrt zusammen mit dem Verein organisiert.
Neben Landrat Robert Fischbach waren fast die ganze Kreisspitze, viele Bürgermeister aus dem Kreisgebiet, Kreisausschussmitglieder, Vertreter fast aller Parteien, das Kompetenzteam Erneuerbare Energien, Privatpersonen und auch zwei Vereinsmitglieder dabei. Mit dem Bus ging es auf die 3-tägige Reise ins Burgenland.
Als im September 2008 Werner Rauscher bei einem Vortrag auf dem Energieforum des Kreises über seine Heimatstadt Güssing im südlichen Burgenland berichtete, wurde die Idee geboren. Man sollte Güssing einen Besuch abstatten, um zu sehen, was erneuerbare Energien für die Wirtschaft einer Region bedeuten können. Dieses Städtchen hatte sich selbst durch Umstieg auf erneuerbare Energien an den eigenen Haaren aus einer tiefen strukturellen Krise gezogen und war eine Reise wert.
Inzwischen ist Güssing Modellregion, ist Sitz eines Europäischen Forschungszentrums für erneuerbare Energien, entwickelt eigene Technologien und ist weltweit führend in der Holzenergienutzung. 100% der benötigten Wärme und 150% seines Strombedarfs erzeugt der 27.000-Seelen-Kreis selbst, viel Industrie hat sich wegen der langfristig garantierten Energiepreise hier niedergelassen.
Man traf sich um 7 Uhr am Donnerstag, 18. März. Zunächst wurde das Hotel in Graz angesteuert, was allen für drei Tage eine angemessene Schlafstätte war. Am Freitag ging es dann nach Güssing.
Bernhard Deutsch, Bürgermeister der Marktgemeinde Strem im Kreis Güssing, führte die gespannte Zuhörerschaft in das Modell Güssing ein, bevor es die erste Anlage zu sehen gab - das Biomassekraftwerk Güssin. Es handelt sich um eine in großen Teilen selbst entwickelte Holzverarbeitungsanlage, ähnlich einer kleinen Raffinerie, die aus Holz Wärme, Strom oder durch sog. „Umesterung“ auch (Erd-)Gas und Diesel herstellt. Beeindruckt haben besonders die Zahlen: Aus fünf Kilogramm Holz wird ein Liter Diesel oder aus drei Kilogramm Holz ein Kubikmeter Gas.
Dannach ging es zur „Betonkuh“ - einer Biogasanlage, die den ganzen Ort Strem mit Strom und Wärme versorgt. Vom Bus aus sah man eine riesige thermische Solaranlage, die man in Deutschland sicher für eine Photovoltaikanlage halten würde. Sie speist Wärme in das Nahwärmenetz von Urbersdorf.
Am Nachmittag fuhr man zurück nach Graz, wo Horst Striessnig von nahwaerme.at das Modell zur Schaffung von energieautonomen Gemeinden erläuterte. Immer gehört ein Nahwärmenetz dazu, durch Einbindung regionaler Akteure bleibt die gesamte Wertschöpfung im Ort. So werden Arbeitsplätze geschaffen und riesige Beträge für Energieeinkäufe werden frei.
Harald Blazek von S.O.L.I.D., einem auf große Solarwärmeanlagen spezialisierten Partner von nahwärme.at, übernahm dann die Führung für den Rest des Nachmittags. Bewundern konnten die Reisenden bei S.O.L.I.D eine Sonnen-Klimaanlage, die nur mit der Kraft der Sonne Kälte für Büros oder Hotels erzeugt – ein für wärmere Länder besonders interessanter Anwendungsfall, da Energiebereitstellung (Sonne) und Bedarf (überhitzte Gebäude) zeitlich gut zusammenpassen.
Das Ende des Fachprogramms bildete die Besichtigung einer solarthermischen Anlage. In einer Größe, wie man sie bei uns in Deutschland nur von Photovoltaik-Freiflächenanlagen kennt, sind thermische Großkollektoren montiert. Diese speisen die Wärme direkt in das Stadtwärmenetz der Stadt Graz ein, über das ein großer Teil der 250.000 Grazer ihre Wärme bezieht.
Am Samstag ging es dann wieder über zehn Stunden zurück nach Marburg. Fazit: Alle Beteiligten wussten schon vorher, was alles mit erneuerbaren Energien geht. Doch wenn man die Technik, die Menschen und die Begeisterung der Macher einmal hautnah erlebt hat, glaubt man auch daran.
Europäisches Zentrum für erneuerbare Energie Güssing
S.O.L.I.D. Gesellschaft für Solarinstallation und Design mbH













































