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Bau auf der Markthalle Kirchhain 

Kirchhain. Nachdem in den Ortsteilen Kleinseelheim, Niederwald, Schönbach, Emsdorf und Anzefahr bereits Bürgersonnenkraftwerke entstanden sind, geht es jetzt auch direkt in der Kernstadt Kirchhains los.

Bau auf dem Niederwälder Kindergarten Bärenhöhle 

Kirchhain-Niederwald. Unter den staunenden Augen der Kindergartenkinder wurden alle Module sicher auf dem Dach verschraubt. Ebenso wie auf dem Dorfgemeinschaftshaus wird in den nächsten Tagen mit den Elektroarbeiten im Haus begonnen.

Bau auf dem Dorfgemeinschaftshaus in Kleinseelheim 

Kirchhain-Kleinseelheim. Die Bauarbeiten auf dem Kleinseelheimer Dorfgemeinschaftshaus haben diese Woche begonnen. In den letzten Tagen konnte die Unterkonstruktion für die Solarmodule bereits fertig montiert werden.

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14.10.2013

Energiewende: Wie soll’s weitergehen?

Offshore-Windstrom ist teuer und benötigt große neue Stromtrassen

Dezentrale Onshore-Windkraft und Photovoltaik sind günstig und ergänzen sich gut (© Fotolia)

Die Energiewende wird durch private Bürger vorangebracht

Auch in Hessens größten Solarpark (Deponie Buchschlag bei Dreieich) haben Bürger investiert

Der Ausstieg aus der Kohleverstromung muss schnell realisiert werden, um das Klima zu schonen

Deutschlands Bürger wollen die Energiewende, das zeigen alle Umfragen mit größter Deutlichkeit. Doch wie soll es jetzt, mit einer neuen Regierung, damit weitergehen?

Die Energiewende ist keine Erfindung der Kanzlerin nach der Atomkatastrophe in Japan im März 2011. Die dezentrale Energiewende findet seit Einführung des Stromeinspeisungsgesetzes (1990) und erst richtig verstärkt durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG, 2000) seit über zwei Jahrzehnten statt. Doch mit den inzwischen abgewählten Bremsern aus der FDP wäre die Energiewende nach Fukushima fast zum Stillstand gekommen, wenn nicht die Bürger, Städte und Gemeinden mit großem Engagement dieses wichtige Zukunftsprojekt weiter gestaltet hätten.

Die dezentrale Energiewende ist für Städte und Gemeinden und ihre Bürger die größte wirtschaftliche und soziale Zukunftschance des 21. Jahrhunderts. 2011 haben die Regionen in Deutschland 8,9 Milliarden Euro an Wertschöpfung mit erneuerbaren Energien erzielt. Und immer mehr Kommunen, Stadtwerke und Regionalversorger wollen die dezentrale Energiewende mit den Bürgern vor Ort und Partnern in Mittelstand und Handwerk gestalten.

Es ist dringend an der Zeit, die Rahmenbedingungen für die Energiewirtschaft an die tatsächliche Entwicklung anzupassen. Strom wird nicht mehr nur von Großkraftwerken über lange Hochspannungsleitungen zum Verbraucher transportiert. Energieerzeugung und Verbrauch rücken näher zusammen, das Zeitalter der auf wenigen Großkraftwerken basierenden zentral organisierten Stromversorgung neigt sich dem Ende zu.

Die Politik hat sich bisher auf dieses neue Energiemarktdesign noch nicht eingestellt und setzt überwiegend falsche Anreize für Investitionen in das alte Energiesystem, z.B. in einen überdimensionierten Netzausbau für Stromtrassen von Nord nach Süd, obwohl der Ausbau der Offshore-Windkraft stockt und zudem teurer ist, als der Ausbau der Onshore-Windkraft in den Regionen. Bei der dezentralen Energiewende besteht zwar Netzausbaubedarf, aber eben überwiegend dezentral und regional zwischen Stadt und Land im Verteilnetz. Ein Großteil der enormen Investitionen in Nord-Süd-Trassen ist überflüssig und könnte eingespart werden, wenn zunächst eine regionale Angleichung von Produktion und Abnahme erfolgen würde. Die dezentrale Energiewende ist günstiger und bringt außerdem positive Effekte für die regionale Wertschöpfung mit sich.

Von politischer Seite müsste eine wirtschaftliche Lösung gefunden werden, wie man Speichertechniken sinnvoll fördern kann, die langfristig den erneuerbaren Energielieferanten zur Seite stehen müssen. Außerdem müssen für Kraftwerksbetreiber Anreize geschaffen werden, von den bestehenden Kohlekraftwerken auf Gaskraftwerke umzusteigen, die mittelfristig noch als Reservekapazitäten gebraucht werden. Diese Reservekapazität muss auch irgendwie bezahlt werden, da ja kein Volllastbetrieb geht.

Der Ausbau erneuerbarer Energien muss weiter gefördert werden, doch wie?

Durch Quotenmodelle, die von den Gegnern der Energiewende propagiert wurden und in strukturell ähnlichen Staaten schon gescheitert sind, entstehen höhere Kapitalkosten, weil die Banken das höhere Investitionsrisiko an die Betreiber und damit an die Verbraucher weitergeben. Das im Jahr 2000 in Deutschland eingeführte EEG zeichnet sich durch eine hohe Investitionssicherheit und geringere Renditen aus. Wegen dieser Renditen, die weit unter den gewohnten Renditen von Großkraftwerken liegen, investieren im Erzeugungsmarkt mit Erneuerbaren in Deutschland kaum ausländische Hedgefonds und schon gar nicht die großen Stromkonzerne. Das EEG ist damit das überlegene Modell, das in seiner Intention von immer mehr Staaten erfolgreich übernommen wird.

Der „Bund der Energieverbraucher“ fordert daher zu Recht: „An den Pfeilern des erfolgreichen EEG kann und muss unbedingt festgehalten werden: Unbegrenzte Abnahmeverpflichtung und Einspeisevorrang für erneuerbare Energien.“

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