Was kostet Solarstrom?
Die Diskussion um die Solarförderung reißt nicht ab. Kritiker erneuerbarer Energien und der Photovoltaik führen an, dass die Photovoltaik ein Kostentreiber sei. Stimmt das?
Deutscher Sonnenstrom - eine Erfolgsgeschichte
Die aktuelle Diskussion auf politischer Ebene über die Zukunft der Photovoltaik in Deutschland ist kurios. Umweltpolitiker wollen das erfolgreich Erreichte weiter ausbauen, manche Wirtschaftspolitiker dagegen wollen das Rad zurückdrehen und den Ausbau „deckeln“.
Dreieich bekommt den Vergütungssatz von 2011
Dreieich. Bei Hessens größtem Solarkraftwerk ist der Vergütungssatz für Sonnenstrom aus dem letzten Jahr gesichert. Interessierte Bürger können noch mitmachen.
Neue PV-Einspeisevergütung ab Januar 2012
Berlin. Seit 1. Januar 2012 gilt das überarbeitete EEG 2012. Hier finden Sie die für das 1. Halbjahr 2012 gültigen Vergütungssätze.
„Wettrennen“ zum Jahresende gewonnen
Alle sechs Solarbaustellen des Vereins sind pünktlich vor Jahresende soweit fertig geworden, dass die Betriebsbereitschaft der Photovoltaikanlagen besteht.
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Sonnenstrom aus Marburg
Marburg. Auf drei Gebäuden im Marburger Süden hatten Bürger im Frühling mit Hilfe des Vereins Photovoltaikanlagen errichtet. Am Mittwoch wurden die Anlagen, die Ökostrom für 80 Privathaushalte erzeugen, ihrer sonnigen Bestimmung übergeben.
Die zurzeit größte Photovoltaikanlage der „Solarstadt“ Marburg läuft seit Donnerstagmorgen auf dem Dach der Hessischen Schraubenfabrik in der Stephan-Niederehe-Straße. Sie kann auf 1.300 Quadratmetern Modulfläche sechzig Marburger Haushalte versorgen und erntet in der Spitze 184 Kilowatt Sonnenstrom. Das Dach stellt für die nächsten zwanzig Jahre die Hessische Schraubenfabrik Welter GmbH & Co. KG dem Verein – und damit allen Teilnehmern am Bürgersonnenkraftwerk – zur Verfügung.
Bei der Einweihung am Mittwoch um 16.30 Uhr, an der auch Bürgermeister Dr. Franz Kahle teilnahm, zeigten Vereinsaktive den solarinteressierten Besuchern die Besonderheiten dieser Anlage. Die monokristallinen Hochleistungsmodule aus deutscher Produktion und die effizienten Zentralwechselrichter ließen die Herzen der Marburger Sonnenfreunde höher schlagen.
Um 17.30 Uhr ging es dann wenige Straßen weiter zum Georg-Gaßmann-Stadion. Hier hatte der Verein schon 2005 eines der ersten Bürgersonnenkraftwerke auf der Sporthalle errichtet. Jetzt liegen auch auf dem Tribünendach Photovoltaikmodule, achthundert Stück, mit einer Maximalleistung von 61 Kilowatt. Da das Dach schlecht einsehbar ist, hatte der Verein extra Luftbilder anfertigen lassen, um die Anlage zu zeigen.
Beim Startschuss für die dritte Anlage um 18.00 Uhr kamen Abenteuerlustige dafür wieder auf ihre Kosten, sprich, auf die Leiter zum Dach. Auf dem Neubau der Kaufmännischen Schulen war von Anfang an eine Photovoltaikanlage als Ergänzung zu der im letzten Jahr gebauten eingeplant worden. Auch sie wurde wieder als Bürgersonnenkraftwerk vom Verein realisiert. Noch einmal 23 Kilowatt Leistung lassen das „Kraftwerk“ Kaufmännische Schulen auf jetzt 141 Kilowatt anwachsen.
Die Stadt Marburg ist am Mittwoch mit weiteren 268 Kilowatt Photovoltaikleistung wieder ein Stück klimafreundlicher geworden. Immerhin werden weitere 80 Haushalte aus dem Süden der Stadt umwelt- und klimaneutralen Strom beziehen, was der Umwelt Jahr für Jahr rund 200 Tonnen CO2 ersparen wird. Der Verein Sonneninitiative initiiert laufend neue Bürgersonnenkraftwerke. Wer sich bei einem anderen Bürgersonnenkraftwerk engagieren will oder selbst eine Idee für ein Bürgersonnenkraftwerk hat, kann sich hier melden.























