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Anlagennachrüstung gemäß EEG 2012

30.01.2014

Einspeisemanagement hat Verein auf Trab gehalten

Alle Photovoltaikanlagen größer als 30 kWp mit Baujahr vor 2009 müssen am Einspeisemanagement teilnehmen

Eine Fernwirkanlage: rechts oben der Datenlogger, darunter eine SPS mit Sicherungen. Links oben die eigentliche Fernwirkanlage. Sie empfängt die Befehle des Netzbetreibers, die den Leistungszustand der Anlage ändern.

Der zugehörige Schaltplan

Thomas Koch programmiert einen Datenlogger

Hessen. Zahlreiche Bürger- und Mitarbeitersonnenkraftwerke mussten im vergangenen Jahr nachgerüstet werden. Grund war eine nachträgliche gesetzliche Vorschrift, nach der bestimmte Photovoltaikanlagen am sog. „Einspeisemanagement“ teilnehmen müssen. Der Verein hat alles fristgemäß erledigt.

Für Thomas Koch, beim Verein zuständig für Technik und Wartung der Anlagen, war das Jahresende 2013 alles andere als entspannt. Schon das ganze Jahr über war er damit beschäftigt, knapp sechzig Anlagen gemäß § 6 des Erneuerbare-Energien-Gesetzes 2012 vom 6.3.2012 (EEG 2012/2) nachzurüsten, sodass diese bei Netzüberlastung vom Energieversorger gedrosselt werden können.

60 Anlagen nachgerüstet

Das Prekäre daran: Die Gesetzesänderung betraf Anlagen, die schon fertiggestellt waren. Damit hatte der Gesetzgeber eigentlich gegen das Rückwirkungsverbot verstoßen. Es betrifft nämlich alle Photovoltaikanlagen, die von Anfang 2009 bis Frühjahr 2012 errichtet wurden und eine Leistung über 30 kWp haben. Die entstehenden Kosten bürdete der Gesetzgeber – rückwirkend – den Anlageneigentümern auf.

Unsicherheiten wegen technischer Umsetzung

Zu Beginn der Nachrüstung gab es große Unsicherheiten hinsichtlich der technischen Umsetzung. Die Netzbetreiber waren nämlich genauso überrascht vom Gesetz wie alle Photovoltaikanlagenbesitzer. Sie hatten zunächst kein technisches Konzept. Später entwickelte jeder Netzbetreiber seine eigenen technischen Vorstellungen, einige kleine Netzbetreiber haben heute noch keine Umsetzung. Die technischen Lösungen reichen von einfach und günstig bis kompliziert und teuer.

Stichtag: 31. Dezember

Doch Eile war geboten. Schließlich „verringert sich der Vergütungsanpruch auf Null“ (§ 17 EEG 2012/2), wenn das Einspeisemanagement bis zum 31.12.2013 nicht umgesetzt ist. Erschwerend kam hinzu, dass viele Anlagen von technischer Seite nicht für eine Nachrüstung geeignet waren, da zur Errichtungszeit keiner geahnt hat, dass solche Probleme zu bewältigen sein würden.

  • Knapp 60 Anlagen, fast die Hälfte aller Sonnenkraftwerke des Vereins, mussten für das Einspeisemanagement nachgerüstet werden.

  • 13 Anlagen brauchten neue Datenlogger.

  • Bei allen anderen konnten die glücklicherweise standardmäßig eingesetzten Datenlogger von Meteocontrol vor Ort umprogrammiert werden.

  • Bei Anlagen über 100 kWp waren die Bestimmungen oft schwierig umzusetzen. Kam es zum Einsatz einer sogenannten Fernwirkanlage entstanden Kosten allein für diese von 2.500 Euro, zuzüglich Installation und Einrichtung.

  • Alle Anlagen die keine Fernwirkanlage erhielten wurden mit einem sogenannten Rundsteuerempfänger ausgestattet. Auch da hat jeder Netzbetreiber sein eigenes Gerät. Bestellung und Auftragsabwicklung war von den Netzbetreibern teilweise chaotisch organisiert. Die Rundsteuerempfänger kosteten auch wieder einige hundert Euro, abgesehen von Installation, Einrichtung und Umprogrammierung der Datenlogger.

  • Über 100 Vor-Ort-Termine mit Installateuren und Vertretern der Netzbetreiber mussten koordiniert und begleitet werden.

Es ist vollbracht

Fazit: Die Herkulesaufgabe ist vollbracht. Alle Anlagen sind rechtzeitig nachgerüstet worden. Jetzt verfügen alle Sonnenkraftwerke des Vereins, die größer als 30 kWp und vor Anfang 2009 errichtet sind, über ein Einspeisemanagement.

Die entstandenen Kosten (nicht die Nerven) wird der Verein in den nächsten Monaten auf die Teilnehmer umlegen. Nicht betroffen sind Anlagen, die seit Frühjahr 2012 errichtet wurden. Diese wurden, obwohl es das Gesetz noch nicht gab, vorsorglich vom Verein mit der entsprechenden Technik ausgerüstet.

Die Lösung des 50,2-Hertz-Problems liegt in den Wechselrichtern

PV-Anlagenbesitzer können sich entspannen, wenn der Verein alles für sie erledigt

Nächstes Thema: 50,2-Hertz

Thomas Koch widmet sich gleich der nächsten Aufgabe, dem 50,2-Hertz-Problem. Es betrifft fast alle Sonnenkraftwerke des Vereins. Dieses Problem kommt noch aus den Anfangszeiten der Photovoltaik, als sich keiner vorstellen konnte, dass diese einmal so große Bedeutung erlangen würde. Vorschrift war es nämlich, dass ein Wechselrichter bei zu viel Strom im Netz, nämlich bei 50,2 Hertz, abschalten sollte. Irgendjemand hat dann einmal nachgedacht, was passiert, wenn das alle PV-Anlagen in Deutschland gleichzeitig machen ...

Jetzt müssen alle Wechselrichter mit einem „Zufallsgenerator“ ausgestattet werden, damit sie nicht mehr gleichzeitig abschalten. Die Kosten trägt der Netzbetreiber (bzw. der Stromkunde über die EEG-Umlage), die Arbeit hat wieder der Verein: Fast alle Anlagen sind umzurüsten, zig-seitige Fragebögen sind auszufüllen, Termine sind zu koordinieren, Wechselrichterhersteller zu kontaktieren, Austausch zu organsieren, etc. Wir berichten demnächst zur 50,2-Hertz-Aktion.

Neuer Service des Vereins

Übrigens: Seit dem neuen Jahr bietet der Verein solche Leistungen auch anderen Betreibern von Photovoltaikanlagen an. Technische Überwachung, Wartung, Monitoring oder auch die Abrechnung mit Netzbetreibern und Verbrauchern vor Ort können Eigentümer von Photovoltaikanlagen ab sofort vom Verein erledigen lassen. Vielleicht weil sie diese Aufgaben in professionellen und erfahrenen Hände legen wollen? Oder weil es ihr bisheriger Partner nicht mehr leisten kann? Melden Sie sich bitte für ein unverbindliches Angebot.

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