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Bau auf der Seniorenwohnanlage II und der Kita St.Vincent 

Großkrotzenburg. Seit Anfang der Woche wird auf der Seniorenwohnanlage gebaut. Alle Module sind bereits mit dem Dach verschraubt. Demnächst kann mit den Elektroarbeiten im Gebäude begonnen werden.

Bau auf der Unimoghalle und der Salzlagerhalle des Bauhofs Kirchhain 

Kirchhain. Der Bau auf der Unimoghalle des Bauhofs hat diese Woche begonnen. Das Gebäude ist bereits komplett eingerüstet und die Montage der Unterkonstruktion hat begonnen.

Bau auf dem Emsdorfer Dorfgemeinschaftshaus 

Kirchhain-Emsdorf. Auch der Ortsteil Emsdorf bekommt ein Bürgersonnenkraftwerk. Mit dem Bau wurde vor kurzem begonnen.

Bau auf der Markthalle Kirchhain 

Kirchhain. Nachdem in den Ortsteilen Kleinseelheim, Niederwald, Schönbach, Emsdorf und Anzefahr bereits Bürgersonnenkraftwerke entstanden sind, geht es jetzt auch direkt in der Kernstadt Kirchhains los.

Bau auf dem Niederwälder Kindergarten Bärenhöhle 

Kirchhain-Niederwald. Unter den staunenden Augen der Kindergartenkinder wurden alle Module sicher auf dem Dach verschraubt. Ebenso wie auf dem Dorfgemeinschaftshaus wird in den nächsten Tagen mit den Elektroarbeiten im Haus begonnen.

Bau auf dem Dorfgemeinschaftshaus in Kleinseelheim 

Kirchhain-Kleinseelheim. Die Bauarbeiten auf dem Kleinseelheimer Dorfgemeinschaftshaus haben diese Woche begonnen. In den letzten Tagen konnte die Unterkonstruktion für die Solarmodule bereits fertig montiert werden.

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EEG-Umlage 2015

27.10.2014

Neuer EEG-Trick: Die Umlage sinkt

Das EEG 2014 soll die Energiewende bremsen - doch wie es weitergeht entscheidet sich in den Kommunen, nicht in Berlin (© Fotolia)

Mit gezielten Maßnahmen wurde die EEG-Umlage massiv in die Höhe getrieben - jetzt soll sie minimal sinken

Die Energiewende zu beschleunigen ist der Bürgerwille

Der Klimawandel wird auch in Deutschland immer deutlicher und teurer (© Fotolia)

Für 2015 wird die EEG-Umlage gesenkt. Was sich wie eine gute Nachricht für die Stromverbraucher anhört ist aber nur ein taktischer Trick.

Um gerade mal 0,07 Cent pro Kilowattstunde sinkt die Ökostrom-Umlage, auf 6,17 Cent. Es ist das erste Mal, dass die Umlage sinkt. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel präsentiert das als Erfolg seiner Energiepolitik mit dem EEG 2014. Doch das trat erst im August 2014 in Kraft, viel zu spät um konkrete Auswirkungen auf die Umlage zu haben.

Dass die Umlage nun sinkt, liegt am prallvoll gefüllten EEG-Konto. Viel zu hoch wurde die Umlage in den letzten Jahren künstlich getrieben, Kohle-Freund Gabriel hat selbst dafür gesorgt (mehr dazu lesen Sie >>hier). „Mit 6,24 Cent/kWh in 2014 hat sich die Umlage seit 2009 nahezu verfünffacht, während sich die Vergütungszahlungen mit voraussichtlich 21,26 Milliarden Euro nur etwas mehr als verdoppelt haben“, sagt Prof. Dr. Eicke Weber, Leiter des Fraunhofer Instituts für Solare Energiesysteme (ISE), „die eigentliche Förderung der erneuerbaren Energien und der Zuwachs bei der EEG-Umlage liegen damit erkennbar im Missverhältnis.“

Gabriels „Geschenk“ an die Verbraucher, magere 0,07 Cent/kWh, ersparen einem durchschnittlichen Haushalt rund drei Euro Stromkosten im Jahr. Doch allein die Industrieprivilegien kosten 2014 den Verbraucher 1,35 Cent/kWh, der Aufbau der viel zu hohen „Liquiditätsreserve“ weitere 0,51 Cent/kWh. Die rechnerische EEG-Umlage, ohne alle unnütz preistreibenden Effekte, liege bei 4,1 Cent/kWh anstatt der derzeitigen 6,24 Cent/kWh, so ISE-Leiter Weber.

Durch die überhöhte Rücklage wird die EEG-Umlage wahrscheinlich auch 2016 und 2017 leicht sinken. Damit könnte sich Gabriel als erfolgreicher Reformer des EEG feiern lassen – 2017 ist Bundestagswahl. Gabriels Ministerium hat genau 809.039,35 Euro investiert, um die eigene Arbeit am reformierten EEG zu loben. Allein 548.000 Euro seien für Anzeigen in überregionalen Zeitungen und Publikumszeitschriften ausgegeben worden, geht aus einer Anfrage an die Regierung hervor.

Lösungen für eine erfolgreiche Energiewende liefern solche taktischen Spielchen mit der EEG-Umlage nicht. Die deutschen Importe an fossilen und atomaren Brennstoffen belaufen sich inzwischen auf fast 100 Milliarden Euro pro Jahr. Der versprochene Rückgang der CO2-Emissionen um 40 Prozent bis 2020 lässt sich ohne den verstärkten Ausbau der Erneuerbaren nicht erreichen.

Einen Ausstiegsplan aus der Kohlenutzung, Konzepte zur Netzintegration von großen Photovoltaikleistungen, die verstärkte Förderung von dezentralen Energiespeichern und der Energieeffizienz – das sind die Dinge, die Bürger von einer zukunftsweisenden Politik erwarten können.

Stattdessen sind die CO2-Emissionen wieder gestiegen und rund 70.000 Arbeitsplätze in der deutschen Solarbranche sind verschwunden. Die großen Solarkonzerne sitzen jetzt in China, Japan und den USA. Selbst ein geordneter Atomenergieausstieg könnte bei dieser Energiepolitik schwierig werden.

Die Berliner Polit-Bühne ist zu nah an der Energie- und Industrie-Lobby und zu weit vom Bürger entfernt. Doch gesellschaftlich ist die dezentrale Energiewende unumkehrbar, eine große Mehrheit der Bürger will sie. Und auch viele lokale Politiker, Landräte und Bürgermeister haben, über alle Parteigrenzen hinweg, die Zeichen der Zeit erkannt und unterstützen Klimaschutzprojekte in ihren Kommunen. Die Energiewende geht weiter, trotz aller Versuche sie zu bremsen.

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