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Bau auf der Markthalle Kirchhain 

Kirchhain. Nachdem in den Ortsteilen Kleinseelheim, Niederwald, Schönbach, Emsdorf und Anzefahr bereits Bürgersonnenkraftwerke entstanden sind, geht es jetzt auch direkt in der Kernstadt Kirchhains los.

Bau auf dem Niederwälder Kindergarten Bärenhöhle 

Kirchhain-Niederwald. Unter den staunenden Augen der Kindergartenkinder wurden alle Module sicher auf dem Dach verschraubt. Ebenso wie auf dem Dorfgemeinschaftshaus wird in den nächsten Tagen mit den Elektroarbeiten im Haus begonnen.

Bau auf dem Dorfgemeinschaftshaus in Kleinseelheim 

Kirchhain-Kleinseelheim. Die Bauarbeiten auf dem Kleinseelheimer Dorfgemeinschaftshaus haben diese Woche begonnen. In den letzten Tagen konnte die Unterkonstruktion für die Solarmodule bereits fertig montiert werden.

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18. Fachgespräch der Clearingstelle EEG zum EEG 2014

25.09.2014

EEG 2014: Neues, direkt aus Berlin

Die Ergebnisse der Erkenntnisse wurden oft gleich vor dem Tagungszentrum Aquino nach Hause gemeldet

Die einzige „leichte Kost“ war die Verpflegung, die die rund 200 Teilnehmer geboten bekamen

Dr. René Mono vom Bündnis Bürgerenergie (BBEn) e.V. hielt die Fahne für die Bürgerenergie hoch, was bei den übrigen Podiumsteilnehmern nicht der Schwerpunkt war (v.l.: Peter Stratmann von der Bundesnetzagentur, Dr. Guido Wustlich, der für die Formulierung des EEG 2014 beim BMWi zuständig ist, Dr. Sebastian Lovens, Leiter der Clearingstelle und Dr. René Mono, Stellv. Vorstandsvorsitzender des Bündnis Bürgerenergie e.V.)

Von der Regierung kam (v.r.): Wolfgang Tiefensee (SPD), von der Opposition Eva Bulling-Schröter (Die Linke) und Dr. Julia Verlinden (Bündnis 90/Die Grünen) zur abschließenden Podiumsdiskussion

„Endlich Klarheit“ hatte sich der Verein zum ersten Fachgespräch zur Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes am 23. September 2014 gewünscht. Die Hoffnungen haben sich nur zum Teil erfüllt, meint Christian Quast, der sich auf den Weg nach Berlin gemacht hatte.

Wie immer fand das juristische Fachgespräch in nettem Rahmen statt, diesmal in Tagungszentrum  Aquino in Berlin Mitte. Dr. Sebastian Lovens, Leiter der Clearingstelle EEG, führte durch die Konferenz, zu der inzwischen fast nur noch juristische Fachleute kommen. Immerhin hat sich das EEG inzwischen auf 104 Paragraphen mit Anhängen und meheren Verordnungsermächtigungen aufgeblasen, so dass es reichlich Bedarf gibt.

Bezeichnend für das von einigen Referenten als „undemokratisch“ titulierte Gesetzgebungsverfahren war, dass die Clearingstelle erst am Vorabend eine Arbeitsfassung des Gesetzes zusammenbekommen hatte. Offenbar weiß selbst die eigens dafür geschaffenen Stelle erst seit sehr kurzem, was in dem Gesetz steht, das schon im Juni verabschiedet worden war. Diese Ungewissheit zog sich wie ein roter Faden durch die Konferenz. Zwei Rechtsverordnungen müssen noch getextet und in Kraft gesetzt werden, die Ausschreibungsverordnung und die Grünstrom-Vermarktungs-Verordnung, bevor klar ist, wie ab dem nächsten Jahr größere Anlagen ihr Geld verdienen können.

Künftig wird es eine EEG-Vergütung nur noch in Außnahmefällen geben, die Direktvermarktung wird zum Standard. Dazu ist die Zusammenarbeit mit einem Direktvermarkter nötig, der den Strom aufkauft und dann an Endkunden weiterverkauft. Aber auch der Direktverkauf vor Ort, wie ihn der Verein schon seit Jahren praktiziert, bleibt möglich. Photovoltaikanlagen betrifft dies ab 1.1.2015 ab einer Größe von 500 kWp. Ab dem 1.1.2016 triff dies auch die Größenklasse ab 100 kWp, in der sich die Bürgersonnenkraftwerke bewegen.

Beim Direktverkauf vor Ort muss weiterhin die EEG-Umlage abgeführt werden, wenn man nicht selbst der Stromverbraucher ist. Wie und an wen diese Umlage abgeführt werden soll, „muss noch geregelt werden“. Das Grünstromprivileg, also die Verkürzung dieser EEG-Umlage für den vor Ort verkauften Strom um 2 Cent pro Kilowattstunde, ist in letzter Minute auch für Bestandsanlagen gestrichen worden. Da trifft es sich gut, dass die EEG-Umlage im kommenden Jahr erstmals anfängt zu sinken, nämlich um ca. 0,2 Cent auf ca. 6 Cent, so dass dies in den nächsten Jahren zu einer Entlastung führen wird.

Fazit:

Mittelfristig werden verschiedene Konzepte zum Verkauf des Sonnenstroms variabel zur Anwendung kommen müssen, zugeschnitten auf die Größe der Photovoltaikanlage und die Eigentumsverhältnisse sowie Lieferbedingungen vor Ort.

Bis Ende 2015 können die Bürgersonnenkraftwerke des Vereins konzeptioniert werden wie bisher. Ab Anfang 2016 können kleinere Sonnenkraftwerke weiter umgesetzt werden wie heute. Bei Anlagen ab 100 kWp muss der Strom der Direktvermarktung unterworfen werden, das heißt auf dem „freien Markt“ verkauft werden. Hier ist der Verein schon im Kontakt mit leistungsstarken und nachhaltigen Stromhändlern.

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