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Bau auf der Markthalle Kirchhain 

Kirchhain. Nachdem in den Ortsteilen Kleinseelheim, Niederwald, Schönbach, Emsdorf und Anzefahr bereits Bürgersonnenkraftwerke entstanden sind, geht es jetzt auch direkt in der Kernstadt Kirchhains los.

Bau auf dem Niederwälder Kindergarten Bärenhöhle 

Kirchhain-Niederwald. Unter den staunenden Augen der Kindergartenkinder wurden alle Module sicher auf dem Dach verschraubt. Ebenso wie auf dem Dorfgemeinschaftshaus wird in den nächsten Tagen mit den Elektroarbeiten im Haus begonnen.

Bau auf dem Dorfgemeinschaftshaus in Kleinseelheim 

Kirchhain-Kleinseelheim. Die Bauarbeiten auf dem Kleinseelheimer Dorfgemeinschaftshaus haben diese Woche begonnen. In den letzten Tagen konnte die Unterkonstruktion für die Solarmodule bereits fertig montiert werden.

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06.05.2014

EEG 2.0 – Neues zur Gesetzesreform

Sonne und Wind werden gedeckelt (© Fotolia)

Kohlekraftwerke dürfen noch viele Jahre die Luft verpesten (© Fotolia)

Die Bürger werden trotzdem weiter ihre Energiewende machen

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz heißt zukünftig offiziell „Gesetz für den Ausbau erneuerbarer Energien“. Auch sonst wird sich einiges ändern.

Das reformierte EEG soll zum 1. August 2014 in Kraft treten. Besondere Anreize zu intelligentem Vertrieb und Verbrauch von Energie gibt es darin nicht. Günstige Energieträger wie Sonne und Wind an Land werden gedeckelt, teure Offshore-Windenergie wird weiter stark gefördert und das Grünstromprivileg wird gestrichen. Der Strom soll Stück für Stück direkt vermarktet werden.

Bis 2017 sollen die erneuerbaren Energien im Rahmen eines Auktionierungsmodells ausgebaut und vergütet werden. Wer Strom entweder aus erneuerbaren Energien oder auch aus Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) selbst nutzt, soll 50 Prozent der Umlage zahlen. Wer den EEG-Strom direkt an Kunden verkauft, soll sogar die volle Umlage zahlen!

Der Eigenstromverbrauch der Industrie soll komplett von der Umlage befreit bleiben. Die Zahl der bei der Umlage begünstigten Unternehmen soll nun doch etwas stärker reduziert werden. Unternehmen sollen nur dann von den Vergünstigungen bei der EEG-Umlage profitieren, wenn ihre Energiekosten mindestens 16 Prozent ihrer Gesamtkosten ausmachen. Bisher waren als Schwellenwert 14 Prozent geplant.

Insgesamt benötigen die konventionellen Kraftwerke sechs Prozent des in Deutschland produzierten Stroms. Die Verbraucher würden 2,6 Milliarden Euro sparen, wenn Kohle- und Atomkraftwerke auch an der EEG-Umlage beteiligt würden. Die Umlage könnte laut der Berliner Consulting-Agentur Energy Brainpool von 6,24 Cent auf 5,5 Cent fallen, wenn auch alte Kraftwerkstechnologien an den gemeinschaftlichen Kosten beteiligt würden.

Fazit:

Wirtschaftsminister Gabriel richtet die Energiewende mit einem klaren Fokus auf die Industrie vollkommen anders aus als es in den Anfangsjahren des EEG der Fall war. Bisher wurden Bürger und Landwirte stark einbezogen, nun werden kleine Marktteilnehmer abgeschreckt, große Projektierer profitieren.

Die energieintensive Großindustrie erhält keine Anreize um Strom zu sparen, im Gegenteil. Den vier großen Energiekonzernen wird ihr Geschäftsmodell gerettet. Sie dürfen noch lange Kohle verfeuern, bekommen ihre Windparks auf See stark gefördert und werden bei anderen Projekten bevorteilt. Die Zeche zahlen die kleinen Stromverbraucher.

Doch auch in Zukunft werden verantwortungsbewusste Bürger, ob privat oder in Energiegenossenschaften, mit phantasievollen Lösungen die Energiewende mitgestalten. Daran wird auch Gabriels fehlgeleitetes „Gesetz für den Ausbau erneuerbarer Energien“ nichts ändern.

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