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Bereits im letzten Jahr hat die Eigentümergemeinschaft des Bürgersonnenkraftwerks den Umbau beschlossen. Nun soll am 01. Februar 2018 mit den Bauarbeiten begonnen werden.

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Auch in Freigericht wurde nach Zustimmung der Teilnehmer mit dem Umbau der Anlage auf der Kopernikusschule begonnen.

Bau auf der Adolf-Reichwein-Schule Marburg  

Die Dachsanierungsarbeiten auf der Adolf-Reichwein-Schule sind leider noch nicht abgeschlossen. Deshalb können die Solateure noch nicht mit der Montage der neuen Photovoltaikanlage beginnen

Bau auf der Unimoghalle und der Salzlagerhalle des Bauhofs Kirchhain 

Kirchhain. Der Bau auf der Unimoghalle des Bauhofs hat diese Woche begonnen. Das Gebäude ist bereits komplett eingerüstet und die Montage der Unterkonstruktion hat begonnen.

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Deutscher Sonnenstrom – eine Erfolgsgeschichte

06.05.2011

Deutscher Sonnenstrom – eine Erfolgsgeschichte

Der Photovoltaikausbau in Deutschland ...

... ist eine Erfolgsgeschichte

Ohne den Strompreis zu treiben ...

... gibt es immer mehr klimafreundlichen Sonnenstrom

Die Förderung konnte immer weiter reduziert werden

Deutschland ist Standort einer erfolgreichen Solarbranche geworden

Die aktuelle Diskussion auf politischer Ebene über die Zukunft der Photovoltaik in Deutschland ist kurios. Viele Umweltpolitiker wollen das erfolgreich Erreichte weiter ausbauen, manche Wirtschaftspolitiker dagegen wollen das Rad zurückdrehen und den Ausbau „deckeln“.

Vor zwölf Jahren haben Wissenschaftler und Politiker die Zeichen der Zeit richtig gedeutet und die Förderung der Photovoltaik beschlossen, wie sie für die Windkraft schon seit 1991 besteht. Ziel: Kostensenkung bei dieser klimaneutralen und überall verfügbaren Energiequelle.

Allen war klar, dass es viele Jahre dauern würde, dieses „Kind“ groß zu ziehen, damit es seinen Beitrag zur Energieversorgung der Zukunft bringen kann. Das Kind wuchs, dank  verlässlicher Rahmenbedingungen und der großen Beliebtheit in der Bevölkerung. Das Ergebnis: Seit sechs Jahren haben sich die Anlagenpreise etwa gedrittelt. In zwei Jahren ist Solarstrom günstiger als Offshore-Windstrom, ab nächstem Jahr kostet Strom vom eigenen Dach weniger als der vom Energieversorger.

Das Kind wird erwachsen

Es war klar: Wenn dieses Kind erwachsen ist, wird es eine zentrale Rolle bei der Energieversorgung spielen. 50% des Stroms könnten bis zur Jahrhundertmitte aus Sonnenlicht entstehen. Viele Länder der Erde schauten auf das deutsche Kind und übernahmen das weltweit meist kopierte Gesetz, das deutsche Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG).

Doch jetzt kommt der Versuch einiger Politiker, allen voran Wirtschaftsminister Philipp Rösler, das „Kind“ kurz vor dem Erwachsenwerden zu meucheln. Der Ausbau der Photovoltaik, der zum allergrößten Teil von normalen Bürgern vorangetrieben wird, soll per Gesetz begrenzt werden.

Was wird dann aus der Energiewende? Durch den starken PV-Zubau konnte die Sonnenenergie bisher jedes Jahr ein Atomkraftwerk ersetzen. Wo kommt der Strom dann her? Werden wir in wenigen Jahren wieder eine Diskussion über die Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken erleben?

Unredliche Kostenargumente

Das Argument einer zu hohen und „unsozialen“ EEG-Umlage ist schlicht unredlich. Hier geht es vorgeblich um Zehntel Cent pro Kilowattstunde. Bei der Zusammensetzung der Stromkosten hätte der Wirtschaftsminister wirklich andere Möglichkeiten sozial Schwache zu entlasten. Stattdessen ist die EEG-Umlage gerade im letzten Jahr auf viel weniger (bürgerliche) Schultern verteilt worden, da die großen industriellen Energieverbraucher davon befreit wurden – ein wesentlicher Grund für die jetzige Höhe der Umlage.

Die Förderung des Sonnenstroms durch das EEG ist bisher eine Erfolgsgeschichte. Die Fördersätze konnten soweit reduziert werden, dass von 2012 bis 2016 nur mit einer Strompreissteigerung durch die Photovoltaik von 1,9% zu rechnen ist, bei einer gleichzeitigen Solarstromsteigerung von 70%. Darüber hinaus werden immense Kosten für den Ausbau der Hochspannungsnetze eingespart, weil über 98% des Sonnenstroms direkt vor Ort in das Niederspannungsnetz geht.

Volkswirtschaftliche Investition mit riesiger Rendite

Es ist richtig, dass die Einführung der Erneuerbaren Energien bisher 13 Milliarden Euro an Förderkosten (EEG-Umlage auf den Strompreis) gekostet hat. Und sie wird uns noch viel mehr kosten. Nach einer Studie des ZSW werden es über 150 Milliarden Euro sein (s. Grafik). Aber – auch das ist Wirtschaft – dies ist eine Infrastrukturmaßnahme, wie Straßen-, Kindergarten- oder Klinikbau, eine volkswirtschaftliche Investition, die wir vielfach zurückbekommen werden: bis zur Jahrhundertmitte über 750 Milliarden Euro.

Für die deutsche Photovoltaikindustrie, die über 130.000 Menschen beschäftigt, würden Röslers Pläne den Todesstoß bedeuten. Eine erfolgreiche, moderne und umweltfreundliche Zukunftstechnologie würde sich vom Wirtschaftsstandort Deutschland verabschieden. Die lukrativen Geschäfte, die mit der Photovoltaik in den nächsten Jahrzehnten weltweit zu machen sind, würden dann endgültig in chinesische Hände fallen.

Abhängigkeiten zementieren?

Viele Gemeinden, die sich energiepolitisch ambitionierte Ziele gesetzt haben und mit Photovoltaikanlagen ihre Bürger direkt an der Stromproduktion teilnehmen lassen, könnten ihre Klimaschutzziele aufgeben. Die Abhängigkeit vom, im Gegensatz zum Sonnenstrom, immer teurer werdenden Atom- und Kohlestrom würde wieder zunehmen und die Bürgerbeteiligung an der Energiewende wäre damit „gedeckelt“.

Ganz klar, der Photovoltaik wird derzeit ihr größter Vorteil, die Dezentralität, zum Verhängnis. Es sind die vielen kleinen Anlagen, meist auch noch in Bürgerhand, die für die großen Versorger zum Problem werden und ihre Gegenwehr hervorrufen. Für die vier großen Energieversorgungskonzerne sind sie ein Hindernis für ihr Geschäftsmodell, das nur mit zentralen Großanlagen arbeiten kann.

Dezentralität erzeugt Gegenwehr

Deshalb sind Großprojekte, wie z.B. Offshore-Windparks, ins Visier der Konzerne gerückt. Nur sie haben das Kapital solche Großanlagen zu realisieren, auch wenn sie dabei Bürgerproteste wegen des dafür nötigen Ausbaus der Hochspannungsnetze befürchten müssen. So wollen sie sich ihre beherrschende Stellung im Strommarkt sichern. Die vielen Bürger, die durch ihr Engagement die Energiewende eingeleitet haben – lange bevor Berlin sie halbherzig beschloss –, sollen in Zukunft außen vor bleiben.

Mit der geballten Kraft ihrer Lobbyisten versuchen die Energiekonzerne auf politischer Ebene das Ruder herum zu reißen, um auch zukünftig Milliardengewinne auf Kosten der Stromkunden machen zu können. Dazu haben sie jetzt die letzte Gelegenheit, denn wenn das „Kind“ Photovoltaik in wenigen Jahren erwachsen ist, ist der Sonnenstrom günstiger als jede andere Art von Strom. Im Gegensatz zu den Energiekonzernen schickt die Sonne nämlich keine Rechnung.

Bürger setzen auf Sonne!

Rösler und andere Politiker, denen die Energiewende nie am Herzen lag, wollen die Erfolgsgeschichte des Solarstroms in Deutschland stoppen. Eine Erfolgsgeschichte, die von zukunftsorientierten, verantwortungsvollen und selbstbestimmten Bürgern gemacht wurde, die zu vielen Arbeitsplätzen und einer innovativen Industrie geführt hat.

Eine Erfolgsgeschichte, die allein im letzten Jahr rund 10 Millionen Tonnen Kohlendioxid eingespart hat und Deutschland bei einer Zukunftstechnologie an die Weltspitze brachte. Aus ökologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Gründen muss diese Erfolgsgeschichte weitergehen, alles andere wäre ein Rückschritt für uns alle.

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