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Eppstein-Ehlhalten Feuerwehr
Auf das Dach der Freiwilligen Feuerwehr in Eppstein-Ehlhalten wurde ein Bürgersonnenkraftwerk gebaut. Noch vor April 2012 war die Betriebsbereitschaft hergestellt.
Weilburg Hessentagshalle
Die Hessentagshalle in Weilburg wird von Schulen und Vereinen für Sportveranstaltungen genutzt. Seit Frühjahr 2012 wird auch das Dach genutzt - zur Sonnenstromernte mit einem Bürgersonnenkraftwerk.
Solms-Oberbiel Feuerwehr
Die Mehrzweckhalle in Solms-Oberbiel hat ein zweites Bürgersonnenkraftwerk bekommen, auf dem Gebäudeteil der Feuerwehr. Noch im März 2012 wurde es betriebsbereit.
Dreieich Deponie Buchschlag
Südlich von Frankfurt, bei Dreieich im Landkreis Offenbach, liegt das Gelände der ehemaligen Hausmülldeponie Buchschlag. Ein ideales Gelände für den Bau von Photovoltaikanlagen - Hessens größter Solarpark ist hier entstanden. Nur noch wenige Tage besteht die Möglichkeit der Teilnahme an diesem Projekt.
Sonnenstrom kann Atomkraft schnell ersetzen
Sonnenstrom – Der Energieriese erwacht
Seit dem verheerenden Atomunfall in Japan 2011 wollen die Menschen raus aus der Kernenergie. „Experten“ warnen: „Dann gehen die Lichter aus." Doch der in Deutschland erzeugte Sonnenstrom würde ausreichen, alle deutschen AKWs binnen vier Jahren vom Netz zu nehmen.
Schon 1997 hatten fünf führende europäische Forschungsinstitute prognostiziert, dass sich ein Umstieg auf 100% erneuerbar erzeugten Strom bis 2050 realisieren lässt (siehe Grafik). Der Sonnenstromerzeugung fiel bei diesem Szenario die führende Rolle zu, 2050 sollte über die Hälfte des Stroms von der Sonne kommen.
Die Spezialisten der fünf Forschungsinstitute haben Weitblick bewiesen. Sie konnten sich vorstellen, dass die Photovoltaik durch die Massenproduktion erheblich günstiger wird. Dies ist eingetreten; die Preise für Solarstromanlagen haben sich allein seit 2006 halbiert (*1). Sie konnten sich auch vorstellen, die zentrale Energiewirtschaft durch eine dezentrale und verbrauchsnahe zu ersetzen. Tatsächlich befinden sich heute 98 Prozent aller PV-Anlagen an Niederspannungsnetzen (*2). Ein Netzausbau wird für Photovoltaik also erstmal nicht benötigt.
Wie sehr der eigene Blickwinkel Weitblick und Vorstellungskraft beeinflusst, zeigt dieses Beispiel: Im Jahr 1993 schalteten die großen Energieversorger Zeitungsanzeigen, in denen sie für die Atomenergie warben: „Regenerative Energien wie Sonne, Wasser oder Wind können auch langfristig nicht mehr als 4 Prozent unseres Strombedarfs decken“ (*3). Inzwischen haben wir über 20 Prozent Erneuerbare im deutschen Stromnetz, die Photovoltaik allein schafft heute knapp 2,5 Prozent (*4). Ein Tempo, das offenbar nicht in die Vorstellungswelt der bundesdeutschen Energiepolitik passt (*5).
Würde das Wachstum der Photovoltaik in Deutschland weiter gehen wie bisher (im Durchschnitt 88 Prozent pro Jahr), wären alle Energieziele schnell erreichbar: Das letzte Atomkraftwerk könnte in vier Jahren vom Netz gehen (s. Grafik), die letzten Kohlekraftwerke würden wohl schon lange vor 2030 aufhören, Klimagase zu emittieren.
Und noch etwas viel Größeres könnte entstehen: die kostengünstigste Technik zur Stromerzeugung überhaupt. Überall einsetzbar, klimafreundlich und ungefährlich.
Sie wird es auch den Ärmsten dieser Welt ermöglichen, elektrische Energie zu nutzen. Sie wird auch die Rücksichtslosesten bewegen, Sonnenstrom zu erzeugen, denn alles andere wäre teurer. Energiekriege wären dann genauso überflüssig wie Umweltkatastrophen. Und am Ende gäbe es Energie von der Sonne für alle! (Anmerkung: Und genau dafür, und weil es auch vor 100 Jahren schon Menschen mit Vorstellungsvermögen gegeben hat, hat Albert Einstein 1921 den Nobelpreis bekommen: Für die Erklärung des Photoelektrischen Effekts.)
Sich solches vorzustellen ist für viele nicht einfach. Sie zu überzeugen schon: Wir zeigen einfach, dass es geht.
Es ist soweit, der Energieriese „Sonnenstrom“ erwacht.
(*1)
Preisindex des BSW
(*2) s. Einsparungen durch die Sonne
(*3)
Deutsche Umwelthilfe: Stromlücke oder Stromlüge?
(*4) Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen e.V.: Energieverbrauch in Deutschland, Daten für das 1.-4. Quartal 2010; Berlin 2011
(*5)
Süddeutsche.de: Solarförderung wird gekürzt

















































































