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Bau auf der Seniorenwohnanlage II und der Kita St.Vincent 

Großkrotzenburg. Seit Anfang der Woche wird auf der Seniorenwohnanlage gebaut. Alle Module sind bereits mit dem Dach verschraubt. Demnächst kann mit den Elektroarbeiten im Gebäude begonnen werden.

Bau auf der Unimoghalle und der Salzlagerhalle des Bauhofs Kirchhain 

Kirchhain. Der Bau auf der Unimoghalle des Bauhofs hat diese Woche begonnen. Das Gebäude ist bereits komplett eingerüstet und die Montage der Unterkonstruktion hat begonnen.

Bau auf dem Emsdorfer Dorfgemeinschaftshaus 

Kirchhain-Emsdorf. Auch der Ortsteil Emsdorf bekommt ein Bürgersonnenkraftwerk. Mit dem Bau wurde vor kurzem begonnen.

Bau auf der Markthalle Kirchhain 

Kirchhain. Nachdem in den Ortsteilen Kleinseelheim, Niederwald, Schönbach, Emsdorf und Anzefahr bereits Bürgersonnenkraftwerke entstanden sind, geht es jetzt auch direkt in der Kernstadt Kirchhains los.

Bau auf dem Niederwälder Kindergarten Bärenhöhle 

Kirchhain-Niederwald. Unter den staunenden Augen der Kindergartenkinder wurden alle Module sicher auf dem Dach verschraubt. Ebenso wie auf dem Dorfgemeinschaftshaus wird in den nächsten Tagen mit den Elektroarbeiten im Haus begonnen.

Bau auf dem Dorfgemeinschaftshaus in Kleinseelheim 

Kirchhain-Kleinseelheim. Die Bauarbeiten auf dem Kleinseelheimer Dorfgemeinschaftshaus haben diese Woche begonnen. In den letzten Tagen konnte die Unterkonstruktion für die Solarmodule bereits fertig montiert werden.

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Mein unmoralisches Angebot an die Kanzlerin

20.08.2013

Die Energiewende darf nicht scheitern

Wer die Energiewende wählen will, sollte dieses Buch lesen!

Netze für den Abtransport von Kohlestrom werden gebaut

Photovoltaik braucht keinen Netzausbau

Versorgungssicherheit geht nur mit Erneuerbaren

Bürger machen ihre Energie selbst

Willenbachers Grundlastkraftwerk

Sonne und Wind schaffen es fast alleine

Den Rest macht Bio

Es geht um 200 Milliarden

Statt eines Briefes schrieb Matthias Willenbacher ein Buch: „Mein unmoralisches Angebot an die Kanzlerin - Denn die Energiewende darf nicht scheitern“. Christian Quast hat es für Sie gelesen. Der Verein verschenkt 10 Exemplare (s. u.).

Kurz und knackig fasst Willenbacher, Unternehmer bei erneuerbaren Energien seit 1996 und Gründer des 1.800-Mitarbeiter-Unternehmens JUWI, zusammen, wo es momentan bei der Energiewende hängt.

Die Energiewende oder Chicorée

Er beginnt bei einer Reise, die er zusammen mit Wirtschaftsvertretern und der Kanzlerin Angela Merkel Anfang 2013 nach Chile unternommen hatte. Noch über elf Stunden Flug vor ihnen liegend, fragte Willenbacher die Kanzlerin, ob er sich kurz mit ihr über die Energiewende unterhalten könne. Ihre Antwort: Schreiben sie mir einen Brief. Statt dessen plauderte sie mit einem Zuckerproduzenten über Rezepte für die Zubereitung von Chicorée.

Willenbacher beschloss, statt des Briefes lieber ein Buch zu schreiben. Dort verspricht er der Kanzlerin, alle seine Unternehmensanteile an Energiegenossenschaften zu verschenken, falls die Energiewende bis 2020 wirklich auf den Weg gebracht würde: Sein „unmoralisches Angebot“.

Gleich am Anfang analysiert der studierte Physiker Willenbacher die Meinungsbildung bei der Energiewende seit Fukushima. „Politiker aller im Bundestag vertretenen Parteien behaupten, die wollten die Energiewende. Und vielleicht stimmt das bei vielen sogar. Doch ihnen fehlt der Wille, die Kraft und vielleicht auch die Kompetenz, die Energiewende wirklich voranzutreiben. Das ist der entscheidende Unterschied zu den wenigen, aber mächtigen Gegnern der Energiewende: Die sind wild entschlossen, sie zu verzögern - so lange wie es irgendwie geht.“1

Ablenken, irritieren, verängstigen

Im Folgenden deckt er die Strategien auf, mit denen diese Gegner, allen voran die großen Energieversorger, vorgehen: Ablenken, irritieren, verängstigen und blockieren. Dazu würden die Kosten der EEG-Umlage genauso missbraucht wie die Offshore-Windenergie oder drohende Blackouts. Am Ende hätten diese Erfolg, denn „durch die permanenten Angstszenarien der Blockierer ist „Energiewende“ für manche Menschen mittlerweile ein negatives Wort geworden“2. Dabei sei „The Energiewende“ als Germanismus längst in die angloamerikanischen Wörterbücher eingegangen.

In den folgenden Kapiteln schreibt Willenbacher spannend und unterhaltsam über seine Motivation, die Anfänge mit der Windkraft und den unumgänglichen Bürgerdialog. Als Physiker hat er dabei immer die aktuellen technischen Möglichkeiten im Blick: Power-to-Gas, Elektromobilität oder Speichertechnologien.

Ein Ausbau des Stromnetzes hält Willenbacher hingegen für eines der Ablenkungsmanöver der Energiewende-Gegner. Denn wenn Energie immer dort erzeugt würde, wo sie benötigt wird, bräuchte man keinen Netzausbau.3 „Der geplante Netzausbau orientiert sich nicht an den Zielen der Energiewende, sondern am Ziel der Energiekonzerne, ihre Kohlekraftwerke weiterlaufen zu lassen“4, schreibt Willenbacher Klartext.

Im Kapitel „Kampf der Systeme“ schildert er die fragwürdigen Tricks der Energiekonzerne in ihrem Abwehrkampf gegen die erneuerbare Konkurrenz. Diese besteht im übrigen zum größten Teil aus Menschen wie du und ich (und Herrn Willenbacher). Ein Großteil der Anlagen zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien gehört nämlich den Bürgern: „Der gemeinsame Anteil der vier Energiekonzerne RWE, Eon, Vattenfall und EnBW auf dem Markt der Erneuerbaren beträgt gerade einmal fünf Prozent ...“5, sechsundvierzig Prozent besitzen Bürger und Landwirte.

Jährlich 200 Milliarden für das Volk

Am Ende baut er die Vision einer neuen Welt auf, die neuen Wohlstand durch eigene Erzeugung von Energie generiert. Dazu liefert er auch einen durchaus überzeugenden Masterplan für die Energiewende. Nicht nur wegen des Klimas, sondern vor allem als Öl-, Strom- und Spritpreisbremse. Denn „wir geben jedes Jahr 200 Milliarden Euro für Energie aus - Tendenz stark ansteigend“.6 Die notwendigen Investitionen sollten Bürger übernehmen, damit diese auch den Nutzen hätten.

FAZIT:

Dieses Buch ist ein MUSS für alle, die bei der Energiewende mitreden wollen. Wie damals Bundestrainer Jogi Löw hat Willenbacher einen Masterplan. Seiner lässt die Energiewende für alle zum Gewinn werden - für alle, außer einige ganz, ganz Wenige. Und das mit der großen Gestaltungskraft, wie sie Physikern(innen) wohl eigen ist, wenn sie sich wirklich für eine Sache einsetzen.

 

Hier können Sie das Buch direkt beim Verlag bestellen.


1 Willenbacher, Matthias: Mein unmoralisches Angebot an die Kanzlerin - Denn die Energiewende darf nicht scheitern, Freiburg 2013, ISBN 978-3-451-30926-7, S. 14
2 dto., S 19
3 dto. S. 140
4 dto. S. 122
5 dto. S. 98
6 dto. S. 141



 

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