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Bau auf der Seniorenwohnanlage II und der Kita St.Vincent 

Großkrotzenburg. Die Bürgersonnenkraftwerke auf der Seniorenwohnanlage und der Kindertagesstätte sind Dachseitig fertig gestellt. Auch mit den Elektroarbeiten in den Gebäuden wurde schon begonnen.

Bau auf der Unimoghalle und der Salzlagerhalle des Bauhofs Kirchhain 

Kirchhain. Der Bau auf der Unimoghalle des Bauhofs hat diese Woche begonnen. Das Gebäude ist bereits komplett eingerüstet und die Montage der Unterkonstruktion hat begonnen.

Bau auf dem Emsdorfer Dorfgemeinschaftshaus 

Kirchhain-Emsdorf. Auch der Ortsteil Emsdorf bekommt ein Bürgersonnenkraftwerk. Mit dem Bau wurde vor kurzem begonnen.

Bau auf der Markthalle Kirchhain 

Kirchhain. Nachdem in den Ortsteilen Kleinseelheim, Niederwald, Schönbach, Emsdorf und Anzefahr bereits Bürgersonnenkraftwerke entstanden sind, geht es jetzt auch direkt in der Kernstadt Kirchhains los.

Neues vom Solarbau im Frankfurter Westend 

In Frankfurt-Unterlindau entstehen mehrere Bürgersonnenkraftwerke auf Wohngebäuden. Mehr als die Hälfte der Anlage war vor Weihnachten montiert.

Bau auf der Feuerwehr in Anzefahr  

Kirchhain-Anzefahr, Kreis Marburg-Biedenkopf. Das Dach der Feuerwehr wird zukünftig echten klimaneutralen Sonnenstrom produzieren

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Der Strompreis-Trick

08.07.2014

Betrug am Verbraucher: Der Strompreis-Trick

Mit zwei gezielten Eingriffen wurde die EEG-Umlage von der EEG-Förderung entkoppelt - die Zeche zahlt der Verbraucher

Die wachsende Zahl privater Energieerzeuger ist den Kohlestromkonzernen ein Dorn im Auge - ihr Geschäftsmodell ist in Gefahr

Dass die ausufernden Industrieprivilegien bei der EEG-Umlage den Strompreis unnötig erhöhen, ist bekannt. Doch der eigentliche Trick zur Explosion des Strompreises und der Diskreditierung der Erneuerbaren ist ein anderer: Die Berechnung der Umlage.

Es war der jetzige Wirtschafts- und Energieminister Sigmar Gabriel (SPD), der im Mai 2009 als damaliger Umweltminister der letzten großen Koalition zusammen mit dem damaligen Wirtschaftsminister Guttenberg (CSU) die „Verordnung zur Weiterentwicklung des bundesweiten Ausgleichsmechanismus (AusglMechV)“ dem Bundestag zur Abstimmung vorlegte. Sie wurde im Juli 2009 ohne Diskussion und von der Öffentlichkeit unbemerkt durchgewunken, am 1. Januar 2010 trat sie in Kraft.

Diese neue Berechnungsmethode, von Fachleuten als „EEG-Paradoxon“ bezeichnet, hat zur Verfünffachung der EEG-Umlage seit 2009 geführt. Obwohl der angebliche Sündenbock, die umlagefinanzierte Auszahlung an die EEG-Anlagenbetreiber, sich durch neue Ökostromanlagen noch nicht mal verdoppelt hat. Vor der Einführung des sogenannten „Besonderen Ausgleichsmechanismus“ entsprach die Entwicklung der EEG-Umlage der Entwicklung der tatsächlichen EEG-Kosten und stieg nur moderat gemäß des Zubaus (siehe Grafik).

So funktioniert der „Besondere Ausgleichsmechanismus“: Seit 2010 muss der eingespeiste EEG-Strom am Spotmarkt EPEX der Strombörse vermarktet werden. Hier steckt der Systemfehler: Die Strombörse der konventionellen Energiewirtschaft orientiert sich an Brennstoff- und CO2-Kosten. Erneuerbare Energien sind dort jedoch wertlos, denn sie haben weder Brennstoff- noch CO2-Kosten. Weil konventionell erzeugter Strom weiterhin überwiegend am Terminmarkt gehandelt wird, überwiegt der Einfluss des Ökostroms stark. Der sich bildende Börsenpreis wird entsprechend niedrig und sinkt zudem kontinuierlich mit jeder weiteren neu zugebauten Anlage (Merit-Order-Effekt).

Die EEG-Umlage berechnet sich aus der Differenz des Ausgabenblocks im EEG-Konto (Vergütungszahlungen, Marktprämie, sowie Nebenkosten wie Zinsen, Prognosekosten, Börsenkosten etc.) minus des Einnahmenblocks im EEG-Konto durch die Einnahmen am Spotmarkt der Strombörse. Wenn ein Einnahmenblock klein ist, steigt automatisch das Ergebnis der Differenz und somit die EEG-Umlage. Durch den Merit-Order-Effekt wird der Einnahmenblock kontinuierlich mit jeder neu zugebauten Anlage noch kleiner. Die EEG-Umlage steigt, selbst wenn der Ausgabenblock (die Förderkosten der Anlagenbetreiber) unverändert bleibt.

Eine Berechnungsmethode, die für Ökostrom völlig ungeeignet ist, ist also die Ursache für die rasant steigende EEG-Umlage. Doch kommuniziert wird offiziell etwas anderes: Die Erneuerbaren sind Schuld. Ökostrom soll zum Opfer seines eigenen Erfolgs gemacht werden.

„Es ist leichter, eine Lüge zu glauben, die man hundertmal gehört hat, als eine Wahrheit, die man noch nie gehört hat.“

Seit Jahren wird mit einer massiven Medien-Kampagne Stimmung gegen die Erneuerbaren gemacht. Besonders die „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“ (INSM), die wohl einflussreichste und finanzkräftigste Lobbyorganisation der großen Energiekonzerne, nimmt mit intransparenten PR-Maßnahmen Einfluss auf die öffentliche Debatte und forciert politische Beschlüsse in eigenem Sinn.

Der arme Gabriel: Er sorgt sich um seine Stammwählerschaft im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen. Da sind zum einen die Kumpel im Kohlebergbau, zum anderen die Kommunen, die am Kohlenstromkonzern RWE beteiligt sind. Deshalb setzt er in Form der Eigenverbrauchsabgabe Maßnahmen durch, die einen deutschen Durchschnittshaushalt nur um rund 50 bis 75 Cent im Jahr entlasten, aber gleichzeitig die Bürgerenergiewende abwürgen sollen.

Um was geht es hier? Um die Energiewende? Um Verbraucher- oder Klimaschutz? Nein, der Bundesregierung geht es um den Bestandsschutz einer fossil-atomaren Energiewirtschaft, zu der CDU und SPD traditionell schon immer beste Kontakte hatten. Das neue EEG ist eine Art Notstandsgesetz für den Erhalt der vier großen Energiekonzerne.

Wird das neue EEG die dezentrale Energiewende beenden?

Sicher nicht! Bei den großen Energiekonzernen gehen die Feuer aus, an ihrem Siechtum wird sich nicht viel ändern. Die kurzfristigen Gewinne aus abgeschriebenen Kohlekraftwerken retten ihre Bilanzen nicht. Sie haben die erneuerbaren Energien unterschätzt und damit die Zukunftsentwicklung verschlafen. Da kann ihnen auch Kohlefreund Gabriel nicht mehr lange helfen.

„Nichts ist stärker als eine Idee, deren Zeit gekommen ist.“

Die Solarmesse Intersolar, die Anfang Juni 2014 in München stattfand, hat es gezeigt. Sechs Messehallen voller interessanter Ideen und Produkte. So viele Innovationen wie in diesem Jahr waren bisher noch nie auf einer Solarmesse zu sehen. Im Mittelpunkt standen intelligente Leistungselektronik, Stromspeicher, die Erschließung von Dächern und neue Betreibermodelle für die dezentrale Energiewende.

Da macht sich ein moderner, optimistischer und robuster Industriezweig auf, sich von der politischen Förderung abzunabeln. Ade EEG. Der klimaneutralen und kostenstabilen dezentralen Energieversorgung gehört die Zukunft. Übrigens: Sigmar Gabriel war auch da. Am Stand des hessischen Wechselrichterherstellers SMA sagte er (Zitat): „ … die dezentrale Energieversorgung, das ist doch Wahnsinn!“ - Wie man sich irren kann!

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