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Bau auf der Seniorenwohnanlage II und der Kita St.Vincent 

Großkrotzenburg. Seit Anfang der Woche wird auf der Seniorenwohnanlage gebaut. Alle Module sind bereits mit dem Dach verschraubt. Demnächst kann mit den Elektroarbeiten im Gebäude begonnen werden.

Bau auf der Unimoghalle und der Salzlagerhalle des Bauhofs Kirchhain 

Kirchhain. Der Bau auf der Unimoghalle des Bauhofs hat diese Woche begonnen. Das Gebäude ist bereits komplett eingerüstet und die Montage der Unterkonstruktion hat begonnen.

Bau auf dem Emsdorfer Dorfgemeinschaftshaus 

Kirchhain-Emsdorf. Auch der Ortsteil Emsdorf bekommt ein Bürgersonnenkraftwerk. Mit dem Bau wurde vor kurzem begonnen.

Bau auf der Markthalle Kirchhain 

Kirchhain. Nachdem in den Ortsteilen Kleinseelheim, Niederwald, Schönbach, Emsdorf und Anzefahr bereits Bürgersonnenkraftwerke entstanden sind, geht es jetzt auch direkt in der Kernstadt Kirchhains los.

Bau auf dem Niederwälder Kindergarten Bärenhöhle 

Kirchhain-Niederwald. Unter den staunenden Augen der Kindergartenkinder wurden alle Module sicher auf dem Dach verschraubt. Ebenso wie auf dem Dorfgemeinschaftshaus wird in den nächsten Tagen mit den Elektroarbeiten im Haus begonnen.

Bau auf dem Dorfgemeinschaftshaus in Kleinseelheim 

Kirchhain-Kleinseelheim. Die Bauarbeiten auf dem Kleinseelheimer Dorfgemeinschaftshaus haben diese Woche begonnen. In den letzten Tagen konnte die Unterkonstruktion für die Solarmodule bereits fertig montiert werden.

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07.11.2013

Berlin verabschiedet sich vom Klimaschutz

Drei Jahrhunderthochwasser in elf Jahren sollten uns eine Warnung sein (© Fotolia)

Doch die riesigen Kohlebagger fressen sich weiter durch die Landschaft (© Fotolia)

2011 beschloss die Regierung die Energiewende, 2012 und 2013 wird wieder mehr CO2 in die Luft geblasen (© Fotolia)

Wer ein großes Dach hat kann ohne Investition günstigen Sonnenstrom direkt verbrauchen (hier: Bürgersonnenkraftwerk Kopernikusschule, Freigericht)

Der Klimaschutz scheint derzeit politisch keine Chance gegen die Interessen der Energie-Dinosaurier zu haben: Bei den Koalitionsgesprächen in Berlin wurde ein Rettungspaket für die Kohleindustrie geschnürt. Doch das Bürgerinteresse an der Energiewende geht weiter.

Auch die Uno-Klimakonferenz in Warschau ist wieder zum Flop geworden. Wozu auf Experten hören? Obwohl die vielen hundert Wissenschaftler des Weltklimarats IPCC keinen Zweifel daran lassen, dass der Ausstoß von Treibhausgasen drastisch gesenkt werden muss, ist der weltweite CO2-Ausstoß seit dem Jahr 2000 um fast 50 Prozent gestiegen.

Auch im Musterland Deutschland sind die Emissionen 2012 um zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, trotz Energiewende. Obwohl zum überwiegenden Teil private Bürger mit ihren Ökostrom-Anlagen immer mehr sauberen Strom einspeisen, laufen die Kohlekraftwerke auf vollen Touren weiter und verschleudern ihren dreckigen Strom ins Ausland. Für 2013 droht eine erneute Zunahme der CO2-Werte.

In Deutschland sind die Neubauzahlen erneuerbarer Energieanlagen rückläufig. 2011 wurde die Energiewende ausgerufen, 2013 ist durch starke Kürzungen der Vergütung der Zubau der Photovoltaik gegenüber den beiden Vorjahren auf die Hälfte geschrumpft. Nun möchte die Bundesregierung auch die Bedingungen für Windkraftanlagen extrem verschlechtern. Damit wird der Zubau dort ebenfalls deutlich sinken.

Deutschland läuft Gefahr seine Glaubwürdigkeit zu verlieren und immer mehr zum Blockierer des Klimaschutzes zu werden. Die Regierung unter der „Klimakanzlerin“ blockiert schärfere CO2-Obergrenzen für Neuwagen. Eine Parteispende aus der Autoindustrie und der Wechsel von Kanzleramts-Staatsminister Eckart von Klaeden zu Daimler werfen hier Fragen auf. Auch beim europäischen Emissionshandel hat die Bundesregierung eine Reform des CO2-Zertifikatehandels verhindert.

Nach der Atomkatastrophe von Fukushima wurde die Energiewende zwar offiziell ausgerufen, blieb aber politisch ungewollt, weil sie mächtigen Lobbyinteressen entgegenstand, und wurde blockiert. Die absichtlich eingeleitete einseitige Belastung der Bürger an den Kosten soll die gesellschaftliche Akzeptanz für die Energiewende untergraben.

Die finanziellen Lasten sollten aber alle tragen, auch die stromintensive Großindustrie, die in einer guten Verfassung ist und von der Entkopplung von steigenden Rohstoffpreisen auch profitieren würde. Deutschland muss dringend diskutieren, welche Kosten in den kommenden Jahrzehnten auf uns zukommen, wenn wir jetzt nicht konsequent handeln und die Energiewende vorantreiben.

Drei Jahrhundertfluten in Deutschland innerhalb von elf Jahren (mit enormen volkswirtschaftlichen Kosten), der größte jemals verzeichnete Taifun (der auf den Philippinen katastrophale Schäden anrichtete), schwere Stürme im Mittelmeer und im Atlantik (zuletzt auf Sardinien). Die enormen Schäden durch Naturkatastrophen, die durch den Klimawandel verstärkt werden, können wir uns auf Dauer nicht leisten.

Wenn der Ausstoß von Treibhausgasen nicht gesenkt wird, wäre der Kollateralschaden einer rückwärtsgewandten Energiepolitik enorm. Durch eine jetzt noch vermeidbare Erwärmung um 4 Grad in den nächsten 80 Jahren könnte der Meeresspiegel um 9 Meter steigen, so die Modelle der Klimaforscher. Ökologisch, ökonomisch, sicherheitspolitisch und humanitär gibt es keine Alternative zur Abkehr von fossilen Brennstoffen und dem raschen Ausbau erneuerbarer Energien.

Darum müssen die Menschen die Energiewende weiter in die eigene Hand nehmen und öffentlichen Druck für eine politisch unterstützte Energie-Revolution erzeugen. Im Gegensatz zu vielen kurzfristig und einseitig handelnden politischen Akteuren ist Deutschland beim bürgerlichen Engagement für eine nachhaltige Energieversorgung immer noch vorbildlich.

Der Verein stellt dies beim regen Interesse für seine Bürgersonnenkraftwerke immer wieder fest. Die teilnehmenden Bürger machen, trotz sinkender Einspeisevergütung, sehr positive Erfahrungen mit ihren Photovoltaik-Anlagen. Denn immer mehr Dachgeber wollen von der fruchtbaren Zusammenarbeit zwischen Stromabnehmer und Stromproduzent profitieren.

So arbeiten Betriebe, Kommunen, Verwaltungen, Organisationen und Bürger Hand in Hand. Trotz sinkender Förderung von politischer Seite, die bei diesem Konzept nur noch eine Nebenrolle spielt, ist die dezentrale Erzeugung und die direkte Abnahme von klimafreundlichem Sonnenstrom (unter Vermeidung eines teuren Netzausbaus) eine vernünftige und für alle sich lohnende Sache, die vorbildlich ist und die Welt ein bisschen besser macht.

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