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Bau auf der Seniorenwohnanlage II und der Kita St.Vincent 

Großkrotzenburg. Seit Anfang der Woche wird auf der Seniorenwohnanlage gebaut. Alle Module sind bereits mit dem Dach verschraubt. Demnächst kann mit den Elektroarbeiten im Gebäude begonnen werden.

Bau auf der Unimoghalle und der Salzlagerhalle des Bauhofs Kirchhain 

Kirchhain. Der Bau auf der Unimoghalle des Bauhofs hat diese Woche begonnen. Das Gebäude ist bereits komplett eingerüstet und die Montage der Unterkonstruktion hat begonnen.

Bau auf dem Emsdorfer Dorfgemeinschaftshaus 

Kirchhain-Emsdorf. Auch der Ortsteil Emsdorf bekommt ein Bürgersonnenkraftwerk. Mit dem Bau wurde vor kurzem begonnen.

Bau auf der Markthalle Kirchhain 

Kirchhain. Nachdem in den Ortsteilen Kleinseelheim, Niederwald, Schönbach, Emsdorf und Anzefahr bereits Bürgersonnenkraftwerke entstanden sind, geht es jetzt auch direkt in der Kernstadt Kirchhains los.

Bau auf dem Niederwälder Kindergarten Bärenhöhle 

Kirchhain-Niederwald. Unter den staunenden Augen der Kindergartenkinder wurden alle Module sicher auf dem Dach verschraubt. Ebenso wie auf dem Dorfgemeinschaftshaus wird in den nächsten Tagen mit den Elektroarbeiten im Haus begonnen.

Bau auf dem Dorfgemeinschaftshaus in Kleinseelheim 

Kirchhain-Kleinseelheim. Die Bauarbeiten auf dem Kleinseelheimer Dorfgemeinschaftshaus haben diese Woche begonnen. In den letzten Tagen konnte die Unterkonstruktion für die Solarmodule bereits fertig montiert werden.

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13.02.2015

Das erwartet die Photovoltaik 2015

Auf der Photovoltaik ruht die Hoffnung der Menschen in der ganzen Welt

Wirtschaftsminister Gabriel belastet EEG-freie PV-Anlagen mit der EEG-Umlage (© Moritz Kosinsky, Wikipedia)

Deutsche Sonnenfreunde haben den weltweiten Siegeszug der PV erst ermöglicht

Autarke Stromversorgung für ganze Liegenschaften ist der Trend für 2015

Durch Vermeidung der EEG-Umlage lassen sich wieder lukrative Renditen erzielen

Das Ausschreibungsmodell ist schon als Schema eine Zumutung (Grafik wurde dem Referentenentwurf des Wirtschaftsministerium entnommen)

Nach einem äußerst schwachen Jahr 2014 für die Photovoltaik in Deutschland und einem tollen Zuwachs weltweit fragt sich: Wie wird es 2015? Und was plant der Verein?

In Deutschland sind 2014 weniger als 2 Gigawatt Photovoltaik neu installiert worden1. Damit hat sich der Zubau seit den Hochzeiten etwa geviertelt. Geschuldet ist dies nach Ansicht des Vereins weniger den leicht sinkenden Vergütungssätzen als den immer komplexer werdenden gesetzlichen Regelungen und technischen Vorschriften.

Nicht betroffen davon ist der Verein, der 2014 genauso viele Bürgersonnenkraftwerke errichtet hat wie bisher. Von Rückgang also keine Spur. Ganz im Gegenteil. Da es immer schwieriger wird, in Eigenregie PV-Anlagen zu errichten, entschließen sich immer mehr Investoren, dies in erfahrene Hände zu geben.

Weltweit boomt die PV

Die gute Nachricht für unser Klima ist, dass weltweit die Photovoltaik boomt. Zwischen 16 und 25% wird der Zubau 2015 wachsen2. Eine riesiger Erfolg, der besonders den Deutschen zu verdanken ist, ohne die diese Technologie nie so günstig geworden wäre. Leider sorgt die weltweite Nachfrage, getragen von China, Japan und den USA, auch dafür, dass in nächster Zukunft keine größeren Preissenkungen zu erwarten sind. Mit ein Grund, dass sich für das laufende Jahr deutschlandweit leider keine Trendwende abzeichnet.

Sprunghaft gestiegenes Interesse an Bürgersonnenkraftwerken

Ganz anders bei der Sonneninitiative. Hier steigt das Interesse an den Bürgersonnenkraftwerken schon zu Jahresbeginn sprunghaft. Gerade die Diskussion um den angeblich „alternativlosen“ Ausbau der Fernleitungen ruft die Freunde regionaler Stromerzeugung auf den Plan. Sie wollen zeigen, dass Energiewende nicht nur der Umstieg auf eine CO2-freie Herstellung bedeutet, sondern auch die Regionalisierung und Demokratisierung unserer Energieerzeugung. Weg von den Konzernen, hin zu den Bürgern. Gerade vom Trassenverlauf tangierte Kommunen wollen mit neuen Bürgersonnenkraftwerken zeigen: „Mit uns nicht! Da erzeugen wir den Strom lieber hier vor Ort.

Sonnenstrom jetzt auch nachts

Dem kommt ein neuer Trend entgegen: Batteriesysteme, von der Hausbatterie mit 4-6 kWh Kapazität bis zu Speichersystemen fürs Gewerbe, erlauben den Verbrauch von Sonnenstrom auch in der Nacht. Die Analysten von IHS Technology sehen den Markt vor einem Boom, er wird bis 2018 um das zehnfache wachsen3. Einen Durchbruch erwarten die Forscher für 2015: Der Preis werde demnach um weitere 15 Prozent sinken4. Da kommt also eine echte Lösung für das beliebte Argument: „Und, was machst du Nachts, wenn die Sonne nicht scheint?

Ein Jahr ohne Reform

Von Seiten der rechtlichen Rahmenbedingungen sind 2015 keine gravierenden Änderungen geplant, das EEG 2014 ist ja auch gerade erst in Kraft getreten. Einzig bei den Ausschreibungen für Freiflächenanlagen macht ein Bürokratiemonster5 den Errichtern das Leben schwer. Momentan lässt sich nur Vermuten, was das bedeutet. „Obwohl Strom aus neuen Solarparks inzwischen preiswert geworden ist, soll deren weiterer Ausbau in Deutschland gedrosselt und gedeckelt werden. Das Auktionsvolumen ist viel zu klein. Dies verteuert Solarstrom unnötig“, meint Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar6.

Da die Sonneninitiative auf Dächer setzt, könnte das den Verein eigentlich kalt lassen. Könnte, denn ...

Ausschreibungen ab 2016 auch für Dachanlagen

... ab 2016 unterliegen auch Dachanlagen ab 100 kWp dem Ausschreibungsgebot. Da das Verfahren einen enormen Aufwand bereits vor der Errichtung bedeutet, wird sich der Verein voraussichtlich nicht daran beteiligen. Das bedeutet: 2015 könnte das letzte Jahr für Bürgersonnenkraftwerke mit einer Leistung größer als 100 kWp und EEG-Einspeisung sein.

Ende des EEG – Anfang des PV-Strom-Marktes

Mit dem Beginn der Ausschreibungen ist das Ende der Förderung durch das EEG endgültig eingeläutet. Doch ist das wirklich so schlimm? Schon heute liefern PV-Anlagen den Strom günstiger vor Ort als jedes andere Kraftwerk. Der Verein bereitet sich darauf vor und verkauft auch heute schon den Sonnenstrom direkt an Gebäudeeigentümer. Noch ist die Vergütung durch das EEG manchmal besser, auf jeden Fall aber einfacher zu handhaben. Mit Sinken der EEG-Umlage, die ungerechterweise von PV-Anlagen, die sich aus der Förderung verabschiedet haben, verlangt wird, wird auch der Verkauf vor Ort immer attraktiver.

Neue Konzepte

Der Verein erarbeitet zur Zeit neue Konzepte für Bürgersonnenkraftwerke. Dabei geht es darum, die Belastung des verkauften Stroms vor Ort zu minimieren um die Rendite für die Investoren zu erhöhen. Auch Konzepte zur Vollversorgung von ganzen Liegenschaften über zusätzliche Stromerzeuger wie Batteriespeicher oder Kraft-Wärme-Kopplung werden zur Zeit mit Partnern entwickelt. Für ausgewählte Projekte soll so eine Autarkie, verbunden mit der völligen Loslösung vom Netz und den energierechtlichen Vorgaben erreicht werden. Dann kann die Photovoltaik als günstigste Energiequelle endlich ihr volles wirtschaftliches Potenzial ausspielen.

Fazit

Wer in Deutschland Wert auf eine EEG-Förderung legt, sollte 2015 unbedingt zuschlagen. Gerade zum Jahresende könnte es eng werden, wenn sich das herumgesprochen hat. Für Investoren bleibt die Photovoltaik auch in Zukunft eine lukrative Möglichkeit, vor allem, da Speicherung und Trennung vom Netz einen noch lukrativeren Direktverkauf verspricht. Kleine Bürgersonnenkraftwerke werden vom Verein auch nach 2015 noch gebaut, größere auch, dann aber ohne EEG.

Weltweit ist der Knoten bei der Photovoltaik durch die deutschen „Billigmacher“ geplatzt. Ein Etappensieg für den Klimaschutz, an dem wir alle mitgewirkt haben. Mal schauen, ob das noch einmal klappen kann – diesmal für Batteriespeicher.


1) genau: 1.952.807 MWp, Quelle: www.bundesnetzagentur.de/cln_1432/DE/Sachgebiete/ElektrizitaetundGas/Unternehmen_Institutionen/ErneuerbareEnergien/Photovoltaik/DatenMeldgn_EEG-VergSaetze/DatenMeldgn_EEG-VergSaetze_node.html, Download: EEG-Fördersätze Januar bis März 2015

2) press.ihs.com/press-release/design-supply-chain/ihs-news-flash-solar-market-predictions-2015

3) IHS Technology Energy Storage in PV Report - 2014 technology.ihs.com/461779

4) www.photovoltaik.eu/Abo/Abo-Leserservice/IHS-Markt-fuer-Heimspeicher-vor-dem-Boom,QUlEPTYxODY5MSZNSUQ9MTEzNjE0.html

5) Der Referentenentwurf umfasst 101 Seiten, 35 §, Strafzahlungen etc.. Das der § 1 „Ziel der Verordnung“ mit den Worten „Zur Steigerung der Stromerzeugung aus solarer Strahlungsenergie ...“ beginnt, schlägt dem Faß den Boden aus.

6) www.solarwirtschaft.de/pv-freiflaechenanlagen.html

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