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Bau auf der Seniorenwohnanlage II und der Kita St.Vinzenz 

Großkrotzenburg. Die Bürgersonnenkraftwerke auf der Seniorenwohnanlage und der Kindertagesstätte sind dachseitig fertiggestellt. Auch mit den Elektroarbeiten in den Gebäuden wurde schon begonnen.

Bau auf der Unimoghalle und der Salzlagerhalle des Bauhofs Kirchhain 

Kirchhain. Der Bau auf der Unimoghalle des Bauhofs hat diese Woche begonnen. Das Gebäude ist bereits komplett eingerüstet und die Montage der Unterkonstruktion hat begonnen.

Bau auf dem Emsdorfer Dorfgemeinschaftshaus 

Kirchhain-Emsdorf. Auch der Ortsteil Emsdorf bekommt ein Bürgersonnenkraftwerk. Mit dem Bau wurde vor kurzem begonnen.

Bau auf der Markthalle Kirchhain 

Kirchhain. Nachdem in den Ortsteilen Kleinseelheim, Niederwald, Schönbach, Emsdorf und Anzefahr bereits Bürgersonnenkraftwerke entstanden sind, geht es jetzt auch direkt in der Kernstadt Kirchhains los.

Neues vom Solarbau im Frankfurter Westend 

In Frankfurt-Unterlindau entstehen mehrere Bürgersonnenkraftwerke auf Wohngebäuden. Mehr als die Hälfte der Anlage war vor Weihnachten montiert.

Bau auf der Feuerwehr in Anzefahr  

Kirchhain-Anzefahr, Kreis Marburg-Biedenkopf. Das Dach der Feuerwehr wird zukünftig echten klimaneutralen Sonnenstrom produzieren

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01.11.2013

Alle Jahre wieder: Warnung vor Blackout

Kohlekraftwerke sind inzwischen unrentabel (© Fotolia)

Um an staatliche Subventionen zu kommen schüren die Betreiber Ängste

Die Kohle-Lobby schürt derzeit wieder Ängste vor Stromausfällen im Winter. Damit will sie sich Milliarden-Subventionen vom Staat sichern.

Der Ausbau der erneuerbaren Energien, die keine Brennstoffkosten verursachen, hat den Betrieb von Kohlekraftwerken unwirtschaftlich gemacht. Um mit ihren Dreckschleudern aber weiterhin Geld zu verdienen, fordern die Betreiber staatliche Hilfen in Milliardenhöhe, weil angeblich sonst die Lichter in Deutschland ausgehen.

Das kennen wir alles auch aus den vergangenen Jahren, aber dieses Jahr ist etwas besonders: In Berlin laufen die Koalitionsverhandlungen, die Weichen für die Energiewende werden neu gestellt.

Zwar hat die Kohle-Wirtschaft einen ihrer wichtigsten Fürsprecher, Wirtschaftsminister Rösler, durch die Wahl verloren, aber sie bringt sich wieder in Stellung. Über den künftigen Kurs bei der Energiewende verhandeln in Berlin ausgerechnet zwei Kohlefreunde, Umweltminister Peter Altmaier und NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft.

Aber brauchen wir wirklich Kohlekraftwerke um die Versorgungssicherheit zu bewahren?

Tagsüber gibt es in Deutschland immer mehr Solarstrom, der in die Nacht gebracht werden könnte. Dazu eignen sich neben Stromspeichern auch Elektro-Mobile, die diese Pufferfunktion ausfüllen könnten, da sie den größten Teil des Tages und der Nacht am Netz hängen – wenn es genügend davon gäbe.

Die Bundesregierung strebt im Rahmen des „Nationalen Entwicklungsplans Elektromobilität“ an, bis zum Jahr 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf deutsche Straßen zu bringen. Doch passiert ist bisher wenig, nur knapp 10.000 E-Mobile sind angemeldet. Staatliche Fördergelder fließen vor allem an große Firmen, für fragwürdige Prestigeentwicklungen. Die innovative mittelständische Industrie und der Endkunde wird nicht gefördert.

Das Institut für ZukunftsEnergieSysteme (IZES) beschreibt in einer aktuellen Studie (>>hier) im Auftrag der Umweltorganisation Greenpeace wie es in Zukunft auch gehen könnte. Der Austausch elektrischer Nachtspeicheröfen durch moderne Heizsysteme würde demnach erheblich zur Versorgungssicherheit beitragen. Auch der Ausbau flexibler Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK-Anlagen) könnte Schwankungen bei der Einspeisung von Wind- und Sonnenstrom gut ausgleichen, die Netzstabilität erhöhen und damit den Betrieb klimaschädlicher Kohlekraftwerke überflüssig machen.

Etwa 1,4 Millionen Haushalte heizen noch immer mit elektrischen Nachtspeicheröfen, die im Winter sehr viel Strom brauchen. Der Ausstieg aus dieser Technik bis zum Jahr 2020 war bereits beschlossen, die schwarz-gelbe Bundesregierung hat ihn jedoch wieder rückgängig gemacht. Damit begünstigte sie die großen Energieversorger, die ihre schwerfälligen fossilen Kraftwerke damit besser auslasten können.

Die Kohle-Wirtschaft fordert mehrere Milliarden jährlich. Was kostet die umweltfreundliche Alternative?

Die sich aus der IZES-Studie ergebenden Vorschläge von Greenpeace sind Folgende: Zusätzliche KWK-Anlagen mit einer Kapazität von vier bis sechs Gigawatt könnten für 300 bis 450 Millionen Euro jährlich gebaut werden. Mit rund 750 Millionen Euro im Jahr sollte der Staat private Hausbesitzer bei der Umrüstung der Heizungen unterstützen.

Damit lägen die Kosten bei rund 1,2 Milliarden Euro pro Jahr, was deutlich günstiger als die geforderten rund 6 Milliarden für Kohlekraftwerke ist. Die Vorschläge könnten schnell umgesetzt werden, die Technik ist da. Auch käme das Geld der heimischen Wirtschaft zu Gute. Bei der Subventionierung der Kohle-Wirtschaft würde ein Großteil für den Kauf von Steinkohle ins Ausland abfließen.

Es wäre gut, wenn man in Berlin die Ergebnisse der IZES-Studie zur Kenntnis nehmen und die Vorschläge ernsthaft in Betracht ziehen würde. Es ist bekannt, dass sich die große Mehrheit der Bürger eine schnelle Umsetzung der Energiewende wünscht. Die Politik muss sich am Interesse der Bürger orientieren und darf nicht dem Druck einer mächtigen Industrie-Lobby nachgeben, die keine zukunftsfähigen Lösungen anbietet sondern eigene Interessen verfolgt.

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