Bei den Bürgersonnenkraftwerken lief in den letzten Wochen die Jahresabrechnungen der Sonnenerträge 2010. Besonders bei neuen Photovoltaikanlagen hilft Geduld aber auch kräftiges Nachhaken bei den Energieversorgern, damit diese die sonnigen Kilowattstunden in Euro auszahlen.
Das Jahr 2010 war nicht nur für die Photovoltaik in Deutschland ein Rekordjahr. Auch die jungen Abteilungen „Photovoltaik-Abrechnung“ der Energieversorger hatten rekordverdächtig viel zu tun. Nicht alle Energieversorger waren auf diesen Ansturm vorbereitet. So kam es, dass neue Anlagen manchmal mehrere Monate auf die Erfassung durch die Versorger – und damit das erste Geld – warten mussten. Es ist sogar vorgekommen, dass Anlagen, die am selben Tag vom selben Versorger ans Netz angeschlossen wurden, ihre Abrechnung mit einer Differenz von zwei Monaten erstellt bekommen hatten.
Der Verein muss bei der Abrechnung mit einem Dutzend Energieversorgungsunternehmen zusammen arbeiten, das jedes sein eigenes System hat. Den Sachbearbeitern ist der Name Sonneninitiative schon längst ein Begriff. In ständigem Dialog versucht der Verein auf eine schnelle Bearbeitung hinzuwirken, Unklarheiten auszuräumen und Zahlungen zu beschleunigen. Doch gerade bei den kleineren Energieversorgern besteht noch Nachholbedarf in Sachen „zeitgemäße Abrechnung“. Immerhin muss man den Versorgern heute nicht mehr erklären, was eine Photovoltaikanlage ist.
Bei der Jahresabrechnung dauerte es auch in den vergangenen Jahren bis Mitte März, ehe der letzte Zähler abgelesen ist und die Abrechnung des Energieversorgers dem Verein vorliegt. Den Teilnehmern an den Bürgersonnenkraftwerken entgeht dabei nichts, denn die Erträge werden ja in jedem Fall vollständig ausbezahlt.
Der Eindruck des Verein ist: Die Energieversorger bauen ihre Abteilungen aus und das Personal wird effektiver. Die Verzögerungen bei der neuen Inbetriebnahme von Bürgersonnenkraftwerken werden wohl in Zukunft immer seltener werden.