Schnellkontakt

  Ich möchte Teilnehmer werden beim:
 
 Frau      Herr
Nachname *
Telefon
E-Mail *

  Weitere Kontaktmöglichkeiten:

   

 

Wo wünschen Sie sich eine E-Tankstelle? 

Der Verein setzt sich weiter für den Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektromobiltät ein. Um zu wissen wo eine Ladesäule Sinn macht, benötigen wir Ihre Hilfe.

Bau auf der Unimoghalle und der Salzlagerhalle des Bauhofs Kirchhain 

Kirchhain. Der Bau auf der Unimoghalle des Bauhofs hat diese Woche begonnen. Das Gebäude ist bereits komplett eingerüstet und die Montage der Unterkonstruktion hat begonnen.

Bau auf dem Emsdorfer Dorfgemeinschaftshaus 

Kirchhain-Emsdorf. Auch der Ortsteil Emsdorf bekommt ein Bürgersonnenkraftwerk. Mit dem Bau wurde vor kurzem begonnen.

Bau auf der Markthalle Kirchhain 

Kirchhain. Nachdem in den Ortsteilen Kleinseelheim, Niederwald, Schönbach, Emsdorf und Anzefahr bereits Bürgersonnenkraftwerke entstanden sind, geht es jetzt auch direkt in der Kernstadt Kirchhains los.

Neues vom Solarbau im Frankfurter Westend 

In Frankfurt-Unterlindau entstehen mehrere Bürgersonnenkraftwerke auf Wohngebäuden. Mehr als die Hälfte der Anlage war vor Weihnachten montiert.

Bau auf der Feuerwehr in Anzefahr  

Kirchhain-Anzefahr, Kreis Marburg-Biedenkopf. Das Dach der Feuerwehr wird zukünftig echten klimaneutralen Sonnenstrom produzieren

Sie sind hier: Home │ Sonnenmagazin │ Artikel des Vereins │ 2014: Bekommen die Erneuerbaren mehr Unterstützung aus Berlin?

14.01.2014

2014: Bekommen die Erneuerbaren mehr Unterstützung aus Berlin?

Kommt die Energiewende mit der neuen Regierung wieder auf den richtigen Weg?

Mit einer neuen Regierung, neu verteilten politischen Kompetenzen und neuem Personal geht es ins neue Jahr. Wird die Energiewende nun vernünftiger gestaltet als in den letzten Jahren?

Von 2000 bis 2012 entwickelte sich die Energiewende in Deutschland sehr gut. Die großen Energiekonzerne verschliefen zwar die Entwicklung, aber viele Bürger engagierten sich und investierten in erneuerbare Energien. So wurden aus fünf Prozent Ökostrom in wenigen Jahren 24 Prozent. Doch jetzt, Anfang 2014, sind wir erst bei 25 Prozent.

Die Lobbyisten der Stromkonzerne haben ganze Arbeit geleistet und mit Hilfe ihrer politischen und journalistischen Erfüllungsgehilfen die Energiewende ins Stocken gebracht. Es wurde einiges getan um den Strom für den kleinen Verbraucher teurer zu machen, dem man dann das Märchen vom teuren Ökostrom erzählte. Die Folgen und Kosten des Verzichts auf einen schnellen Ausbau der Erneuerbaren wurden verschleiert.

Zudem gab es viel Kompetenzgerangel und die für die Energiewende zuständigen Minister waren sich selten einig. In der neuen Koalition sind die Zuständigkeiten besser gebündelt und auch das zuständige Personal wird wohl besser miteinander können.

Die Absichtserklärungen im neuen Koalitionsvertrag ließen zwar keine große Freude aufkommen. Aber: Es kommt auf das Personal an, was dann wirklich gemacht wird. Und hier kommt Hoffnung auf, denn einige Freunde der Erneuerbaren sitzen jetzt an den Schalthebeln.

Unter dem früheren Umweltminister Sigmar Gabriel kam die Energiewende ganz gut voran, jedes Jahr circa zwei Prozent mehr Ökostrom. Gabriel musste allerdings stets gegen den Wirtschaftsminister und die alten Energieinteressen ankämpfen. Jetzt ist er Energie- und Wirtschaftsminister.

An seiner Seite steht sein Staatssekretär Rainer Baake, ein ausgewiesener Energie-Experte. Der Diplom-Volkswirt Baake war im Landkreis Marburg-Biedenkopf stellvertretender Landrat. 1991 berief ihn Joschka Fischer zum Staatssekretär im hessischen Umweltministerium. Von 1998 bis 2005 war Baake Staatssekretär im von Jürgen Trittin geleiteten Bundesumweltministerium. In dieser Zeit hatte er die Verantwortung für die umweltpolitischen Großprojekte der damaligen Bundesregierung: Atomausstieg, Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), Emissionshandel und Kyoto-Protokoll. Von 2006 bis 2012 war Baake Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe und beschäftigte sich dort schwerpunktmäßig mit Klima- und Energiefragen. Seit April 2012 leitete er das Denk- und Politiklabor Agora Energiewende.

Im von der SPD-Ministerin Barbara Hendriks geleiteten Umwelt-Ressort ist künftig auch die Baupolitik angesiedelt. Beim Thema Wärmedämmung im Altbau liegt das größte Einsparpotenzial im gesamten Energiebereich. Dafür ist jetzt der neue Staatssekretär Jochen Flasbarth zuständig, früher Chef des Umweltverbandes NABU und zuletzt Präsident des Umweltbundesamtes. Auch Flasbarth ist ein engagierter Freund der Erneuerbaren und der Energieeffizienz.

Es besteht also Hoffnung, dass die Energiewende politisch nun in besseren Händen ist, nicht mehr gebremst und wieder auf den richtigen Weg gebracht wird. Eine Reform des EEG soll zu Ostern vorgestellt werden und wird wohl frühestens im Herbst in Kraft treten. Gabriel und Baake haben viele gute Erfahrungen mit dem EEG gemacht, unter ihrer Federführung kann das reformierte EEG noch besser werden und die bürgerschaftliche Energiewende wieder beschleunigen.

Eine erfreuliche politische Situation ist auch in Hessen entstanden. Auf kommunaler Ebene haben Bündnisse von CDU und Grünen schon sehr erfolgreich nachhaltige Energiepolitik betrieben, z.B. im Landkreis Marburg-Biedenkopf, aus dem auch Staatssekretär Rainer Baake stammt. Wenn diese sehr positiven Erfahrungen Eingang in die Landesebene finden, kann Hessen zu einem Musterland für die Umsetzung der Energiewende werden.

Der Verein Sonneninitiative wird sich weiter in verschiedenen Gremien, Beiräten und Arbeitsgruppen, bei Workshops, Messen und anderen Aktionen für die Erneuerbaren, insbesondere für die Solarenergie, einsetzen. Die Erfahrungen des Vereins aus den letzten über zehn Jahren zeigen, dass man mit plausiblen Argumenten und erfolgreichen Beispielen nicht nur Bürger, sondern auch verantwortungsvolle politische Entscheidungsträger erreichen kann. Sowohl in Hessen wie auch im Bund tun sich im neuen Jahr Türen auf.

zum Seitenanfang