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Bau auf der Unimoghalle und der Salzlagerhalle des Bauhofs Kirchhain 

Kirchhain. Der Bau auf der Unimoghalle des Bauhofs hat diese Woche begonnen. Das Gebäude ist bereits komplett eingerüstet und die Montage der Unterkonstruktion hat begonnen.

Bau auf dem Emsdorfer Dorfgemeinschaftshaus 

Kirchhain-Emsdorf. Auch der Ortsteil Emsdorf bekommt ein Bürgersonnenkraftwerk. Mit dem Bau wurde vor kurzem begonnen.

Bau auf der Markthalle Kirchhain 

Kirchhain. Nachdem in den Ortsteilen Kleinseelheim, Niederwald, Schönbach, Emsdorf und Anzefahr bereits Bürgersonnenkraftwerke entstanden sind, geht es jetzt auch direkt in der Kernstadt Kirchhains los.

Neues vom Solarbau im Frankfurter Westend 

In Frankfurt-Unterlindau entstehen mehrere Bürgersonnenkraftwerke auf Wohngebäuden. Mehr als die Hälfte der Anlage war vor Weihnachten montiert.

Bau auf der Feuerwehr in Anzefahr  

Kirchhain-Anzefahr, Kreis Marburg-Biedenkopf. Das Dach der Feuerwehr wird zukünftig echten klimaneutralen Sonnenstrom produzieren

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Macher der Energiewende trafen sich in Marburg

Hier wurde auch früher schon Geschichte geschrieben: die (alte) Philipps-Universität Marburg

Interessante Vorträge aus allen Bereichen des Themas erneuerbare Energien

Die historische Alte Aula beeindruckte durch ihre gediegene Atmosphäre

Prof. Dr. Dr. h.c. Gilbert Gornig von der Juristischen Fakultät als Gastgeber seitens der Universität

Den Sponsoren, die im Kreuzgang kleine Konferenzstände aufgebaut hatten, gilt seitens der Veranstalter besonderer Dank

In zahlreichen Workshops konnten Themen vertieft werden

Landrat Robert Fischbach stellte die Kampagne RegioEnergie und das Magazin ERNA vor

Gründungsfreier des RegioSolar-Vereins in der „Milchbar“ der Universität

„Familienfest“ beim Buffet im Hotel am Schlossberg

Eine Exkursion ins Bioenergiedorf Oberrosphe als gelungener Abschluss

Die fünfte RegioSolar-Konferenz fand auf Einladung des BSW Solar und des Vereins Sonneninitiative e.V. vom 18. bis 20. September in Marburg statt. Rund 250 Initiativenvertreter berieten sich „auf dem Weg zu 100% erneuerbaren Energien“.

In der historischen Alten Aula der Philipps-Universität Marburg trafen sich Solar- bzw. Energieinitiativen aus ganz Deutschland und dem deutschsprachigen Ausland, um Erfahrungen auszutauschen und Kontakte zu knüpfen, aber auch um Argumente für den sofortigen Umstieg auf eine vollständig aus erneuerbaren, regional erzeugten Energien aufgebaute Versorgung auszutauschen. Vertreter aller Teildisziplinen der Erneuerbaren waren da und man war sich einig: Gerade die Kombination von Sonne, Wind, Biomasse, Erdwärme, Wasserkraft, der Steigerung der Energieeffizienz und der elektrischen Mobilität ermöglicht einen kompletten Ersatz aller fossilen und atomaren Energien.

Und auch darüber war man sich einig: Der Ausbau der Erneuerbaren geht sehr viel schneller als es selbst Optimisten für möglich gehalten hätten. Bis 2020 könnten zum Beispiel bereits 40 Prozent oder mehr des deutschen Stroms erneuerbar hergestellt werden. Bereits sechs Millionen Menschen leben heute schon in Regionen, die sich ein konkretes 100%-Ziel gesetzt haben.

Schwerpunkt der Konferenz und der integrierten Workshops waren deshalb besonders die Umsetzungsstrategien hierzu - von der Technik regenerativer Kombikraftwerke (Dr. Peter Moser, deENet), den Chancen solarer Mobilität (Thomic Ruschmeyer, Bundesverband Solare Mobilität) über rechtliche Möglichkeiten (Fabio Longo, Eurosolar) bis hin zu bürgerlichem Engagement (Birgit Baindl, ZIEL 21; Volker Klös, Sonneninitiative).

Zu den Wegen zur Umsetzung gab es durchaus unterschiedliche Positionen. Der Marburger Bürgermeister Dr. Franz Kahle hält zum Beispiel Pflichten der Bürger für nötig, denn Energiepolitik habe auch sehr viel mit Sozialpolitik zu tun. Er möchte besonders den Vermietern eine Verpflichtung zur Nutzung von Sonnenenergie ins Stammbuch schreiben, auch um dauerhaft sozialverträgliche Nebenkosten zu erreichen. Der Landrat des Landkreises Marburg-Biedenkopf, Robert Fischbach, setzt hingegen auf Eigeninitiative der Bürger und will diese mit der Werbekampagne RegioEnergie auf die Sprünge helfen. Er stellte die Kampagne vor und präsentierte die erste Ausgabe des kreiseigenen Energiemagazins ERNA. Erhard Renz und Daniel Bannasch (Metropolsolar) setzen hingegen auf den sportlichen Wettkampf, indem sie vier Landkreise zur „Metropolsolar-Wette“ motivieren.

Für sehr wichtig hielten alle die sogenannten „Best Practice“-Beispiele. Erläutert wurden bei dieser fünften RegioSolar-Konferenz die energieautarke Schule in Heskem, das Bioenergiedorf Oberrosphe und die Firma Wagner & Co., jeweils aus dem Kreis Marburg-Biedenkopf.

Als Auftakt der Konferenz fand bereits am Donnerstag das Kommunalforum statt. Hier trafen sich energieengagierte Kommunalpolitiker, um über ihre Erfahrungen bei der Umsetzung von Energieprojekten zu debattieren. Beispielsweise sprach Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer über die Klimaschutzkampagne „Tübingen macht blau“, über die Möglichkeiten Energiepolitik mit eigenen Stadtwerken zu machen und über den Konflikt für den Übergang nötigenfalls auch moderne Kohlekraftwerke neu bauen zu müssen.

An diesem Donnerstagabend fand auch die Gründungsfeier des RegioSolar-Vereins statt. Der neue Verein soll die als Projekt des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW Solar) begonnene Arbeit zur deutschlandweiten Vernetzung aller Solarinitiativen als Dachverband fortführen. Ab 2010 wird der Verein auch die Konferenz eigenständig durchführen. Zur Zeit werden Mittel und Wege zur Finanzierung der für die deutsche Energiewende so wichtigen Arbeit gesucht.

Am Freitagabend gab es das schon traditionelle RegioSolar Buffet. Neben kulinarischen Köstlichkeiten sorgte der Flamenco auf dem Flachkollektor für Stimmung und Verwunderung - keiner glaubte hinterher noch, dass der Kollektor durch Hagel zerstört werden könnte. Der Energiepolitiker und MdB Hans-Joseph Fell, selber Mitgründer einer Solarinitiative, brachte die versammelten Experten wie jedes Jahr wieder auf den letzten Stand in Sachen Energiepolitik auf nationaler und europäischer Ebene. Gleichzeitig motivierte er die Initiativen nicht locker zu lassen, denn die Energiewende müssen „von unten kommen“.

Nach der Fortsetzung der Workshops und der von Gerhard Stri-Hipp (Geschäftsführer des BSW Solar) moderierten Abschlussdiskussion ging es zum Ausklang noch einmal auf Exkursion. Die nagelneue Solarfabrik von Wagner & Co. in Kirchhain wurde bestaunt. Hier laufen ab sofort jährlich hunderttausende Kollektoren vom Band. Die moderne Fabrik wird zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien versorgt. Auch das Bioenergiedorf Oberrosphe hatte es den Konferenzteilnehmern angetan. Nach Installation eines sieben Kilometer langen Nahwärmenetzes geht Anfang Oktober eine Hackschnitzelanlage an den Start, die dem Dorf jährlich etwa 300.000 Liter Heizöl erspart.

Sichtlich erschöpft und doch froh über den Kontakt zu den vielen Gleichgesinnten traten die Teilnehmer der Konferenz am Samstagnachmittag die Rückreise zu ihren heimatlichen Wirkungsstätten an. Mit genug positiver Energie aufgeladen, wieder das ganze Jahr über für die gute Sache zu kämpfen – bis zur nächsten RegioSolar-Konferenz, die wieder mit Freude und Spannung erwartet wird.

 

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