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Eppstein-Ehlhalten Feuerwehr 

Auf das Dach der Freiwilligen Feuerwehr in Eppstein-Ehlhalten wurde ein Bürgersonnenkraftwerk gebaut. Noch vor April 2012 war die Betriebsbereitschaft hergestellt.

Weilburg Hessentagshalle 

Die Hessentagshalle in Weilburg wird von Schulen und Vereinen für Sportveranstaltungen genutzt. Seit Frühjahr 2012 wird auch das Dach genutzt - zur Sonnenstromernte mit einem Bürgersonnenkraftwerk.

Solms-Oberbiel Feuerwehr 

Die Mehrzweckhalle in Solms-Oberbiel hat ein zweites Bürgersonnenkraftwerk bekommen, auf dem Gebäudeteil der Feuerwehr. Noch im März 2012 wurde es betriebsbereit.

Dreieich Deponie Buchschlag 

Südlich von Frankfurt, bei Dreieich im Landkreis Offenbach, liegt das Gelände der ehemaligen Hausmülldeponie Buchschlag. Ein ideales Gelände für den Bau von Photovoltaikanlagen - Hessens größter Solarpark ist hier entstanden. Nur noch wenige Tage besteht die Möglichkeit der Teilnahme an diesem Projekt.

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Neue Energien im Kreis Marburg-Biedenkopf

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Bürgermeister Manfred Apell

Landrat Robert Fischbach

Volker Klös

Thomas Berg

Hochkarätig besetzt: das Podium

Publikum aus energieinteressierten Entscheidern und Bürgern

Erwin Koch

Hans-Jochen Henkel

Landrat Robert Fischbach

Bürgermeister Manfred Apell

Thomas Berg

Christof Geiger

Fabio Longo

Podium

Unter dem Motto „Neue Energien im Kreis Marburg-Biedenkopf. Chancen und Grenzen der heimischen Energieproduktion“ diskutierten rund 60 Kommunalpolitiker, Energieexperten und Bürger am Freitag, dem 16. Mai 2008, im Dorfgemeinschaftshaus in Lahntal-Caldern die energetische Zukunft des Landkreises.

Nach der Begrüßung durch den Gastgeber Bürgermeister Manfred Apell aus Lahntal und Landrat Robert Fischbach, einer thematischen Einleitung durch Volker Klös vom Verein und einem Initialvortrag von Thomas Berg von der Juwi Holding AG diskutierte das fachkundige Podium unter Moderation von Apell über die aufgeworfenen Fragen.

  • Können wir als Verbraucher auch Handelnde einer „Energiewende“ werden?
  • Lassen sich regionale Entwicklungen einleiten um mit regionalen Mitteln Energieproduktion, Klimaschutz und Versorgungssicherheit zu generieren?
  • Entwickeln sich daraus vielleicht sogar neue Chancen und Standortvorteile für eine ganze Region?

Einleitend betonte Fischbach die Vorreiterrolle des Landkreises beim Thema Energie. Der Landkreis habe sich schon im vergangenen Jahr zum Ziel einer 100-prozentigen Selbstversorgung per Kreistagsbeschluss bekannt. Bis 2040 soll es geschafft sein. Leuchtturmprojekte, wie die BioRegio Holz Lahn, das Bioenergiedorf Oberrosphe oder die energieautarke Schule in Heskem sollen zeigen, dass es möglich ist. Gleichzeitig müsse die Bevölkerung informiert und motiviert werden, was durch die Kampagne RegioEnergie erfolgen werde. Jetzt gehe es vor allem darum, Netzwerke zu bilden und konkrete Projekte anzustoßen, so Fischbach.

Generell herrschte Einigkeit darüber, dass jetzt die Zeit kommunalen und regionalen Handels gekommen ist. Uneinigkeit bestand jedoch manchmal in der Art der Umsetzung. Während Fabio Longo, Rechtsanwalt und Befürworter einer solaren Baupflicht, mittels Baurecht besonders die Vermieter in die Pflicht nehmen will, sprachen sich andere für Anreize statt Zwang aus. Auch das Thema Bioenergie vs. Nahrungsmittel wurde angesprochen. Hier waren sich Erwin Koch (Vorsitzender des Bauernverbands), Christof Geiger (Vorstandsmitglied des Deutschen Energie-Pellet-Verbands DEPV) und  Hans-Jochen Henkel (Vorsitzender des Bioenergiedorfs Oberrosphe) einig: Es seien noch genügend ungenutzte Ressourcen vorhanden, ob als Stroh auf dem Acker, Gülle aus der Tierhaltung oder Restholz im Wald, als das wirklich Nahrungsmittel „verbrannt“ werden müssten.

Erfreulich war, dass sich die Diskussion zum Thema Windkraft, verglichen mit der hochemotionalen Betrachtung vor dem Landtagswahlkampf, sehr versachlichte. Dazu trug besonders Thomas Berg bei, dessen Arbeitgeber, die Juwi Holding AG, viel Erfahrung im benachbarten Rheinland-Pfalz gerade auch an weniger windstarken Standorten mit diesem „Arbeitspferd“ der erneuerbaren Energien hat. Nach einiger Zeit entspann sich dann auch mit dem Publikum eine angeregte Diskussion, bei der alle auf kommunaler Ebene relevanten Themen der Energiewende zur Sprache kamen. Ansiedlung einer Pelletproduktion im Landkreis, Nahwärmenetze, diverse Energieprojekte und Flächenressourcen der Bioenergie sind nur einige Stichpunkte über die teilweise ausführlich gesprochen wurde.

Insgesamt war es ein aufschlussreicher und hoffentlich produktiver Auftakt das Thema Energie auf sehr breiter Basis im Landkreis zu diskutieren. Der Verein verbindet damit die Hoffnung, dass sich aus solchen Gesprächen Netzwerke bilden, aus denen im nächsten Schritt viele Projekte zur Energieerzeugung, zur Produktion von Energietechnik und zur Steigerung der Energieeffizienz entstehen. Schließlich, und da waren sich alle Diskussionsteilnehmer einig, geht es nicht nur um die Zukunft unseres Ökosystems, sondern auch um die Zukunft unserer Wirtschaft und unseres Lebensstandards.

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