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Eppstein-Ehlhalten Feuerwehr 

Auf das Dach der Freiwilligen Feuerwehr in Eppstein-Ehlhalten wurde ein Bürgersonnenkraftwerk gebaut. Noch vor April 2012 war die Betriebsbereitschaft hergestellt.

Weilburg Hessentagshalle 

Die Hessentagshalle in Weilburg wird von Schulen und Vereinen für Sportveranstaltungen genutzt. Seit Frühjahr 2012 wird auch das Dach genutzt - zur Sonnenstromernte mit einem Bürgersonnenkraftwerk.

Solms-Oberbiel Feuerwehr 

Die Mehrzweckhalle in Solms-Oberbiel hat ein zweites Bürgersonnenkraftwerk bekommen, auf dem Gebäudeteil der Feuerwehr. Noch im März 2012 wurde es betriebsbereit.

Dreieich Deponie Buchschlag 

Südlich von Frankfurt, bei Dreieich im Landkreis Offenbach, liegt das Gelände der ehemaligen Hausmülldeponie Buchschlag. Ein ideales Gelände für den Bau von Photovoltaikanlagen - Hessens größter Solarpark ist hier entstanden. Nur noch wenige Tage besteht die Möglichkeit der Teilnahme an diesem Projekt.

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Absenkung der Einspeisevergütung?

Bundesumweltminister Norbert Röttgen will die Einspeisevergütung kürzen (Foto: Büro des Abgeordneten Norbert Röttgen)

Stehen wirklich Arbeitsplätze auf dem Spiel?

Volker Klös spricht sich für mehr Konstanz bei der Solarförderung aus

Die Pläne zur Änderung der Solarförderung verunsichern Sonnenfreunde. Doch nichts wird so heiß gegessen wie es gekocht wird ...

Am 20. Januar hatte Bundesumweltminister Norbert Röttgen vorgeschlagen, die garantierten Abnahmepreise für Sonnenstrom ab April noch einmal um 15 Prozent zu reduzieren, nachdem diese ja schon zum 1. Januar um 9 bzw. 10 Prozent gekürzt wurden.

Nach massiver Kritik aus der Solarbranche ändert Röttgen wohl jetzt seine Pläne: Nicht zum 1. April sondern erst zum 1. Juni* sollen die Einspeisevergütungen für Dachanlagen gesenkt werden. Allerdings beträgt die Kürzung dann 16 Prozent. Die gute Nachricht für Teilnehmer bei den Bürgersonnenkraftwerken: Alle im Februar angekündigten Projekte werden bis dahin am Netz sein.

Der Verein sieht die Kürzung der Solarförderung kritisch. Auf der einen Seite muss Solarstrom schnell billiger werden, damit er seinen weltweiten Siegeszug fortsetzen kann. Auf der anderen Seite muss die noch junge deutsche Solarindustrie mit ihren geschätzten 60.000 Beschäftigten in Deutschland noch eine Weile geschützt werden, bevor man sie der Konkurrenz der klimaschädlichen fossilen Energien überlässt.

Besonders die Kurzfristigkeit ärgert die für neue Bürgersonnenkraftwerke zuständigen Vereinsmitglieder: „Sechs Wochen vorher eine Vergütungskürzung zu beschließen, wäre eine echte Unverschämtheit gewesen. Selbst der 1. Juni* ist eine Frechheit. Wie lange, glauben „die da oben“, verhandeln, planen und rechnen wir für ein Bürgersonnenkraftwerk? Da kann man nicht einfach kurz vor Baubeginn herkommen und knapp ein Sechstel auf der Einnahmeseite wegnehmen!“ sagt Volker Klös, Vorsitzender der Sonneninitiative.

Langfristig geht der Verein davon aus, dass die Industrie die Kosten entsprechend senken kann, so dass Photovoltaikanlagen sich in Deutschland weiterhin rentieren.

Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) ist sich da von Haus aus nicht so sicher und warnt vor einer Insolvenzwelle bei deutschen Solarunternehmen und dem Verlust von Arbeitsplätzen. Wettbewerbsfähigkeit und Technologieführerschaft seien von diesen Plänen bedroht. Der Solarenergie-Förderverein Deutschland (SFV) sieht sogar einen Verstoß gegen das Grundgesetz. Im Vertrauen auf den Bestand der im EEG festgesetzten Regelungen hätten Bürger Entscheidungen getroffen, die durch eine Änderung des Gesetzes zu Schäden führen würden. Die Grundrechte Vertrauensschutz und Eigentumsschutz seien davon betroffen.

Doch wie die politische oder juristische Entscheidung darüber auch ausfällt: Nach Ansicht des Vereins und weit über 90 Prozent aller Bundesbürger hat Sonnenenergie nach wie vor ein riesiges Ausbaupotenzial. Es wird sich auch in Zukunft lohnen, in Sonnenenergie zu investieren. Für die Umwelt und für den Bürger. Klös ergänzt: "Wir hören erst auf Bürgersonnenkraftwerke zu bauen, wenn die Menschen es nicht mehr wollen."


*) Nachtrag: Aktueller Stand der Diskussion (Ende Feb. 2010) ist ein Inkrafttreten zum 1. Juli 2010

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