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Bau auf der Kita Zuckerrübe in Sulzbach 

Sulzbach. Der Solarbau auf der Kita Zuckerrübe steht kurz vor dem Startschuss. 

Bau auf dem Bauhof in Sulzbach 

Sulzbach. Solarbau auf dem Bauhof geht gut vorran. 

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Sulzbach. Seit über einer Woche wird bereits auf dem Wasserwerk gebaut. 

Bau auf dem ALDI-Markt in Steffenberg-Niedereisenhausen  

Die Dacharbeiten sind vollständig abgeschlossen. Sobald alle Elektroarbeiten im Markt abgeschlossen sind, kann das neue Bürgersonnenkraftwerk an das öffentliche Netz angeschlossen werden und viele Jahre lang klimaneutralen Sonnenstrom ernten.

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Der Verein setzt sich weiter für den Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektromobiltät ein. Um zu wissen wo eine Ladesäule Sinn macht, benötigen wir Ihre Hilfe.

Bau auf der Adolf-Reichwein-Schule Marburg  

Endlich wurde seitens der Stadt mit den Dacharbeiten begonnen. Sobald diese abgeschlossen sind, kann der Verein mit dem Aufbau der Sonnenkraftwerke beginnen.

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Freigericht Kopernikusschule BA 6 Einweihung

19.03.2013

Ziel erreicht: Kopernikusschule erzeugt so viel Strom, wie sie verbraucht

Die Enthüllung des Displays durch (v.l.n.r.) Volker Klös, Sonneninitiative e.V., Schulleiterin Anna Maria Dörr, Landrat Erich Pipa

Eigentümerinnen und Eigentümer der Anlagen freuten sich über ihre Anlagen die an diesem Tag den ersten Sonnenstrom ins Netz einspeisten

Schülerinnen und Schüler demonstrieren die Herstellung von elementarem Silizium aus Sand mittels Magnesium

Alle geeigneten Dächer der Schule erzeugen Sonnenstrom - bis zu 567 Kilowatt

Landrat Erich Pipa freut sich über die 100%-Versorgung seiner größten Schule

Schulleiterin Anna Maria Dörr betont den Vorbildcharakter von Schulen auch bei der Erzeugung erneuerbarer Energien

Christian Rehschuh von IBC Solar kann heute schon fertige Batteriesysteme für Einfamilienhäuser liefern

Main-Kinzig-Kreis, Freigericht. Der letzte Bauabschnitt der Photovoltaikanlagen auf Deutschlands größter allgemeinbildender Schule ist fertig. Jetzt erzeugen die Dächer der Schule so viel Strom, wie die Schule verbraucht.

Bei Sonnenschein verwandeln sich die Dächer der Kopernikusschule in ein echtes Kraftwerk. Mehr als ein halbes Megawatt leisten dann alle blauen Photovoltaikmodule auf den Schuldächern. Das reicht aus, um jährlich von den Schuldächern soviel umweltfreundliche Energie zu ern­ten, wie die Schule im ganzen Jahr verbraucht.

Die fünf bestehenden Bürgersonnenkraftwerke auf der Schule sind im Dezember um einen sechsten Bauabschnitt erweitert worden. Knapp tausendfünfhundert Module auf den Hauptgebäuden der Schule erzeu­gen mehr Energie, als über einhundert Privathaushalte verbrauchen.

Der sechste Bauabschnitt wurde am Montag, 18. März 2013, feierlich den Eigentümern übergeben. Fünfundzwanzig Bürgerinnen und Bürger, fast alle aus dem Main-Kinzig-Kreis, hatten sich an diesem ökologi­schen Vorzeigeprojekt beteiligt. Von diesen Teilnehmern hatten viele die Gelegenheit wargenommen, ihre Anlagen genau in Augenschein zu nehmen.

Zahlreiche Fragen zur Technik, Wartung und Abrechnung konnten ihnen beantwortet werden. „Ich bin bereits bei anderen Projekten des Vereins Eigentümerin von Modulen und freue mich immer wieder über die professionellen Planung und Ausführung der Bürgersonnenkraftwerke“, so eine Teilnehmerin, und weiter: „Auch die Einweihung war ein echtes Erlebnis.“

Landrat Erich Pipa lobte die gute Zusammenarbeit mit dem Verein Sonneninitiative, der das Projekt ins Leben gerufen hatte: „Die Vision, Deutschlands größte Schule komplett mit Strom von der Sonne zu ver­sorgen, ist entgegen allen Unkenrufen Realität geworden.“ Nach der Energiekonferenz des Kreises im Jahr 2008 und der Übergabe des ersten Bauabschnitts habe er halb im Spaß, halb im Ernst Vereinsvorstand Volker Klös das Ziel vorgegeben, die Schule komplett mit Strom aus Sonnenenergie zu ver­sorgen. „Dass dies jetzt in so relativ kurzer Zeit geklappt hat, freut mich besonders. Mit der Sonneninitiative haben wir einen erfahrenen und kompetenten Partner an unserer Seite.“

Auch Schulleiterin Maria Dörr freut sich über das Vorzeigeprojekt und darüber, dass ihre Schule nicht nur die Umwelt schont, sondern dabei über die Jahre jede Menge Stromkosten sparen wird: „Schulen haben in der öffentlichen Wahrnehmung immer eine ganz besondere Bedeutung. Dass die Kopernikusschule mit ihren insgesamt 2500 Schülerinnen und Schülern bei der Erzeugung regenerativer Energie einen solchen Stellen­wert einnimmt, freut mich besonders.“  Zumal die Schülerinnen und Schüler als Multiplikatoren das Projekt weithin bekannt gemacht hät­ten.

Volker Klös ergänzt: „Wir haben die Schule mit einer ech­ten Strompreisbremse ausgestattet. Die Module auf dem Dach ernten die Energie längst günstiger, als fossile Kraftwerke den Strom erzeugen können. Schließlich müssen wir nicht jeden Tag Kohle, Öl oder andere Brennstoffe in unser Kraftwerk fahren. Die Sonne schickt eben keine Rechnung.“

Klös lobte außerdem die gute Zusammenarbeit mit dem Main-Kinzig-Kreis in den vergangenen Jahren. „Von Anfang an haben wir in dem Main-Kinzig-Kreis und Landrat Erich Pipa einen äußerst aufgeschlossenen und flexiblen Ansprechpartner für unsere Projekte vorgefunden“, unterstrich Klös. Die statische Untersuchung aller kreis­eigenen Dächer aus dem Jahr 2008 habe bis heute Vorbildcharakter.

Einen kleinen Nachteil hat das Sonnenkraftwerk noch, verglichen mit einem konventionellen Kraftwerk: Da die Sonne nicht nachts scheint, muss das Stromnetz als Puffer dienen. Zuviel erzeugter Strom wird in das Netz eingespeist, wird zu wenig Strom erzeugt, kommt dieser aus dem Netz. Ab sofort kommt die Schule während der Schulzeit an ein­hundert Tagen im Jahr komplett ohne Bezug aus dem Stromnetz aus.

Um so besser passte es, dass Christian Rehschuh, Mitarbeiter von Deutschlands ältestem Photovoltaik-Systemhaus und Partner des Vereins bei diesem Projekt, der Firma IBC aus Bad Staffelstein, einen Impulsvortrag zur Speicherung der Sonnenenergie hielt. Er machte Hoffnung, bald Teile des tagsüber von den Schuldächern geernteten Sonnenstroms in die Nacht zu bringen.

Ein besonderes Erlebnis war sicher für alle Gäste die Vorführung von Schülerinnen und Schülern getreu dem Motto „Chemie ist - wenn es qualmt und zischt“. Sie hatten, verbunden mit einem kleinen Rollenspiel, aus Sand elementares Silizium hergestellt, das Ausgangsmaterial für die Photovoltaikmodule auf dem Dach.

Für die Schüler wurde dann das Solardisplay eingeweiht, auf dem die Produktionsdaten der Anlagen dargestellt werden. Eigentümer der Anlagen hatten anschließend die Gelegenheit mit der großen Drehleiter der Freiwilligen Feuerwehr auf 30 Metern Höhe die Anlagen von oben zu betrachten. Leider ist es wahr: Alle verfügbaren Dächer der Schule sind jetzt belegt. Nur die statisch nicht geeignete Sporthalle bleibt „ein bisschen kahl“. Aber es gibt ja noch andere Schulen im Main-Kinzig-Kreis ...

Mehr Bilder von der Einweihung (Klick auf ein Bild startet die Diashow):

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