Auf dem Dach der Kindertagesstätte Sonnengarten in Flörsheim am Main sollen große Photovoltaikanlagen in Bürgerhand zur Stromerzeugung aus Sonnenlicht entstehen, ein so genanntes Bürgersonnenkraftwerk. Die Stadt Flörsheim am Main stellt das Dach dem Verein – und damit allen Bürgern, die Sonnenenergie ernten wollen – zur Verfügung.
Das Sonnenkraftwerk wird eine Spitzenleistung von zwanzig Kilowatt erreichen und so etwa sechs private Haushalte mit klimafreundlicher Energie aus der Sonne versorgen. Umweltfreunde und Kapitalanleger können sich freuen, denn neben dem Umweltnutzen lässt sich mit diesem Projekt auch ein attraktiver Gewinn erzielen.
Bei einer Informationsveranstaltung am 6. Mai 2009 hatte der Verein das Konzept der Bürgersonnenkraftwerke erläutert, wie es schon in über vierzig Projekten in ganz Hessen verwirklicht wurde. „Ein Bürgersonnenkraftwerk besteht aus einzelnen Photovoltaikanlagen privater Bürger. Jeder kann mitmachen, seinen Strom umweltfreundlich aus Sonnenlicht erzeugen und dabei eine interessante Rendite erwirtschaften“, so Volker Klös vom Verein Sonneninitiative.
Die Stadt Flörsheim am Main stellt das Dach der Kindertagesstätte Sonnengarten dem Verein – und damit allen Bürgern, die Sonnenenergie ernten wollen – zur Verfügung. Jetzt sollen hierauf gemeinschaftlich betriebene Photovoltaikanlagen entstehen, ein so genanntes Bürgersonnenkraftwerk.
Bürgermeister Michael Antenbrink begrüßt die Erzeugung von erneuerbaren Energien: „Die Stadt Flörsheim am Main fördert seit Jahren die Errichtung von Solaranlagen durch ihre Bürger. Gerne stellt die Stadt nun auch das Dach der Kita Sonnengarten dafür zur Verfügung. So ist die Sonnenstromproduktion auch für Menschen, die keine geeigneten Dachflächen besitzen, möglich.“ Der Bürgermeister freut sich, „dass die Stadt mit der Sonneninitiative einen Partner gefunden hat, der Erfahrung mit vielen Bürgersonnenkraftwerken hat.“
Das Dach der Kindertagesstätte Sonnengarten ist zur Stromerzeugung aus Sonnenlicht sehr gut geeignet. Rund zwanzig Kilowatt Maximalleistung (kWp) passen auf das Gebäude. Bereits eine Anlage von einem kWp reicht aus, um den gesamten privaten Strombedarf einer Person umweltfreundlich für die nächsten 30-40 Jahre aus der Energie der Sonne zu beziehen. Die künftigen Eigentümer der Photovoltaikanlagen können sich also auf eine gute Umweltrendite einstellen. Gebaut wird im Frühsommer, wenn alle zwanzig Anlagen des Bürgersonnenkraftwerks ihren Eigentümer gefunden haben.